Montag, 30. Dezember 2013

[Rezension] Der Kindersammler

Autorin: Sabine Thiesler

Titel: Der Kindersammler

Verlag: Heyne

Seiten: 544

Klappentext:
"Es geschieht am helllichten Tag.
Anne und ihr Mann Harald erleben den Albtraum aller Eltern: Während eines Toscana-Urlaubs verschwindet ihr Kind beim Spielen spurlos. Die Suche der Polizei verläuft ergebnislos, und sie müssen ohne ihren Sohn nach Hause fahren. Zehn Jahre später kehrt Anne an den Ort des Geschehens zurück, um herauszufinden, was damals passiert ist. Sie ahnt nicht, wie nah sie dem Täter kommt – und er ihr."

Meine Meinung:
Zum Kauf des Buches hat mich der Klappentext bewegt. Außerdem wollte ich auch mal wieder etwas anderes als nur Fantasy-Jugendliteratur lesen. Etwas Abwechslung muss sein.
Aber im ersten Teil des Buches geht es gar nicht um die Geschichte, die auf dem Klappentext steht. Es geht mehr um den Täter, was in seiner Kindheit geschah, seinen Charakter und die Beweggründe seiner Taten. Zudem werden die Morde in Deutschland geschildert. Ab 2/3 des Buches geht es dann um die Geschichte in der Toscana, die dann auch sehr ausführlich beschrieben wurde bishin zur Auflösung. In diesem Buch gibt es einige Zeitsrpünge, da die Taten immer in gewissen Abständen verübt wurden und die Autorin wechselte auch ab und zu zwischen Deutschland (verschiedenen Städten) und Italien hin und her. Daher musste man manchmal doch überlegen, wo man gerade ist. Die Spannung der Story schwächte manchmal etwas ab, wenn doch zu langatmige Geschehnisse oder Charaktere beschrieben wurden. Manche Situationen waren vorhersehbar oder einige Zufälle, die es normalerweise nicht gibt, traten ein. Ab der Toscana-Story wurde die Geschichte wieder recht flüssig. Ich fieberte oft mit, weil sich Täter und Mutter des Opfers so nahe waren. Eine raffiniert psychologische Geschichte, aber auch mit einigen "Zufälligkeiten" bestickt. Die Figur "Allora" fand ich zum Teil manchmal etwas nervend. Ich will auch nicht zuviel verraten, aber dass Anne am Ende wieder mit ihrem Mann zusammenkommt und dann wieder ein Kind erwartet, finde ich etwas grenzwertig in dem Alter. Das Ende ist ziemlich kurz geraten, aber was ich jetzt nicht als schlimm empfand. Fazit: Eine psychologisch spannende Story für Zwischendurch mit einigen Plus- und Minuspunkten.

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