Samstag, 4. Januar 2014

Neues Jahr, Lesestatistik Dezember

Erstmal wünsche ich allen ein gesundes und frohes neues Jahr.
Für das neue jahr habe ich mir vorgenommen mehr zu lesen und mich mehr um meinen Blog zu kümmern. Ich hoffe, dass ich das auch hinbekomme. Im Dezember konnte ich schonmal damit anfangen, zwei Bücher zu lesen und auch zu rezensieren. Das ist aber auch der freien Zeit über Weihnachten zuzuschreiben. Auch wenn ab Montag wieder der Alltagstrott sich einkehrt, möchte ich meine Vorsätze umsetzen.
In diesem Sinne...viel Spaß beim Lesen und Bloggen. :-)

Dienstag, 31. Dezember 2013

[Rezension] Kein Paar wie wir

Autor: Eberhard Rathgeb

Titel: Kein Paar wie wir

Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seiten: 192

Klappentext:
Die ungewöhnliche Geschichte einer lebenslangen Liebe: zwei Schwestern in Buenos Aires. Jeden Abend sitzen sie eng nebeneinander auf dem Sofa, hören Radio und geben sich ihren Erinnerungen hin. Ein unzertrennliches Paar, das bis zum Ende seinen eigenen Weg geht.

"Wir schlossen einen Pakt, ohne darüber ein Wort zu verlieren. Dass wir zusammenblieben, ergab sich von selbst, als hätten wir uns nicht anders entscheiden können. Für uns war das selbstverständlich. Eine Naturgegebenheit. Wir waren Töchter, und wir blieben Töchter. Wir waren Schwestern, und wir blieben Schwestern."

Meine Meinung:
Ein Buch, dass die starke Verbundenheit von zwei Schwestern zum Inhalt hat. Meine Schwester hatte sogar das Buch gelesen, obwohl sie keine große Leserin ist. Aber sie meinte, dass sie es mir unbedingt schenken musste. Jetzt weiß ich auch warum, weil es mich zum Teil, an die Beziehung zu meiner Schwester erinnert.
Zwei Schwestern, Ruth und Vika, die in ihrem hohen Alter täglich zusammensitzen und ihr Leben Revue passieren lassen. Es wird beschrieben, wie sie sich immer aneinander hatten, wie sie das Leben zusammen meisterten, wie die ältere Schwester das Elternhaus verließ und die jüngere später nach New York nachkam, wie sie im hohen Alter zusammenlebten und die täglichen Dinge verrichteten bishin zum Tod. Das es nicht immer einfach war zu jener Zeit, da die Eltern Hitlerdeutschland verließen und nach Argentinien gingen, wurde auch beschrieben. Der Vater baute sich dort etwas als Brückenbauer auf, aber die Mutter sich im Alltag verlierte, da sie Deutschland nicht gerne verlassen hatte. Dies machte auch den Alltag für die beiden Schwestern nicht einfach. Keine Männer und Kinder konnten sich in ihre Verbundenheit drängen. Das war ihre wahre Freiheit und zum Schutz, um sich von Enttäuschungen zu bewahren. Aber sie brauchten auch niemanden anderes, da sie sich hatten. Das Ende fand ich etwas traurig, aber was schon absehbar war. Das Ende ist von Abschied und Einsamkeit der älteren überlebenden Schwestern geprägt. Sogar die Verbundenheit der Beiden sollte über den Tod hinausreichen.
Die Geschichte ist sehr schön geschrieben, auch wenn es zwischen den Erzählperspektiven hin- und herwechselt. Eine etwas melancholische Geschichte, aber die sehr mitfühlend ist. Ich habe mich zum Teil darin wiedergefunden.
Fazit: Eine sehr schöne Geschichte mit Tiefgang und die zur Nachdenklichkeit anregt. Empfehlenswert!

[Rezension] Der Kindersammler

Autorin: Sabine Thiesler

Titel: Der Kindersammler

Verlag: Heyne

Seiten: 544

Klappentext:
"Es geschieht am helllichten Tag.
Anne und ihr Mann Harald erleben den Albtraum aller Eltern: Während eines Toscana-Urlaubs verschwindet ihr Kind beim Spielen spurlos. Die Suche der Polizei verläuft ergebnislos, und sie müssen ohne ihren Sohn nach Hause fahren. Zehn Jahre später kehrt Anne an den Ort des Geschehens zurück, um herauszufinden, was damals passiert ist. Sie ahnt nicht, wie nah sie dem Täter kommt – und er ihr."

Meine Meinung:
Zum Kauf des Buches hat mich der Klappentext bewegt. Außerdem wollte ich auch mal wieder etwas anderes als nur Fantasy-Jugendliteratur lesen. Etwas Abwechslung muss sein.
Aber im ersten Teil des Buches geht es gar nicht um die Geschichte, die auf dem Klappentext steht. Es geht mehr um den Täter, was in seiner Kindheit geschah, seinen Charakter und die Beweggründe seiner Taten. Zudem werden die Morde in Deutschland geschildert. Ab 2/3 des Buches geht es dann um die Geschichte in der Toscana, die dann auch sehr ausführlich beschrieben wurde bishin zur Auflösung. In diesem Buch gibt es einige Zeitsrpünge, da die Taten immer in gewissen Abständen verübt wurden und die Autorin wechselte auch ab und zu zwischen Deutschland (verschiedenen Städten) und Italien hin und her. Daher musste man manchmal doch überlegen, wo man gerade ist. Die Spannung der Story schwächte manchmal etwas ab, wenn doch zu langatmige Geschehnisse oder Charaktere beschrieben wurden. Manche Situationen waren vorhersehbar oder einige Zufälle, die es normalerweise nicht gibt, traten ein. Ab der Toscana-Story wurde die Geschichte wieder recht flüssig. Ich fieberte oft mit, weil sich Täter und Mutter des Opfers so nahe waren. Eine raffiniert psychologische Geschichte, aber auch mit einigen "Zufälligkeiten" bestickt. Die Figur "Allora" fand ich zum Teil manchmal etwas nervend. Ich will auch nicht zuviel verraten, aber dass Anne am Ende wieder mit ihrem Mann zusammenkommt und dann wieder ein Kind erwartet, finde ich etwas grenzwertig in dem Alter. Das Ende ist ziemlich kurz geraten, aber was ich jetzt nicht als schlimm empfand. Fazit: Eine psychologisch spannende Story für Zwischendurch mit einigen Plus- und Minuspunkten.