Montag, 15. Juli 2019

[Rezension] Der Kinderflüsterer

Autor: Alex North

Titel: Der Kinderflüsterer

Verlag: Blanvalet

Seiten: 448

Erscheinungsdatum: 29.07.2019 (eBook 01.07.2019)

Preis: 13,00 € (Broschiert)

Klappentext:
"Nach dem plötzlichen Tod seiner geliebten Frau will Tom Kennedy mit seinem kleinen Sohn Jake neu anfangen. Ein neuer Start, ein neues Haus, eine neue Stadt – Featherbank. Doch der beschauliche Ort hat eine düstere Vergangenheit. Vor zwanzig Jahren wurden in Featherbank fünf Kinder entführt und getötet. Der Mörder wurde unter dem Namen »Kinderflüsterer« bekannt und schließlich gefasst. Die alten Geschichten interessieren Tom und Jake nicht. Als jedoch ein kleiner Junge verschwindet, machen Gerüchte die Runde, dass der Täter von damals einen Komplizen gehabt habe. Und Jake beginnt, sich merkwürdig zu benehmen. Er sagt, er höre ein Flüstern an seinem Fenster …"

Meine Meinung:

Das Buch wurde mir auf der Buchmesse beim Bloggertreffen schmackhaft gemacht. Es wurde als Spannungsroman vorgestellt. Um auch mal wieder etwas anderes zu lesen, dachte ich mir, dass ein Thriller nicht schlecht wäre. Spannend können diese ja wirklich sein, aber ob das hier der Fall war?

Der Einstieg gefiel mir, da man gleich erfährt, was in dem kleinen Örtchen Featherbank vor Jahren passiert ist. Der Kinderflüsterer trieb sein Unwesen, entführte und tötete Kinder. Doch auf einmal verschwindet wieder ein Junge. Jedoch sitzt der damalige Täter seine Strafe im Gefängnis ab. Gibt es etwa einen Nachahmungstäter?

Die fieberhafte Suche nach dem Jungen beginnt. Das ruft auch den damaligen Ermittler Willis auf den Plan, der der jetzigen Ermittlerin zur Seite steht. Können Sie den Jungen finden und das Unheil abwenden?

Tom Kennedy und sein Sohn Jake wohnen erst seit kurzem in diesem bescheidenen Örtchen, interessieren sich nicht wirklich für die Vorkommnisse, sondern wollen sich lieber erst einmal an ihr neues zu Hause gewöhnen. Jedoch gehen in dem neuen Haus mysteriöse Dinge vor sich und sie sind näher dem Geschehen als sie dachten.

Bis hierhin fand ich die Geschichte recht spannend. Aber der Autor schweißt immer wieder ab und beschränkt sich auf kaputte Vater-Sohn-Beziehungen und auf nicht stattgefundene Trauerbewältigung. Denn Tom hat seine Frau bzw. Jake seine Mutter verloren. Tom kommt dadurch nicht so richtig mehr an Jake heran. Jedweder Versuch die Nähe zu Jake zu suchen, scheitert irgendwie. Sie blockieren sich gegenseitig.

Aber auch die Ermittlungen gehen nur schleppend voran. Zwar wurde in der Zwischenzeit noch eine grausame Entdeckung gemacht, die mich auch etwas schockieren ließ. Jedoch tappen die Ermittler weiter im Dunkeln.

In Geschichten finde ich eigentlich Perspektivenwechsel immer sehr schön, um in die Gedankenwelt der verschiedenen Protagonisten Einblicke zu gewinnen. Aber hier waren es mir zu viele Wechsel. Teilweise wusste ich manchmal gar nicht, in welcher Perspektive ich mich gerade befinde. Auch wechselt der Autor in die Perspektive von Jake, was ich nicht schlecht fand, aber diese war mir schon zu erwachsen geschrieben.

Ich wusste zwar bis zu letzt nicht, wer der Täter sein könnte. Jedoch fand ich die Auflösung etwas schwach, das Motiv des Täters konnte ich nicht wirklich nachvollziehen. Da fehlten mir ein paar mehr Details.

Außerdem baut der Autor noch paranormale Aspekte mit ein, um den Ganzen noch einen gewissen Nervenkitzel zu geben. In gewissem Maße passte das zusammen. Jedoch ließ sich durchgängig kein roter Faden erkennen, da der Autor immer wieder abschweift, wenn es um die Tätersuche ging.

Im Gesamten konnte mich die Geschichte nicht wirklich überzeugen. Der Anfang war gut und spannend, der Mittelteil eher schwach und zog sich, das Ende steigerte wieder etwas die Spannung, aber war dennoch nicht herausragend.

Fazit: Der Einstieg gefiel mir gut, war auch spannend. Danach flaut es jedoch ab. Durch die vielen Perspektivenwechsel konnte ich die Geschichte nicht immer fließend lesen. Wenn es um die Tätersuche ging, war die Geschichte aufregend zu lesen. Aber das blieb immer wieder auf der Strecke, denn der Autor beschäftigt sich mehr mit Vater-Sohn-Beziehungen und Trauerbewältigung. Nebenbei-Geschichten sind in gewissem Maße nicht schlecht, aber hier war es zu viel. Ein spannendes Buch, wie angepriesen, war es leider nicht für mich.

Bewertung: 2 / 5

Vielen Dank an den Blanvalet-Verag für das Rezensionsexemplar.

Sonntag, 7. Juli 2019

[Rezension] Too Late

Autorin: Colleen Hoover

Titel: Too Late

Verlag: dtv - bold

Seiten: 464

Erscheinungsdatum: 22.03.2019

Preis: 14,90 € (Broschiert)


Klappentext:
"Die Hölle – nichts anderes ist die Beziehung von Sloan zu dem Drogenboss Asa Jackson. Gäbe es nicht ihren kranken Bruder, den Asa finanziell unterstützt, wäre sie von heute auf morgen auf und davon. Für Asa wiederum ist Sloan das Beste, das ihm jemals passiert ist: Sloan ist seine einzige Liebe, eine wahre Obsession, seine allergrößte Leidenschaft, und er ist davon überzeugt, dass es sich umgekehrt genauso verhält. Doch dann taucht der Undercover Cop Carter auf … "

Meine Meinung:

Die Bücher, die ich bisher von Colleen Hoover gelesen habe, konnten mich sehr begeistern. Ob es Too Late auch geschafft hat?
Ich habe schon vorab bei einigen Meinungen gelesen, dass es anders sein soll und auch etwas düsterer als ihre bisherigen Werke. Davon musste ich mich natürlich auch überzeugen.

Schon nach den ersten Zeilen ist man mitten im Geschehen, in der kranken Beziehung zwischen Sloan und Asa. Warum krank? Weil sich Sloan in eine für sie ausweglose Situation begeben hat, da die damaligen Umstände es nicht anders zuließen. Weil Asa ein falsches Frauenbild vermittelt bekommen hat. Man spürt zwar, dass er Sloan wirklich liebt, aber auf eine kranke besitzergreifende Art. Colleen Hoover verdeutlicht dies in einigen Szenen, die nicht zu vergleichen sind mit ihren bisherigen Büchern. Die Szenen bestehen teilweise aus Gewalt und härteren Sexszenen. Colleen Hoover schafft es mich trotzdessen sofort in den Bann zu ziehen. Typische Linien eines Hoovers tauchen auf. Ich konnte die Emotionen und Dramatik spüren. Dies wird auch dadurch untermauert, dass man aus der Perspektive von Sloan, Asa und Carter liest. Man bekommt einen Einblick in das Denken der Protagonisten.
Interessant fand ich dabei die Gedankengänge von Asa, der ein unsympathischer Charakter ist und man ihn auf keinen Fall mögen kann. Aber so erfährt man, warum er so geworden ist. Die Wurzeln dafür liegen in seiner Vergangenheit. Für einen Gangster ist er ziemlich schlau, er durchschaut vieles und deswegen muss man ihn auch fürchten.

Sloan ist ein verzweifelter, aber dennoch auch mutiger Charakter. Man kann verstehen, warum sie so handelt und vieles über sich ergehen lässt. Teilweise hat man Mitleid mit ihr und wünscht ihr einen Ausweg aus dieser toxischen Beziehung.

Carter ist hier der liebevolle und beschützende Gegenpart. Er ist die Hoffnung für Sloan, auch wenn er durch sie fast seinen Job vermasselt. Ich mochte ihn von an Anfang an. Er ist der typische Charakter eines Hoovers.

Colleen Hoover schafft es immer wieder mich auf eine emotionale Reise mitzunehmen. Auch in dieser Geschichte litt ich mit und konnte die Ängste und Zweifel spüren, die Sloan umgaben. Aber auch das Auftauchen von Carter macht es nicht gerade besser. Denn sie dürfen sich nicht verstehen und müssen ihre Zuneigung verstecken. Immer wieder hatte ich Herzklopfen, ob alles auffliegt oder ob sie es heil aus diesen Situationen schaffen.

Die Autorin versteht es, die Gefühle durch die Geschichte zu transportieren, in dem sie in die Tiefe geht, Charaktere mit Ecken und Kanten schafft. Außerdem baut sie noch humorvolle Elemente ein, die in dieser Geschichte etwas tröstliches zu der sonst fast vergeblichen und ausweglosen Situation von Sloan und Carter haben.

Nach dem Fast-Ende kommen noch einige Epiloge und Prologe. Dazu habe ich schon von einigen gelesen, dass sie diese nicht unbedingt mochten oder die Geschichte nicht noch gebraucht hätte. Es war zwar dann nur eine Aneinderreihung und konnte mich nicht mehr auf die emotionale Art erreichen, aber ich finde, dass diese dennoch dazu passten und die Geschichte noch einmal etwas abgerundet haben.

Es ist eine emotionale Achterbahnfahrt mit leichten Thrill-Elementen, mit Gefühlen aus Hass und Wut und mit einer gewissen Ausweglosigkeit und Dramatik, aber auch Hoffnung. Colleen Hoover setzt mit diesen Buch noch einmal eins oben drauf. Sie beweist damit, dass sie auch düsterer und brutaler kann, aber dennoch die Emotionalität, die ihre Bücher sonst haben, nicht auf der Strecke bleibt, man mitleidet/mitfiebert und sogar sowas wie Mitleid mit den 'bösen' Charakter findet.

Für Jedermann bzw. für Zartbesaitete ist dieses Buch wahrscheinlich nicht geeignet, da hier auch etwas härtere Szenen beschrieben werden. In den Jugendbuch-Bereich würde es daher nicht einordnen.

Fazit:
Hoover mal etwas düsterer und härter, aber dennoch packend und fesselnd. Typische Colleen Hoover-Elemente waren auch diesem Buch zu erkennen und auch die emotionale Schreibweise konnte mich wieder in den Bann ziehen. Ein Buch über eine toxische Beziehung und ihrer Ausweglosigkeit, aber auch Hoffnung. Charaktere, die mit Ecken und Kanten und düsteren Vergangengheiten gezeichnet sind, aber dadurch authentisch wirken. Ein wirklich emotionales und dramtischen Buch bis zum ersten Ende. Danach flaut das Emotionale etwas ab, aber dennoch rundet es die Geschichte schön ab.
Ich mag auch dieses Buch von ihr sehr, auch wenn es brutaler ist und etwas thrillerartiges hat.

Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

Dienstag, 2. Juli 2019

Rückblick auf den Juni

Hallöchen ihr Lieben,
heute gibt es wieder meinen Rückblick auf den vergangenen Monat. Es sind wieder vier Bücher geworden, die ich gelesen habe. Trotz Urlaub bin ich nicht zu mehr gekommen. Ein angefangenes Buch nehme ich mit in den neuen Monat.

Meine gelesenen Bücher im Juni:



- Summer Lessons von Penny L. Chapman (Rezension: 5+/5 - Link)
- Vicious Love von L. J. Shen(Rezension: 3,5/5 - Link)
- Save Me von Mona Kasten (Rezension: 3/5 - Link)
- Too Late von Colleen Hoover (Rezension folgt)


Diesen Monat hatte ich wieder ein Hightlight-Buch dabei. "Summer Lessons" von Penny L. Chapman konnte mich mit einer sommerlichen und prickelnden Liebesgeschichte überzeugen. Auch "Too Late" von Colleen Hoover hat mir sehr gut gefallen. Es ist zwar düsterer, aber trotzdem schön zu lesen. Die anderen Bücher konnten mich nicht ganz so begeistern, bei denen fehlte mir hier und da etwas.

Ein Buch, welche ich bereits im Mai gelesen habe, habe ich noch rezensiert:

- The Mister von E. L. James (Rezension: 2/5 - Link)

Die Neuzugänge im Juni sind zum größten Teil selbstgekaufte Bücher. Des Weiteren hat sich zum Ende hin noch ein Rezensionsexemplar auf meiner Büchercouch eingefunden.



+ Too Late von Colleen Hoover
"Die Hölle – nichts anderes ist die Beziehung von Sloan zu dem Drogenboss Asa Jackson. Gäbe es nicht ihren kranken Bruder, den Asa finanziell unterstützt, wäre sie von heute auf morgen auf und davon. Für Asa wiederum ist Sloan das Beste, das ihm jemals passiert ist: Sloan ist seine einzige Liebe, eine wahre Obsession, seine allergrößte Leidenschaft, und er ist davon überzeugt, dass es sich umgekehrt genauso verhält. Doch dann taucht der Undercover Cop Carter auf …"

+ All In - Tausend Augenblicke von Emma Scott
"Kaceys Leben als Rockstar ist ein Tanz auf dem Vulkan, den sie nicht überlebt hätte, wäre Jonah Fletcher nicht in ihr Leben getreten. Ihn zu lieben ist ein Sprung ins Ungewisse, der größtes Glück oder größten Schmerz bringen kann. Doch ganz gleich, was kommt, Kacey weiß, dass sie nicht mehr zurück kann - und dass Jonah es wert ist, alles zu riskieren ..."

+ Her Fear & His Darkness von Sophie L. Gellar
"Er ist ein Biest, ihr Untergang, ihr schlimmster Albtraum und alles, was sie fürchtet. Er lockt die Dämonen ihrer Vergangenheit hervor. Er konfrontiert sie mit ihrer größten Schwäche, ihrer größten Stärke und dem, was ihr Leben zur Hölle macht: Angst. Elizabeth Green will einen Neuanfang, doch sie bekommt mehr. So viel mehr. Ist es Schicksal, auf Parker Baldwin zu treffen oder der Preis, den sie bezahlen muss?"

+ Das Herz aus Eis & Liebe von Renée Ahdieh
"Nachdem der Schwarze Clan aufgeflogen ist und Okami gefangen genommen wurde, hat Mariko keine Wahl mehr. Sie muss Prinz Raiden und ihrem Bruder nach Inako folgen und sich als Braut des Prinzen den Gefahren und Intrigen stellen, die am Hof auf sie lauern. Von nun an sind Klugheit und Umsicht ihre Waffen. Damit will sie die Ränkeschmiede aufdecken und für Gerechtigkeit sorgen. Doch hinter jedem Geheimnis verbirgt sich ein weiteres. Werden Mariko und Okami aus diesem Lügennetz entkommen?"

Wie sah eurer Juni aus? Welche Bücher habt ihr gelesen?

Liebe Grüße, Apathy

Montag, 17. Juni 2019

[Rezension] Save Me

Autorin: Mona Kasten

Titel: Save Me (Maxton Hall Reihe, Band 1)

Verlag: LYX

Seiten: 416

Erscheinungsdatum: 23.02.2018

Preis: 12,90 € (Taschenbuch)

Klappentext:
"Geld, Glamour, Luxus, Macht - all das könnte Ruby Bell nicht weniger interessieren. Seit sie ein Stipendium für das renommierte Maxton Hall College erhalten hat, versucht sie in erster Linie eins: ihren Mitschülern so wenig wie möglich aufzufallen. Vor allem von James Beaufort, dem heimlichen Anführer des Colleges, hält sie sich fern. Er ist zu arrogant, zu reich, zu attraktiv. Während Rubys größter Traum ein Studium in Oxford ist, scheint er nur für die nächste Party zu leben. Doch dann findet Ruby etwas heraus, was sonst niemand weiß - etwas, was den Ruf von James‘ Familie zerstören würde, sollte es an die Öffentlichkeit geraten. Plötzlich weiß James genau, wer sie ist. Und obwohl sie niemals Teil seiner Welt sein wollte, lassen ihr James - und ihr Herz - schon bald keine andere Wahl ... "

Meine Meinung:

Mit der „Again-Reihe“ konnte mich Mona Kasten bereits begeistern. Daher war ich schon seit längerem gespannt auf die Maxton Hall-Reihe von ihr.

Im Gegensatz zur „Again-Reihe“ sind die Protagonisten wesentlich jünger, gehen noch zur Schule und bereiten sich auf ihr Studium vor. In dieser Reihe lernt man die Protagonisten Ruby und James, die auf die Maxton Hall Privatschule gehen und die unverhofft aufeinandertreffen, aus wechselnden Erzählperspektiven kennen. Diese Erzählweise finde ich immer sehr positiv.

Im ersten Kapitel lernt man gleich einige Charaktereigenschaften von Ruby kennen, was sie authentisch macht. Jedoch wird sie Zeuge einer Sache, die sie nicht hätte sehen sollen. Das ruft den reichen und attraktiven James Beaufort auf den Plan. Fortan treffen sie immer wieder aufeinander. Obwohl sie von der Gesellschaftsschicht her nicht zusammen passen, kann Ruby kurzzeitig hinter James Fassade blicken.

Ruby ist eine ehrgeizige Protagonistin, die für ihre Ziele und Träume kämpft, aber sie möchte dabei nicht unbedingt auffallen. Ihr größter Traum ist es in Oxford studieren zu dürfen. Deshalb braucht sie einen sehr guten Abschluss. Außerdem ist sie die Leiterin des Veranstaltungskomitees, in der sehr ihre Ehrgeizigkeit und Zielstrebigkeit einsetzt. Auch wenn sie dahingehend stark wirkt, eine Schwäche hat sie. Sie verzeiht zu schnell und lässt sich aus der Fassung bringen, besonders in Bezug auf James.

James dahingehend kommt aus einer reichen Familie und sein Leben ist ihm schon vorherbestimmt. Deshalb pfeift er auf vieles und will einfach nur das letzte Schuljahr an der Maxton Hall mit seinen Freunden und Parties genießen. Mit seinem Namen, seiner Arroganz und Attraktivität kommt er gut bei den Mädels an und lässt auch nichts anbrennen. Sein Leidenschaft ist außerdem das Lacrosse spielen.

Ruby war mir eigentlich von Anfang an sympathisch. Nur bei manchen Entscheidungen hätte ich ihr manchmal vor den Kopf stoßen können. James wird als der Bad Boy dargestellt, der er auch zum größten Teil ist. Aber wenn man ein Blick hinter seine Fassade wirft, ist auch er ein netter junger Mann. In Bezug auf seine Schwester Lydia kann er ziemlich loyal sein, was mir gut gefallen hat.

Auch einige Nebencharaktere werden in die Geschichte eingebaut. Lin, eine Freundin von Ruby, lernt man kennen und einige Freunde von James. Einige haben interessante Charakterzüge, von denen ich gerne noch mehr lesen würde. Die Geschichte hat dahingehend noch Potenzial nach oben.

Obwohl die Geschichte einen jugendlich leichten Schreibstil hat, zogen sich einige Handlungen. Es fehlte hier und da an Ideen und viele Klischees wurden eingebaut. Manche Handlungen wurden einfach zu weit gefasst und es ging nicht viel voran. Widerum andere Szenen wurde zu schnell abgearbeitet. Um am Ball der Geschichte zu bleiben, wurde ein Hin und Her der Protagonisten produziert. Die erste Annährung zwischen James und Ruby dauert daher ziemlich lange. Jedoch hältt die lodernde Flamme nur kurz und schon passiert wieder etwas, was verhindert, dass sie sich weiter näher kommen. Am Ende hinterlässt die Autorin einen Cliffhanger, damit man die Geschichte weiter verfolgt. Wäre das nicht so gewesen, hätte ich wirklich überlegt, ob ich die Geschichte weiterlesen wöllte.

So sehr wie die „Again-Reihe“ konnte mich Save Me leider nicht mitreißen. Mona Kasten kann dies besser. Aber ich hoffe, dass ich im Folgeband mehr davon spüren kann. Denn hier blieb mir auch das Emotionale auf der Strecke. Es war eher eine Abhandlung von Ideen, die aber nicht weiter ausgebaut wurden. Somit fehlte ein guter Handlungsstrang, der auch etwas emotionale Spannung erzeugt hätte.

Fazit:
Save Me ist ein solider Auftakt der Maxton Hall-Reihe. Es fehlte an Ideen bzw. wurden diese nicht genug ausgebaut. Dadurch hatte das Buch einige Längen. Außerdem bleibt die emotionale Spannung auf der Strecke. Daher konnte mich der Reihenauftakt nicht ganz überzeugen. Die einzelnen Charaktere wurden gut beschrieben, die aber auch noch etwas ausbaufähig sind. Die Geschichte hat durchaus Potenzial nach oben, deshalb hoffe, dass Band 2 mich mehr mitreißen kann.

Bewertung: 3 / 5

Montag, 10. Juni 2019

[Rezension] Vicious Love

Autorin: L. J. Shen

Titel: Vicious Love (Sinners of Saint 1)

Verlag: LYX

Seiten: 448

Erscheinungsdatum: 27.04.2018

Preis: 12,90 € (Broschiert)

Klappentext:
"Emilia LeBlanc traut ihren Augen nicht, als sie nach zehn Jahren zum ersten Mal wieder Baron "Vicious" Spencer gegenübersteht. Vicious, der ihr das Leben einst zur Hölle gemacht hat. Vicious, der nie nett, immer furchtbar zu ihr war. Vicious, der sie ans andere Ende der USA und weg von ihrer Familie getrieben hat. Vicious, der einzige Mann, den sie je geliebt hat. Inzwischen ist er ein erfolgreicher Anwalt und leitet mit seinen drei besten Freunden ein Multi-Milliarden-Dollar-Unternehmen. Emilia, die es kaum schafft, sich und ihre kranke Schwester über die Runden zu bringen, weiß, dass Vicious der letzte Mann ist, den sie jetzt in ihrem Leben gebrauchen kann. Und doch kann sie sich wie damals schon einfach nicht von ihm fernhalten ... "

Meine Meinung:

Durch die vielen positiven Meinungen und durch andere Blogger, bin ich auf das Buch aufmerksam geworden. Es klang so furchtbar interessant, sodass ich die Geschichte unbedingt lesen wollte.

Was soll ich sagen? Das Buch lässt mich irgendwie etwas zwiegespalten zurück. Zu einem lag es an den Charakteren und zum anderen an der derben Aussprache, die die Autorin hier benutzt. Aber andererseits muss man das ihr wieder zugute heißen, weil es dann doch anders ist als die bisherigen Bücher im New Adult-Bereich. Es wird nichts verweichlicht. Es ist Liebe und Hass zugleich…aber auch Skepsis, Schock und Gefallen gleichzeitig.

Vicious Spencer und Emilia LeBlanc kennen sich schon seit ihren Jugendjahren, als Emilia und ihre Eltern in die Dienstbotenwohnung von den Spencers ziehen. Es bleibt nicht aus, dass die beiden sich immer wieder über den Weg laufen. Aber alles, was Emilia von Vicious entgegen bekommt, ist Hass. Soviel Hass, dass er sogar schafft, Emilia von diesem Ort zu vergraulen. Nach zehn Jahren treffen sie sich zufällig wieder. Es scheint so, als hätte Vicious sich nicht verändert. Für seine Pläne spannt er Emilia ein und stellt sie als Assistentin in seiner Anwaltskanzlei, die er mit seinen früheren Kumpels leitet, ein. Emilia benötigt dringend das Geld, da ihre kleine Schwester Rosie krank ist und Medikamente braucht. Trotz aller Unbehagen tritt Emilia den Job an. Kann sie den Rüpel Vicious zähmen? Kann aus Hass Liebe werden oder war diese sogar schon immer da?

Man muss es so sagen, wie es ist, Vicious ist ein richtiger Kotzbrocken, skrupellos, emotionslos und nutzt Leute für seine Pläne aus. Viel schlimmer als ein Bad Boy. Man kann zu anfangs gar nicht verstehen, was Emilia an ihm findet. Doch hinter seiner eiskalten Fassade, lauert doch etwas mehr. Selbst Emilia lernt die Seite hinter diese Fassade erst später kennen. Emilia ist dahingehend der glanzvolle Gegenpart zu ihm. Sie ist aufopferungsvoll, liebenswürdig, künstlerisch begabt, aber auch manchmal etwas naiv, insbesondere in Bezug auf Vicious.

Zusammen würde ich die Beiden so beschreiben: Sie ist die Farbe in seiner Finsternis.

Einige Nebencharaktere lernt man kennen, insbesondere die Kumpels von Vicious. Zusammen die HotHols genannt. Sie nehmen sich alle nicht viel.
Rosie ist dahingehen ein netter Nebencharakter. Bei ihr freue ich mich noch etwas mehr im nächsten Band zu erfahren.

Die Autorin baut einige Rückblenden in die Geschichte ein, um zu verstehen, was in der Vergangenheit passiert ist. So ist es durchaus eine komplexe Geschichte, die ein gutes Fundament ergibt. Der Schreibstil ist zwar teilweise flüssig, aber doch etwas gewöhnungsbedürftig, was die Aussprache mancher Wörter betraf. Dies war wiederum passend zum Charakter Vicious.

Im Nachhinein denke ich doch, dass mir die Geschichte ganz gut gefallen hat. Da sie mir doch etwas anderes bot. Außerdem gibt die Autorin der Liebesgeschichte viel Raum und Zeit. Auch wo sich Emilia und Vicious nach Jahren wiedertreffen, sind sie nicht gleich ein Herz und eine Seele. Es gibt viele Neckereien und auch wieder Enttäuschungen. Jedoch öffnet sich Vicious langsam und lässt hinter seine Fassade blicken, aber auch nicht zu viel. Er ist und bleibt der Kotzbrocken an der Oberfläche. Nebenher passieren auch noch einige Sachen, die der Geschichte einen guten Fluss geben und wo auch einige Auflösungen aus der Vergangenheit einhergehen. Das letzte Drittel des Buches hat mir daher am besten gefallen, da man Vicious besser kennenlernt und ihn dann auch etwas verstehen kann.

Fazit:

Es ist eine Geschichte, die man hasst, die man liebt und irgendwas dazwischen. Das besondere hier ist eher, dass es irgendwie anders abgelaufen ist als ich bisher gelesen habe und nichts verweichlicht dargestellt wurde. Dennoch bin ich zwiegespalten, anfangs war ich skeptisch, dann war irgendwie schockiert, aber auch mit voller Gefallen dabei. Ich denke, dass ich die Reihe weiter verfolgen werde, da ich gerne mehr von Rosie und den anderen HotHols lesen möchte.

Bewertung: 3,5 / 5

Mittwoch, 5. Juni 2019

[Rezension] Summer Lessons

Autorin: Penny L. Chapman

Titel: Summer Lessons

Verlag: Independently published

Seiten: 380

Erscheinungsdatum: 17.03.2019

Preis: 13,98 € (Taschenbuch)

Klappentext:
"Er ist intelligent.Er ist heiß. Er ist alles, was ich will. Und der Vater, meiner besten Freundin.

Hunter
Der Plan schien simpel. Sie zieht bei uns ein und spart Geld, bis sie sich etwas Eigenes leisten kann. Doch Stück für Stück schleicht sie sich in meine Gedanken. Es ist nur ein Spiel und trotzdem schlägt mein Herz schneller, wenn wir uns nachts am Pool begegnen. Alles könnte einfach sein, wäre ich nicht der Vater ihrer besten Freundin. Ich darf dich nicht wollen …

Jayden
Ich dachte, sobald meine Mutter auf Entziehungskur ist, wird es leichter. Ich hatte gehofft, die nächsten drei Monate einfach neunzehn sein zu dürfen. Zu feiern, mich mit Freunden zu treffen und für die Uni zu lernen. Ich habe mich geirrt. Ich hätte nicht bei ihm einziehen dürfen. Aber es ist zu spät. Ich habe eine Grenze überschritten, die mein ganzes Leben verändern wird."

Meine Meinung:

Nachdem ich den ersten Band von Nightfall gelesen habe, welches mir gut gefallen hat, war ich gespannt auf das neueste Werk von Penny. Der Klappentext sprach mich sofort an. Er versprach eine verbotene knisternde Liebesgeschichte. Und das sollte ich auch bekommen.

Der Klappentext verrät zwar schon vieles, aber dennoch war die Umsetzung sehr gelungen. Durch den flüssigen und modernen Schreibstil, war ich sogleich in der Geschichte gefangen. Auch die Charaktere sorgten für einen guten Lesefluss.

Jayden und Tammy sind beste Freundinnen. Als Jaydens Mutter in die Entziehungsklinik geht, ist sie quasi obdachlos. So kommt es, dass sie zu Tammy und ihrem Vater ins Haus zieht. Als Jayden zum ersten Mal auf Hunter Grayson, den Vater von Tammy trifft, spürt sie sofort eine Anziehung. Aber sie redet sich ein, dass da nichts weiter war. Denn es ist der Vater ihrer besten Freundin und sie macht ihr sogleich klar, dass ihr Vater tabu ist. Obwohl Hunter ziemlich sexy und heiß aussieht. Er ist außerdem tätowiert und ziemlich jung geblieben, außer bei der Erziehung bei seiner Tochter gibt er sich teils auch mal konservativ. Das bekommt auch Jayden zu spüren. Dennoch hilft er ihr manchmal aus.

Da Jayden und auch Hunter durch ihre Vergangenheit Nachteulen sind, verbringen sie des Öfteren die Abende zusammen. Dabei spürt man jedes Mal das Knistern und Prickeln. Sie wollen sich, aber dürfen nicht und sehen das Ganze als Spiel an. Aber was ist, wenn aus Spiel ernst wird? Können sie der Versuchung widerstehen oder siegt die Anziehungskraft?

Da Jayden in ihren jungen Jahren ziemlich schnell erwachsen sein musste, ist sie eine starke Persönlichkeit. Sie weiß, was sie will und lässt sich auch nicht von Hunter den Mund verbieten. Hunter lässt dies natürlich nicht kalt. Er ist klug, hört ihr zu und hat Verständnis für ihre Situation. Denn auch er hatte es in seiner Vergangenheit nicht einfach, vielleicht gerade deswegen, können sie sich auf eine Weise besser verstehen als andere mit diesem Altersunterschied. Ich mochte beide von Anfang an sehr gerne.

Ich konnte die Emotionen und das Verbotene spüren. Ich fieberte regelrecht mit, was in der nächsten Sekunden passiert. Es gab einige Spannungsmomente, die mein Herz zum Rasen brachten. Aber auch teilweise die Zweifel, die Hunter und Jayden umgeben, und zugleich die Hingabe, konnte ich sehr gut nachfühlen. Auch die Dialoge zwischen den beiden geben der Geschichte das gewisse Prickeln. Sie sind witzig, provokant und ziehen sich dadurch an.
Da die Geschichte aus der Perspektive von Hunter und Jayden geschrieben ist, bekommt man einen guten Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt beider. So wird man noch mehr in die Story gezogen und spürt die Anziehungskraft.

Ich will nicht sagen, dass ich förmlich an den Seiten klebte, aber am liebsten hätte ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Ich bin echt verliebt in die Geschichte und hätte auch gerne einen Mr. Grayson.

Aber auch die Themen, die Penny in dieser Geschichte anspricht, gerade was den Altersunterschied betrifft, sind gut herausgearbeitet. Und die Botschaft, die sie ihr vermitteln möchte, konnte ich gut nachempfinden. Gegen Gefühle kann man nichts machen und am Ende siegt die Liebe oder so.

Das Buch gehört definitiv mit zu meinen Highlights. Die Geschichte konnte mich gefangen nehmen und aus dem Alltag entfliehen lassen. Sie war berührend, bewegend, aufregend, erfrischend, verboten, voller Gefühl und noch so vieles mehr. Ich hatte zudem ständiges Kopfkino. Am liebsten würde ich die Geschichte sofort noch einmal lesen.

Bitte, liebe Penny, mehr davon.

Fazit:
Heiß, verboten, sexy…das ist Summer Lessons. Es ist eine sommerliche und prickelnde Liebesgeschichte, die ich genau zur richtigen Zeit gelesen habe. Ich bin einfach hin und weg. Die Charaktere, die Dialoge und das Zusammenspiel passen einfach perfekt. Einfach herzerwärmend und toll. So, nun warte auf meinen Mr. Grayson.;)

Bewertung: 5+ / 5

Montag, 3. Juni 2019

[Rezension] The Mister

Autorin: E. L. James

Titel: The Mister

Verlag: Goldmann

Seiten: 608

Erscheinungsdatum: 20.04.2019

Preis: 15,00 € (Taschenbuch)

Klappentext:
"London 2019. Das Leben meint es gut mit Maxim Trevelyan. Er ist attraktiv, reich und hat Verbindungen in die höchsten Kreise. Er musste noch nie arbeiten und hat kaum eine Nacht allein verbracht. Das alles ändert sich, als Maxim den Adelstitel, das Vermögen und die Anwesen seiner Familie erbt – und die damit verbundene Verantwortung, auf die er in keiner Weise vorbereitet ist. Seine größte Herausforderung stellt aber eine geheimnisvolle, schöne Frau dar, der er zufällig begegnet. Wer ist diese Alessia Demachi, die erst seit Kurzem in England lebt und nichts besitzt als eine gefährliche Vergangenheit? Maxims Verlangen nach dieser Frau wird zur glühenden Leidenschaft – einer Leidenschaft, wie er sie noch nie erlebt hat. Als Alessia von ihrer Vergangenheit eingeholt wird, versucht Maxim verzweifelt, sie zu beschützen. Doch auch Maxim hütet ein dunkles Geheimnis."

Meine Meinung:

Ein neues Buch von E. L. James, der Autorin der Fifty Shades of Grey-Reihe…als ich das erfahren habe, war ich neugierig auf das Buch geworden. Auch auf der Leipziger Buchmesse wurde das Buch angepriesen und ich wollte mich gerne auf ein Exemplar bewerben.

In der Geschichte geht es um Maxim, der durch den Tod seines Bruders den Adelstitel eines Earls erhält, und um Alessia, die kürzlich nach England gekommen ist und bei Maxim putzt. Hier stellt sich schon heraus, dass man auf zwei unterschiedliche Gesellschaftsschichten trifft.

Maxim ist sexy und ein Aufreißer, der nichts von Beziehungen hält und fast jeden Tag eine andere Frau im Bett braucht. Allerdings als Alessia in seiner Wohnung auftaucht, ist es sofort um ihn geschehen. Er denkt zwar trotzdem oft nur an das Eine und Körperliche, aber dennoch kommt er nicht von ihr los.

Alessia ist dahingehend schüchtern und wortkarg. Nach und nach erfährt man, woher sie kommt (aus Albanien) und das ihr Weg nach England beschwerlich war. Alessia fühlt sich auch schwer zu Mister Maxim hingezogen, da sie so eine Pracht von Mann noch nie gesehen hat.

An sich klingt es nach einer netten Story, aber die Umsetzung war leider ziemlich schlecht.

Als erstes bin ich über den Schreibstil gestolpert. Es gibt zwei Erzählperspektiven. Aus Maxims Sicht wird aus der Ich-Perspektive erzählt und aus Alessias aus der dritten Person. Nachdem ich mich daran gewöhnt habe, kam ich besser in die Story hinein. Aber dennoch konnte mich die Geschichte nicht vom Hocker reißen. Die Dialoge waren manchmal einfach nur plump und es kam keine richtigen Emotionen auf. Die Charaktere blieben eher oberflächlich und flach. So konnte ich keine großen Gefühle zu der Liebe zwischen den beiden entwickeln und die Anziehung wurde meist nur auf das Körperliche reduziert. Man erfährt so gut wie gar nichts über die Charaktere, außer der Gemeinsamkeit, dass sie gerne Piano spielen. Auch die Nebencharaktere spielten kaum eine Rolle.
Man merkt zwar, dass Maxim um seinen Bruder trauert, aber auch dort fehlte es mir an jeglichen Emotionen. Es wird nur hier und da mal erwähnt.

Zwischendurch war ich schon kurz davor, das Buch abzubrechen, da sich dieses einfach nur in die Länge zog und vor sich hinplätscherte. Aber durch Alessias Vergangenheit kam dann noch etwas Drama auf und dies steigerte die Spannung. So wollte ich dann doch wissen, wie das ganze Drama ausgeht. Zum Ende hin kamen die Charaktere auch etwas aus sich heraus, sodass doch noch etwas Sympathien entwickeln konnte.

E. L. James greift hier Themen wie Flüchtlinge und Menschenhandel auf, aber geht jedoch dazu nicht mehr in die Tiefe. Alles wird nur oberflächlich behandelt.

Im Nachhinein frage ich mich, wie sie 600 Seiten damit füllen konnte. Vielleicht wäre etwas mehr Spannung aufgekommen, wenn man nicht alles so ausgedehnt hätte und manches nicht immer wiederholt hätte. Außerdem war vieles auch vorhersehbar.

Einzig hervorzuheben ist, dass E. L. James die Orte um London und Cornwall anschaulich dargestellt hat.

Fazit:

An sich eine nette Idee. Aber leider hat mir die Umsetzung nicht wirklich gefallen. Es gab einfach zu viele Durststrecken im Buch, erst gegen Ende kam etwas Spannung auf. Die Dialoge waren ziemlich flach, aber auch die Charaktere blieben eher oberflächlich. Ich habe von der Geschichte mehr erwartet und wurde ziemlich enttäuscht. Es kommt defintiv nicht an FSOG heran, denn da hing förmlich an den Seiten und da gab es mehr Spannungsmomente.

Bewertung: 2 / 5

Vielen Dank an den Goldmann Verlag, für das Rezensionsexemplar.

Sonntag, 2. Juni 2019

Rückblick auf den Mai

Hallöchen ihr Lieben,
aheute gibt es wieder meinen Monatsrückblick. Ich bin meinem Schnitt treu geblieben. Im Mai habe ich auch wieder vier Bücher gelesen. Gerne könnten es mehr sein, aber irgendetwas kommt immer dazwischen.

Meine gelesenen Bücher im Mai:



- Cat & Cole 2 - Ein grausames Spiel (Rezension: 4,5/5 - Link)
- Wir. Hier. Jetzt. von K. A. Tucker(Rezension: 5/5 - Link)
- Paris, die Liebe und andere Lügen (Rezension: 3/5 - Link)
- The Mister von E. L. James (Rezension folgt)


Einige Bücher haben mich gut bis sehr gut unterhalten. Ein Highlight war für mich "Wir. Hier. Jetzt." von K. A. Tucker. Ein wirklich berührende und etwas tragische Liebesgeschichte, die mich begeistern konnte. Leider war auch ein Flop dabei. "The Mister" von E. L. James konnte mich nicht richtig überzeugen. Die Geschichte war etwas flach und zog sich teilweise.

Im Mai hatte ich einige Neuzugängen, aber nicht soviele wie im Vormonat. Ein Buch habe ich geschenkt bekommen, ein Buch habe ich gewonnen und das eine habe ich zur Leserunde erhalten.



+ Ophelia Scale - Die Welt wird brennen von Lena Kiefer
"Die 18-jährige Ophelia Scale lebt im England einer nicht zu fernen Zukunft, in dem Technologie per Gesetz vom Regenten verboten ist. Die technikbegeisterte und mutige Kämpferin Ophelia hat sich dem Widerstand angeschlossen und wird auserkoren, sich beim royalen Geheimdienst zu bewerben. Gelingt es ihr, sich in dem harten Wettkampf durchzusetzen, wird sie als eine der Leibwachen in der Position sein, ein Attentat auf den Herrscher zu verüben. Doch im Schloss angekommen, verliebt sie sich unsterblich in den geheimnisvollen Lucien – den Bruder des Regenten. Und nun muss Ophelia sich entscheiden zwischen Loyalität und Verrat, Liebe und Hass ..."

+ H.O.M.E. - Die Mission von Eva Siegmund
"Es ist so weit. Die Akademie hat Zoë und ihre Crew auf die Mission geschickt, auf die sie so lange und akribisch vorbereitet wurden. Doch die Vorzeichen könnten schlechter nicht sein: Zoë weiß inzwischen, welche finsteren Motive ihre Ausbilder antreiben und wie sehr sie getäuscht wurde. Auch das lange ersehnte Wiedersehen mit Jonah wird von der Anwesenheit seines Rivalen Kip überschattet und als die Crew am Ziel ihrer Mission ankommt, scheint ihr Scheitern vorprogrammiert. "

+ First Comes Love - Liebe mich, wenn du dich traust von Katie Kacvinsky
"Gray ist dunkel und in sich gekehrt. Dylan dagegen sprüht geradezu vor Lebenslust. Als sie den geheimnisvollen Typen auf dem Campus anspricht, ahnt sie nicht, welche Abgründe sich hinter den Mauern verbergen, die Gray um sich hochgezogen hat. Er hat einen großen Verlust erlitten - und die Trauer lässt ihn kaum noch zu Atem kommen. Erst Dylan, exzentrisch und spontan, lockt ihn langsam zurück ins Leben. Gemeinsam machen sie in ihrem klapprigen Auto einen Roadtrip, der sie bis in die Wüste führt. Sie adoptieren einen zotteligen Hund, schreiben eine Ode an einen Kaktus und philosophieren über das Leben. Und während sie unterwegs sind, öffnen sie sich einander mehr und mehr ..."

Wie lief bei euch der Mai? Hattet ihr ein Highlight?

Liebe Grüße, Apathy

Freitag, 31. Mai 2019

[Rezension] Paris, die Liebe und andere Lügen

Autorin: Claire Morin

Titel: Paris, die Liebe und andere Lügen

Verlag: dtv - bold

Seiten: 288

Erscheinungsdatum: 18.04.2019

Preis: 12,95 € (Taschenbuch)

Klappentext:
"Paris im Mai und endlich das lang ersehnte Wiedersehen mit ihrer besten Freundin Laura, die vor einem Jahr in die Stadt der Liebe gezogen ist. Anna kann es kaum erwarten! Tatsächlich geht die Reise schon gut los: Auf der Zugfahrt lernt Anna Joe kennen, mit dem sie sich für die nächsten Tage verabredet. Den vielen Nachrichten zufolge, die Joe ihr nach der Ankunft in Paris schickt, scheint es bei Joe mindestens so gefunkt zu haben wie bei ihr. Doch noch bevor das ersehnte erste Rendezvous stattfinden kann, kommt das böse Erwachen: Auf einer Party von Lauras Klasse lernt Anna endlich »Einstein« kennen, den Jungen, von dem Laura ihr seit Wochen vorschwärmt und mit dem sie anscheinend seit kurzem zusammen ist. Der jedoch ist kein anderer als Joe!"

Meine Meinung:

Paris, die Stadt der Liebe...das klang für mich nach einer schönen frischen sommerlichen Liebesgeschichte. Deswegen war ich neugierig auf das Buch geworden.

Der Einstieg fiel mir nicht schwer, da die Autorin einen einfachen und jugendlichen Schreibstil hat. Da bin ich auch schon beim Thema. Das Buch ist wirklich an Jugendliche gerichtet. Die Protagonisten sind im Jugendalter, stehen kurz vor ihrem Abschluss und machen erste Erfahrungen mit der großen Liebe.

Hier geht es um die zwei besten Freundinnen, Anna und Laura, die feststellen müssen, dass sie sich in den gleichen Jungen verliebt haben. Jedoch erzählt Anna ihrer besten Freundin Laura nicht gleich davon. Dann kommt es, wie es kommen muss, es kommt zum großen Knall und das ausgerechnet in der Stadt der Liebe.

Das Kennenlernen zwischen Anna und Joe fand ich schön und realistisch dargestellt. Es könnte doch tatsächlich passieren, dass man einen Typen im Zug kennenlernt und man sich auf Anhieb gut versteht. Das genau ist Anna passiert, auf den Weg zu ihrer besten Freundin nach Paris.

Die Freundschaft zwischen Anna und Laura wird eher distanziert und zögerlich dargestellt. Ich konnte es nachvollziehen, wenn man sich lange nicht gesehen hat, muss man sich erst einmal wieder aneinander 'gewöhnen'. Jedoch wurde die Freundschaft immer wieder so beschrieben, dass die Beiden eigentlich gar nicht zusammen passen und man sich fragt, warum sie dann überhaupt befreundet sind. Das hat mich ein wenig gestört.

Anna ist ein ruhiger und intelligenter Charakter. Sie interessiert sich für Naturwissenschaften und ist nicht das typische Teenie-Mädchen. Im Gegensatz zu Laura. Sie interessiert sich eher für sich selber. Dadurch wirkte sie arrogant und nicht sehr sympathisch. Außerdem sind sie in unterschiedlichen Verhältnissen aufgewachsen, denn Anna muss immer wieder für Bedürfnisse kämpfen, da ihre Eltern ihr nicht alles erlauben.
Man sagt zwar, dass sich Gegensätze anziehen, aber hier wurde immer mal wieder die Zweifel an der Freundschaft gehegt. Manche Verhaltensweise der Beiden waren für mich nicht nachvollziehbar. Ich konnte nicht verstehen, warum Anna ihrer besten Freundin nicht erzählt, dass sie Joe bereits kennengelernt hat. Denn in einer Freundschaft sollte man sich doch vertrauen können. Aber wahrscheinlich ist es im Teenie-Alter so und man schafft sich solche Probleme.

Die Liebesgeschichte zwischen Anna und Joe konnte ich gut nachempfinden, da sie sich gut verstehen und einige Gemeinsamkeiten haben. Diese ging zwar schnell vonstatten, aber wenn man sich auf Anhieb gut versteht, warum nicht. Joe war mir hier durchaus der sympathischere Part in diesem Buch. Aber auch der Bruder von Anna ist mir positiv aufgefallen, der eine Nebenrolle einnimmt. Er bewies sich als Beschützer und bodenständiger Kerl.

Was mir gefallen hat, dass die Autorin die Orte von Paris gut beschreiben konnte und anschaulich dargestellt hat. Es wirkte so, als würde man selbst mitten in Paris stehen.

Fazit:
Unter dem Aspekt, dass das Buch durchaus an die jüngere Leserschaft gerichtet ist, ist es ein leichte und nachvollziehbare Liebesgeschichte. Mit etwas Drama und ein paar Zickereien wird das Buch hier und da aufgepeppt. Außerdem hat die Autorin einen anschaulichen und leichten Schreibstil, sodass man schnell durch das Buch gezogen wird. Einzig die Freundschaft zwischen Anna und Laura bzw. ihre Verhaltensweisen konnte ich nicht immer nachvollziehen.

Bewertung: 3 / 5

Vielen Dank an den dtv-Verlag, für das Rezensionsexemplar.

Dienstag, 28. Mai 2019

[Rezension] Wir. Hier. Jetzt

Autorin: K. A. Tucker

Titel: Wir. Hier. Jetzt.

Verlag: dtv - bold

Seiten: 384

Erscheinungsdatum: 18.04.2019

Preis: 10,90 € (Taschenbuch)

Klappentext:
"Wham! Mit jedem Schlag auf den Sandsack geht es Kacey besser. Seit sie mit ihrer kleinen Schwester vor ihrem gewalttätigen Onkel nach Florida flüchtete, ist das Fitness-Center der einzige Ort, an dem sie bei sich ist. Mit aller Macht verdrängt sie, was damals geschah, als bei einem Unfall ihre ganze Familie starb.
Wham! Als Trent vor ihr steht, ist es um ihre sorgfältig errichtete Fassade geschehen. Er ist unverschämt, undurchschaubar und wahnsinnig sexy. Und er hat ein Geheimnis, das Kaceys Leben für immer verändern könnte..."

Meine Meinung:

Der Klappentext sprach mich sofort an, verrät zwar auch schon einiges, aber ich wollte gerne wissen, was es mit Trent auf sich hat. Ich hatte zwar schon mit etwas dramatischem gerechnet, aber dennoch wurde ich überrascht, da es anders ist als ich dachte.

Wir. Hier. Jetzt. ist mehr als ich erwartet habe, so viel mehr. Die Geschichte ließ sich sehr angenehm, herzlich und lieblich lesen. Der Schreibstil der Autorin ist einfach schön und emotionsgeladen. Er löste einen Lesesog bei mir aus. Sobald ich mal nicht lesen konnte, habe ich wieder an die Geschichte gedacht. Ich musste so schnell wie möglich weiterlesen.

Das lag zu einem an den Charakteren, die alle auf ihre Art liebreizend und vielschichtig sind, und an der Geschichte selbst. Es ist nicht nur einfach eine Geschichte für Zwischendurch, sondern eine, die noch nachwirkt.

Kacey hat ein dickes Päckchen zu tragen. Dadurch schottet sie sich eher ab und lässt kaum jemanden an sich heran. Ihr einziges Ventil ist das Kickboxen. Sie kommt etwas rüppig und abweisend herüber. Ihre kleine Schwester Livie weißt sie daher öfter mal in die Schranken, obwohl sie ebenfalls diesen Schicksalsschlag erlitten hat.

Nachdem Kacey und Livie gemeinsam von ihrer Tante und ihrem Onkel geflohen sind, bauen sie sich ein neues Leben in Miami auf. Kacey will einfach nur, dass es Livie gut geht und sie beschützen. Im neuen Zuhause lernen sie die Nachbarin Storm mit ihrer Tochter Mia kennen. Nach anfänglicher Distanz freunden sie sich an. Denn hinter Storm steckt eine herzliche und liebenswerte Person, die es zwar auch nicht immer einfach im Leben hatte, aber sich nicht so leicht abwimmeln lässt. Aber auch bei ihrem Nachbar Trent, den Kacey öfter im Waschraum begegnet und der unverschämt und gutaussehend ist, wächst die Zuneigung. Eigentlich möchte sie keinen Mann zu nah an sich heranlassen, aber ihm kann sie sich alsbald nicht mehr entziehen. Durch ihn lässt sie wieder Nähe zu und wird offener. Aber auch Trent hat ein Geheimnis, welches die Liebe zwischen den Beiden mehr als auf die Probe stellt.

Auch wenn ich nach einer Weile ahnte, welches Geheimnis Trent hütet, war die Auflösung dennoch sehr gut umgesetzt. Ich fühlte mit und konnte die Emotionen spüren.

Ich konnte jeden einzelnen Charakter gut verstehen und deren Handlungen nachvollziehen. Jeder ist auf seine Art liebenswert und ich schloss sie alle zugleich in mein Herz.

Eine Geschichte, die berührt, begeistert, nachdenklich macht und wo man auch mal ein Tränchen wegblinzeln muss. Einfach eine Geschichte, die verschiedenartige Emotionen auslöste. Es ist aber auch ein Buch, welches authentisch dargestellt, tiefsinnig und facettenreich ist.

Es ist auch mal wieder ein Buch, wo ich eigentlich viel mehr beschreiben möchte, wie sehr es mir gefallen hat, aber alles kann ich gar nicht einfangen. Es ist eine liebevolle Mischung von allem, von den vielschichtigen Charakteren, aber auch den tragischen und humorvollen Momente, die das Buch lebendig machen.
Kurz gesagt: Ich war ziemlich schnell der Geschichte verfallen und bin vollends begeistert.

Fazit:
Die Geschichte lebt durch ihre verschiedenartigen Charaktere und auch durch die vielen Emotionen. Eine sehr gut umgesetzte Handlung, die berührt, tragisch, tiefsinnig ist und wo man mitfühlen kann. K.A. Tucker hat eine lebendige Geschichte geschaffen, die mich von Anfang bis Ende begeistern konnte. Ich freue mich schon mehr von der Autorin zu lesen, die mit „Wir. Hier. Vielleicht?„ eine Fortsetzung bringt, in der es um Livie geht.

Bewertung: 5 / 5

Vielen Dank an Bold (dtv-Verlag), für das Rezensionsexemplar.

Sonntag, 19. Mai 2019

[Rezension] Cat & Cole - Ein grausames Spiel

Autorin: Emily Suvada

Titel: Cat & Cole - Ein grausames Spiel

Verlag: Planet! (Thienemann-Esslinger)

Seiten: 464

Erscheinungsdatum: 11.04.2019

Preis: 17,00 € (Broschiert)

Klappentext:
"Cat ist erschöpft, verwundet und schockiert über die grausame Entdeckung über ihren Vater. Sein Plan: die komplette Menschheit nach seinen Wünschen umzuprogrammieren. Cat und Cole müssen ihn aufhalten und dafür eine Allianz mit dem Feind eingehen. Aber überall warten Lügen und Betrug. Cat muss alles und jeden, dem sie vertraut, infrage stellen. Und während ihr Vater immer zwei Schritte voraus ist, stellen sich Cats Geheimnisse, versteckt in ihrem eigenen Kopf, als größte Bedrohung heraus ..."

Meine Meinung:

Achtung...evtl. Spoiler, da Band 2 einer Reihe!

Das Cover steht seinem Vorgänger in nichts nach. Die Farbintensität ist überwältigend, aber auch der Inhalt ist wieder sehr elektrisierend.

Nachdem man in Band 1 gedacht hat, dass die Menschheit gerettet ist, weil ein Impfstoff gegen das Virus gefunden wurde, ist man weit gefehlt. Denn das Virus ist mutiert und neue Gefahren lauern; zu einem ist das Virus, zum anderen die Gentechnologie, die immer mehr Formen annimmt. Der Kampf beginnt von neuem. Was ist außerdem mit Cat los? Kann sie sich vor den Gefahren schützen? Wer ist Freund und wer ist Feind?

In diesem Band geht es noch mehr um technische Details als im ersten Band. Hier und da muss man seine Aufmerksamkeit darauf legen. Aber auch neue Charaktere kommen hinzu, die der Geschichte neue Spannung verleihen. Die Autorin trumpft wieder mit einen Setting, welches technologische und wissenschaftliche Details bereithält. Ebenso strahlt ihre Sprache durch Intelligenz und Komplexität. Aber auch von brutalen Szenen wird man nicht verschont. Für die Geschichte ergibt dies eine gute Mischung.

Die Charaktere sind wieder faszinierend dargestellt, die einige Überraschungen bereithalten. Jedoch gehen in diesem Band Cat und Cole eher auf Distanz. Es gibt zwar ein paar Szenen, wo sich wieder etwas näher kommen, aber das Hauptaugenmerk liegt nicht auf der romantischen Seite. Es geht ums Überleben und Kämpfen. Auch Mato, der neu in die Geschichte eingefügt wird, ist ein interessanter Charakter, aus dem man nicht ganz schlau wird. Manchmal mochte ich ihn, aber auch manchmal war ich ihm gegenüber misstrauisch. Es blieb dadurch immer wieder spannend. Man rätselt bei einigen Charakteren mit, wer gutes und wer böses will.

Auch in diesem Band passiert wieder sehr viel, sodass man aufmerksam lesen muss. Aber ich muss sagen, dass mir Band 1 einen Tick besser gefallen hat. Es wurde mehr auf zwischenmenschliche Beziehungen eingegangen. Hier wird man mit technischen Elementen überhäuft. Aber auch für die Protagonisten ist es nicht einfach, weil sie teilweise nicht wissen, wer sie wirklich sind. Man muss der Fantasie freien Lauf lassen, besonders in Bezug auf Cat. Zu einem war es sehr interessant zu lesen, aber dennoch etwas befremdlich.

Den Nervenkitzel, den ich schon in Band 1 spüren konnte, empfand ich auch hier wieder. Die Autorin schafft es immer wieder neue Details oder Wendungen einzubauen, die einen überraschen lassen und fassungslos machen. Man wird von Spannung, Genialität und Komplexität nicht verschont. Der temporeiche Erzählstil trägt einiges dazu bei. Außerdem ist er leicht, wendig und auch vielschichtig. Alles im allen eine besondere, beeindruckende und atemberaubende Mischung.

Am Ende wurde das Tempo noch einmal kräftig angezogen. Man erfährt so einiges, aber einiges bleibt offen, was auf eine Fortsetzung hoffen lässt. Ich bitte sogar sehr darum!

Fazit:
Eine spannende Fortsetzung der Dystopie, die mit technischen Details trumpft. Aber auch wird man wieder mit Komplexittät, Genialität und Spannung konfrontiert, die die Geschichte lebendig machen. Ebenso tragen die starken Charaktere einiges dazu bei. Die Autorin hat wieder eine Welt geschaffen, die gut durchdacht, anspruchvoll und intelligent aufgebaut ist. Ich hoffe auf eine Fortsetzung, da dieser Band noch einige Fragen offen lässt.

Bewertung: 4,5 / 5

Vielen Dank an den Thienemann-Esslinger Verlag für das Rezensionsexemplar.

Donnerstag, 9. Mai 2019

Rückblick auf den April

Hallöchen ihr Lieben,
im April hätte ich gerne noch mehr gelesen. Trotz Urlaub bin ich nicht so richtig dazu gekommen. Aber vier Bücher ist auch schon eine Menge für mich.:)

Meine gelesenen Bücher im April:



- Berühre mich. nicht von Laura Kneidl (Rezension: 4,5/5 - Link)
- Verliere mich. nicht von Laura Kneidl (Rezension: 4,5/5 - Link)
- Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus (Rezension: 4/5 - Link)
- First Comes Love von Katie Kacvinsky (Rezension: 3,5/5 - Link)


Es waren sehr schöne Bücher, die ich gelesen habe. Besonders hat mir Berühre mich. nicht und Verliere mich. nich von Laura Kneidl gefallen. Ein schöne herzerwärmende und romantische Buchreihe.

Ein paar Bücher, welche ich bereits im März gelesen habe, habe ich noch rezensiert:

- On the Come Up von Angie Thomas (Rezension: 4/5 - Link)
- Elias & Laia - In den Fängen der Finsternis (Rezension: 4,5/5 - Link)


Im April ging es wieder hoch her mit den Neuzugängen, darunter waren viele Rezensionsexemplare, ein Gewinn und ein gekauftes Buch (Buchbox).



+ Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus von Susanne Hasenstab
"Katja ist Anfang dreißig und arbeitet beim »Sonntags-Blitz«, der Gratis-Zeitung ihres Heimatorts, bei der sie nach dem Praktikum irgendwie hängen geblieben ist. Während ihr Freund Jonas das Projekt Eigenheim vorantreibt, überkommt Katja beim Brunch mit werdenden Müttern und Pärchenausflügen zur »langen Nacht der Musterhäuser« zunehmend ein Gefühl der Beklemmung. Sie flüchtet sich in einen schrägen Zirkel kleinstädtischer Möchtegernliteraten und -künstler und begegnet auf einer der alkoholgeschwängerten Abendveranstaltungen dem Krimiautor Robert Klotzky, dem mit »Die Geschändeten von Heusenstamm« ein Überraschungserfolg gelang – und der auch bei Katja einen bleibenden Eindruck hinterlässt."

+ Wir. Hier. Jetzt von K. A. Tucker
"Wham! Mit jedem Schlag auf den Sandsack geht es Kacey besser. Seit sie mit ihrer kleinen Schwester vor ihrem gewalttätigen Onkel nach Florida flüchtete, ist das Fitness-Center der einzige Ort, an dem sie bei sich ist. Mit aller Macht verdrängt sie, was damals geschah, als bei einem Unfall ihre ganze Familie starb.
Wham! Als Trent vor ihr steht, ist es um ihre sorgfältig errichtete Fassade geschehen. Er ist unverschämt, undurchschaubar und wahnsinnig sexy. Und er hat ein Geheimnis, das Kaceys Leben für immer verändern könnte..."

+ Paris, die Liebe und andere Lügen von Claire Morin
"Paris im Mai und endlich das lang ersehnte Wiedersehen mit ihrer besten Freundin Laura, die vor einem Jahr in die Stadt der Liebe gezogen ist. Anna kann es kaum erwarten! Tatsächlich geht die Reise schon gut los: Auf der Zugfahrt lernt Anna Joe kennen, mit dem sie sich für die nächsten Tage verabredet. Den vielen Nachrichten zufolge, die Joe ihr nach der Ankunft in Paris schickt, scheint es bei Joe mindestens so gefunkt zu haben wie bei ihr. Doch noch bevor das ersehnte erste Rendezvous stattfinden kann, kommt das böse Erwachen: Auf einer Party von Lauras Klasse lernt Anna endlich »Einstein« kennen, den Jungen, von dem Laura ihr seit Wochen vorschwärmt und mit dem sie anscheinend seit kurzem zusammen ist. Der jedoch ist kein anderer als Joe!"

+ Cat & Cole 2 - Ein grausames Spiel von Emily Suvada
"Cat ist erschöpft, verwundet und schockiert über die grausame Entdeckung über ihren Vater. Sein Plan: die komplette Menschheit nach seinen Wünschen umzuprogrammieren. Cat und Cole müssen ihn aufhalten und dafür eine Allianz mit dem Feind eingehen. Aber überall warten Lügen und Betrug. Cat muss alles und jeden, dem sie vertraut, infrage stellen. Und während ihr Vater immer zwei Schritte voraus ist, stellen sich Cats Geheimnisse, versteckt in ihrem eigenen Kopf, als größte Bedrohung heraus ..."

+ The Mister von E. L. James
"London 2019. Das Leben meint es gut mit Maxim Trevelyan. Er ist attraktiv, reich und hat Verbindungen in die höchsten Kreise. Er musste noch nie arbeiten und hat kaum eine Nacht allein verbracht. Das alles ändert sich, als Maxim den Adelstitel, das Vermögen und die Anwesen seiner Familie erbt – und die damit verbundene Verantwortung, auf die er in keiner Weise vorbereitet ist. Seine größte Herausforderung stellt aber eine geheimnisvolle, schöne Frau dar, der er zufällig begegnet. Wer ist diese Alessia Demachi, die erst seit Kurzem in England lebt und nichts besitzt als eine gefährliche Vergangenheit? Maxims Verlangen nach dieser Frau wird zur glühenden Leidenschaft – einer Leidenschaft, wie er sie noch nie erlebt hat. Als Alessia von ihrer Vergangenheit eingeholt wird, versucht Maxim verzweifelt, sie zu beschützen. Doch auch Maxim hütet ein dunkles Geheimnis."

+ Das kalte Reich des Silbers von Naomi Novik
"Mirjem ist die Tochter eines gutherzigen Pfandleihers, der es nicht über sich bringt, Schulden einzutreiben. Als die Familie deshalb bittere Armut leidet, tritt Mirjem an die Stelle ihres Vaters. Unnachgiebig fordert sie zurück, was ihr zusteht. Sie ist erfolgreich, und bald heißt es, sie könne Silber zu Gold machen. Die Kunde davon dringt bis tief in die Wälder, zum gefürchteten Volk der Staryk – magische Wesen, die mehr aus Eis bestehen als aus Fleisch und Blut. Der König der Staryk entführt sie in sein Reich. Dort soll sie für ihn Silber zu Gold machen. Tut sie das nicht, wird der Staryk sie töten. Doch gleichzeitig versinkt die Menschheit nun in Kälte …"

+ Summer Lessons von Penny L. Chapman
"Hunter
Der Plan schien simpel. Sie zieht bei uns ein und spart Geld, bis sie sich etwas Eigenes leisten kann. Doch Stück für Stück schleicht sie sich in meine Gedanken. Es ist nur ein Spiel und trotzdem schlägt mein Herz schneller, wenn wir uns nachts am Pool begegnen. Alles könnte einfach sein, wäre ich nicht der Vater ihrer besten Freundin. Ich darf dich nicht wollen …
Jayden
Ich dachte, sobald meine Mutter auf Entziehungskur ist, wird es leichter. Ich hatte gehofft, die nächsten drei Monate einfach neunzehn sein zu dürfen. Zu feiern, mich mit Freunden zu treffen und für die Uni zu lernen. Ich habe mich geirrt. Ich hätte nicht bei ihm einziehen dürfen. Aber es ist zu spät. Ich habe eine Grenze überschritten, die mein ganzes Leben verändern wird. Summer Lessons ist ein Einzelband."

So sah der April bei mir aus. Wie lief er bei euch?

Liebe Grüße, Apathy

Mittwoch, 8. Mai 2019

[Rezension] First Comes Love

Autorin: Katie Kacvinsky

Titel: First Comes Love

Verlag: ONE

Seiten: 240

Erscheinungsdatum: 29.04.2019

Preis: 10,00 € (Taschenbuch)

Klappentext:
"Gray ist dunkel und in sich gekehrt. Dylan dagegen sprüht geradezu vor Lebenslust. Als sie den geheimnisvollen Typen auf dem Campus anspricht, ahnt sie nicht, welche Abgründe sich hinter den Mauern verbergen, die Gray um sich hochgezogen hat. Er hat einen großen Verlust erlitten - und die Trauer lässt ihn kaum noch zu Atem kommen. Erst Dylan, exzentrisch und spontan, lockt ihn langsam zurück ins Leben. Gemeinsam machen sie in ihrem klapprigen Auto einen Roadtrip, der sie bis in die Wüste führt. Sie adoptieren einen zotteligen Hund, schreiben eine Ode an einen Kaktus und philosophieren über das Leben. Und während sie unterwegs sind, öffnen sie sich einander mehr und mehr ..."

Meine Meinung:

Die Leseprobe zum Buch gefiel mir sehr gut. Deshalb hatte ich mich auf die Leserunde beworben. Gerne wollte ich in die Geschichte um Gray und Dylan eintauchen.

Durch den sehr schönen und fast schon poetischen Schreibstil fiel mir der Einstieg in die Geschichte nicht schwer. Die Autorin hat eine schöne Art zu schreiben, die eine Dynamik im Lesefluss entwickelte. Dazu trug auch bei, dass die Geschichte aus den Perspektiven beider geschrieben wurde.

Das Kennenlernen zwischen Gray und Dylan gefiel mir gut. Sie lernen sich auf dem Campus kennen und danach beginnt eine kleine Reise für die Beiden, eine Reise in die Vergangenheit und auch eine in die Zukunft. Schnell stellt man fest, dass die Beiden nicht unterschiedlicher sein könnten. Gray ist in sich geschlossen und hat eine Mauer um sich gebaut, welche auf seiner Vergangenheit beruht. Dylan ist dagegen eine lebenslustige Person, wissbegierig und leicht flatterig. So unterschiedlich wie sie auch sind, umso mehr ziehen sie sich an.

Leider kam es so, dass die Liebesgeschichte mir etwas zu schnell ging. Auf einmal waren die Gefühle von Gray da. Die Beiden verbringen viel Zeit zusammen, aber die Gefühle konnte mir die Autorin hier nicht vermitteln. Hierbei hätte sie sich etwas mehr Zeit lassen können. Sie beschränkt sich doch eher auf die Vergangenheit von Gray und auf die gegenwärtigen Erlebnisse, die durch die Abenteuerlust von Dylan hervorgerufen werden. Bei den Erlebnissen baut die Autorin einige lustige Szenen ein, die mich zum Schmunzeln brachten.

Nach und nach erfährt man, warum Gray so dunkel wirkt und was er erlebt hat. Dylan hilft ihm auf gewisse Weise über das Erlebte zu sprechen und langsam auch seine Mauer einzureißen. Ich konnte mich gut in die Lage von Gray hineinversetzen. Leider blieb mir Dylan zu blass und sie war für mich nicht immer richtig greifbar. Von ihr erfährt man nicht zu viel, woher ihr Eifer und ihre Abenteuerlust kommen. Gerade zum Ende hin fand ich sie teilweise zu egoistisch.

Gray ist zum Ende hin mehr aufgeblüht und bestreitet seinen Weg, was durchaus auch an Dylan liegt. Es gibt kein ganzes Happy End, aber eins, womit man leben und vielleicht im Kopf noch etwas weiter spinnen kann.

Im Ganzen war es eine schöne Geschichte, die nur zu schnell ging. Dabei blieb einiges auf der Strecke. Ein WOW-Effekt, und dass ich die Liebe spüren kann, blieb für mich aus, obwohl die Autorin einen sehr lieblichen Schreibstil hat. Die beiden Charaktere philosophieren über das Leben und führen tiefgründige Gespräche. Dabei müsste/könnte man sich ein paar Textstellen bzw. Zitate herausschreiben.

Zudem kommt das Buch fast ohne Nebencharaktere aus. Es ist eine Geschichte ohne großes Liebesdrama, eine Geschichte, die sich um die Beiden dreht, um das Kennenlernen, Bezwingen der Vergangenheit/unschönen Erlebnissen, neue Abenteuer bis hin zur Liebe und die Zukunft. Das Buch hätte von mir aus noch ein paar Seiten mehr benötigt.

Fazit:
Auf eine Art ist es eine schöne Liebesgeschichte, die jedoch zu schnell vonstattengeht. Die Gefühle konnten mir dadurch nicht richtig übermittelt werden, obwohl viel Gefühl in der Geschichte steckt, untermalt durch den lieblich poetischen Schreibstil. Die Autorin baut zwar schöne Szenen zwischen Gray und Dylan ein, aber der Charakter Dylan blieb mir teilweise zu blass. Mit ein paar Seiten mehr hätte das Buch mein Herz vielleicht erweichen können. Empfehlen würde ich das Buch dennoch als Einstieg für Leser unter 20 Jahre.

Bewertung: 3,5 / 5

Vielen Dank an den One Verlag und die Lesejury, für das Leserundenexemplar.

Montag, 29. April 2019

[Rezension] Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus

Autorin: Susanne Hasenstab

Titel: Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus

Verlag: Limes

Seiten: 416

Erscheinungsdatum: 25.03.2019

Preis: 20,00 € (Hardcover)

Klappentext:
"Katja ist Anfang dreißig und arbeitet beim »Sonntags-Blitz«, der Gratis-Zeitung ihres Heimatorts, bei der sie nach dem Praktikum irgendwie hängen geblieben ist. Während ihr Freund Jonas das Projekt Eigenheim vorantreibt, überkommt Katja beim Brunch mit werdenden Müttern und Pärchenausflügen zur »langen Nacht der Musterhäuser« zunehmend ein Gefühl der Beklemmung. Sie flüchtet sich in einen schrägen Zirkel kleinstädtischer Möchtegernliteraten und -künstler und begegnet auf einer der alkoholgeschwängerten Abendveranstaltungen dem Krimiautor Robert Klotzky, dem mit »Die Geschändeten von Heusenstamm« ein Überraschungserfolg gelang – und der auch bei Katja einen bleibenden Eindruck hinterlässt."

Meine Meinung:

Mir wurde das Buch auf der Buchmesse schmackhaft gemacht. Katharina von Random House hat das Buch so gut beschrieben, dass ich es einfach gerne lesen wollte.

Gleich beim Einstieg merkt man, dass es hierbei nicht um einen 0815 Frauenroman handelt. Der Schreibstil ist sehr humorvoll und auch leicht zu lesen. Ich musste des Öfteren schmunzeln. Ich mochte diese Leichtigkeit des Romans und das Wiederfinden in gewisse Alltagssituationen.

Die Geschichte handelt vom Alltäglichen und der Frage nach der weiteren Lebensführung, aber auch von Abstrusitäten. Diese Absurditäten könnten dennoch Wirklichkeit sein, die etwas überspitzt dargestellt sind.

In der Geschichte geht es um Katja, die eigentlich ein normales Leben führt, dennoch in ihrem Teilzeitjob gefangen ist. Sie wohnt mit ihrem Freund Jonas zusammen, mit dem sie ein langjährige Beziehung führt. Jonas ist auf der Suche nach einem schönen Haus für Katja und sich. Man merkt schnell, dass sich Katja nur widerwillig darauf einlässt. Will sie überhaupt so ein vorbestimmtes Leben führen? Was kommt danach? Musterhaus und Familienplanung? Katja ist irgendwo dazwischen gefangen. An einem Freitagabend tut sich ihr die Möglichkeit auf zu einer Soiree zu gehen. Bei dem Literaturabend "Heinrich, still und leise" lernt sie den Krimiautor Robert Klotzky kennen. Dieser Abend wird ihr Leben auf ungewollte Weise verändern.

Aber auch die Nebenfiguren werden gut integriert und geben der Geschichte einen schönen Handlungsstrang. Man lernt z.b. Inga, die beste Freundin von Katja, kennen. Diese ist genauso bzw. etwas anders gefangen in ihrem derzeitigen Leben. Sie führt ein Beziehung mit einem älteren Mann, der sich den alkoholischen Getränken verschrieben hat. Da bleibt keine Zeit für Familienplanung.

Die Autorin hat gut herübergebracht, wie die Protagonistin Katja in ihrem Leben gefangen ist bzw. dass sie eine gewisse Lethargie ausstrahlt. Ich konnte mich leicht in die Situationen und Gedankengänge hineinversetzen, wahrscheinlich weil ich ebenfalls in diesem Alter bin. Dennoch war einiges vorhersehbar und die große Romantik blieb in dieser Geschichte aus.

Es ist ein Buch, das zum Nachdenken anregt, ob man aus seinem Leben ausbrechen oder aus Bequemlichkeit in der derzeitigen Situation bleiben möchte. Es ist ein Erwachsenenroman, der mit Witz erzählt wird. Außerdem ist eine Lethargie und teilweise Melancholie der Charaktere zu spüren, die sowohl mit absurden Situationen als auch Alltagssituationen konfrontiert werden. Ein interessantes und schön zu lesendes Zusammenspiel, das sich am Ende irgendwie zusammenfügt bis zu einem kleinen Showdown...ausbrechen oder nicht?

Fazit:
Eine Geschichte, die vom Alltäglichen handelt, über Beziehungen und Lebensführung. Manche Situationen sind überspitzt dargestellt, die einen aber Schmunzeln lassen. Die Romantik kommt eher am Rande vor. Ein schöner und leichter Roman, der in gewisser Weise auch zum Nachdenken über das Leben anregt.

Bewertung: 4 / 5

Vielen Dank an den Limes Verlag für das Rezensionsexemplar.

Mittwoch, 24. April 2019

[Rezension] Verliere mich. nicht

Autorin: Laura Kneidl

Titel: Verliere mich. nicht

Verlag: LYX

Seiten: 480

Erscheinungsdatum: 26.01.2018

Preis: 12,90 € (Broschiert)

Klappentext:
"Mit Luca war Sage glücklicher als je zuvor in ihrem Leben. Er hat ihr gezeigt, was es bedeutet, zu vertrauen. Zu leben. Und zu lieben. Doch dann hat Sage' dunkle Vergangenheit sie eingeholt - und ihr Glück zerstört. Sage kann Luca nicht vergessen, auch wenn sie es noch so sehr versucht. Jeder Tag, den sie ohne ihn verbringt, fühlt sich an, als würde ein Teil ihrer selbst fehlen. Aber dann taucht Luca plötzlich vor ihrer Tür auf und bittet sie, zurückzukommen. Doch wie soll es für die beiden eine zweite Chance geben, wenn so viel zwischen ihnen steht?"

Meine Meinung:

Achtung!...Spoiler, da Band 2 einer Dilogie!

Nach Band 1 musste ich sofort Band 2 lesen, da ich wissen wollte, ob die Liebe zwischen Luca und Sage noch eine Chance hat.

Die Geschichte knüpft direkt da an, wo Band 1 aufhörte. Ich fand mich sofort in den Geschehnissen wieder und fieberte mit den Protagonisten mit.

Nach der Trennung von Luca muss sich Sage alleine durchschlagen und auch ihre Vergangenheit aufarbeiten. Jedoch lässt Luca sie nicht einfach los und bittet sie wieder bei sich und April einzuziehen. Langsam nähern sie sich als Freunde wieder an. Auch ihre Liebe, die eigentlich nie verschwunden war, blüht wieder auf bis Sages Vergangenheit sie einholt. Finden Luca und Sage ein Happy End?

Auch im zweiten Band hat mir der Schreibstil von Laura Kneidl gefallen. Er war locker und löste einen fließenden Lesesog aus. Ich schwebte regelrecht durch die Seiten.

Weiterhin wird die Geschichte durch die Ängste von Sage begleitet, aber auch um die Aufarbeitung ihrer Vergangenheit. Hierbei macht Sage eine Entwicklung durch. Sie lernt langsam mit ihren Ängsten umzugehen, dabei wird sie durch Luca unterstützt.

Von der Gefühlsebene her, empfand ich diesen Band fast noch besser als Band 1. Der Fokus wird auf Sage und Luca gelegt. Gefühlschaos, Zweifel und vor allem Anziehungskraft begleiten diese. Ich konnte mich gut darauf einlassen und fand es schön, wie sie sich langsam wieder annähern. Es war einfach schön und emotional zu lesen.

Luca ist mir wirklich sehr ans Herz gewachsen. Er hat schon Bookboyfriend-Potenzial. Er ist aufrichtig, loyal und verständnisvoll. Er macht mit der Zeit keinen Hehl mehr aus seinen Gefühlen. Er überzeugte mich auch in diesem Band wieder sehr.

Leider treten die Nebencharakter etwas mehr in den Hintergrund. Etwas schade, da ich diese auch sehr mochte, vor allem April. Gerne hätte ich zum Ende hin etwas mehr von ihr gelesen, was aus ihrem Liebesleben geworden ist.

Das Ende hat mir soweit gut gefallen, außer dass es dann etwas zu schnell ging.

Weiterhin hat mir gefallen, dass die Geschichte ein ernstes und trauriges Thema behandelt, mit dem die Autorin gut umgegangen ist. So wurde nicht nur eine einfache Liebesgeschichte abgehandelt, sondern eine Geschichte, die sich um Ängste, Panikattacken und Aufarbeitung dreht. Dabei spielt auch Vertrauen eine große Rolle.

Gesamtfazit zur Buchreihe:
Im Großen und Ganzen finde ich es eine großartige Geschichte mit tollen Charakteren und einer schönen Liebesgeschichte, die herzerwärmend ist. Außerdem konnte ich nun einen Einblick in den Schreibstil von Laura Kneidl gewinnen, der mich überzeugen konnte. Gerne möchte noch weitere Werke von ihr lesen.

Bewertung: 4,5/5

Freitag, 19. April 2019

[Rezension] Berühre mich. nicht

Autorin: Laura Kneidl

Titel: Berühre mich. nicht

Verlag: LYX

Seiten: 464

Erscheinungsdatum: 26.10.2017

Preis: 12,90 € (Broschiert)

Klappentext:
"Als Sage in Nevada ankommt, besitzt sie nichts - kein Geld, keine Wohnung, keine Freunde. Nichts außer dem eisernen Willen, neu zu beginnen und das, was zu Hause geschehen ist, zu vergessen. Das ist allerdings schwer, wenn einen die Erinnerungen auf jedem Schritt begleiten und die Angst immer wieder über einen hereinbricht. So auch, als Sage ihren Job in einer Bibliothek antritt und dort auf Luca trifft. Mit seinen stechend grauen Augen und seinen Tätowierungen steht er für alles, wovor Sage sich fürchtet. Doch Luca ist nicht der, der er auf den ersten Blick zu sein scheint. Und als es Sage gelingt, hinter seine Fassade zu blicken, lässt das ihr Herz gefährlich schneller schlagen ..."

Meine Meinung:

Ich habe mir das Buch letztes Jahr bei einer Lesung von Laura Kneidl gekauft und auch signieren lassen. Da ich schon viele positive Meinungen zu dem Buch gehört habe und auch die Lesung mir gefallen hat, bin ich neugierig auf die Geschichte geworden.

Ich bin gut in die Geschichte hineingekommen. Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Er wirkte berührend. Außerdem empfand ich, als würde ich durch die Geschichte schweben. Im Ganzen bereitete er einen sanften Lesefluss.

Man lernt gleich die Protagonistin Sage kennen, die an einem von zu Hause weitentferntem College anfängt zu studieren, um ihrer Vergangenheit zu entfliehen. Dabei muss sie sich ihren Ängsten stellen, vor allem in Bezug auf das männliche Geschlecht. Dabei wird sie auch öfter von Panikattacken begleitet.

Ich konnte mich gut in Sage in hineinversetzen. Nachdem was sie in ihrer Vergangenheit erlebt hat, kann man ihre Ängste und Panikattacken verstehen. Diese wirkten real. Aber dadurch wirkt Sage auf andere eher unnahbar und geheimnisvoll. Eigentlich möchte sie Niemanden wehtun, aber durch das Erlebte stößt sie viele Menschen von sich, da sie ungern über ihre Vergangenheit sprechen möchte.

Dennoch schafft sie es am Campus Anschluss zu finden und trifft auf die sympathische April. Sie ist eine lebenslustige, hilfsbereite Person, die man gerne als beste Freundin haben möchte.

Da Sage kaum Geld in der Tasche hat und zudem in ihrem Transporter wohnt, muss sie sich einen Nebenjob suchen und fängt in der Campus-Bibliothek an zu arbeiten. Dort trifft sie ausgerechnet auf den gutaussehenden Luca, der wie ein Womanizer erscheint. Es stellt sich heraus, dass er Aprils Bruder ist. Nach einiger Zeit bieten April und Luca ihr an in der Wohnung von den beiden zu wohnen. Dabei merkt sie, dass Luca gar nicht so ist, wie er auf dem ersten Blick erscheint.

Luca ist kein Bad Boy, wie es in diesem Genre üblich ist. Zwar hat er auch einen hohen Frauenverschleiß, aber hinter diese Fassade versteckt sich ein kluger junger Mann, der verständnisvoll und für andere da ist. Seine charmante Art wirkte für mich nicht aufgesetzt, sondern ehrlich. Außerdem ist er eine Leseratte, ihn kann man einfach nur ins Herz schließen.

Ich fand, die entstehende Freundschaft zwischen April und Sage schön dargestellt, aber auch die Geschwisterbeziehung zwischen April und Luca verleiht der Geschichte eine schöne Dynamik.

Was mir nicht ganz so gefallen hat, dass es einige Wiederholungen gab, bzgl. des Alltag-Lebens. Dadurch entstanden einige wenige Längen. Aber wenn die Protagonisten aufeinander trafen, entstand ein schönes Zusammenspiel, man konnte Emotionen und Sympathien spüren.

Außerdem fand ich es schön, dass die Liebesbeziehung sich langsam entwickelt, was zwar auch durch Sages Ängste beeinflusst wird. Aber dennoch merkt sie, dass sie durch Luca an ihren Ängsten arbeiten kann. Man spürt eine Entwicklung der Geschichte und auch der Protagonisten bis es zum Höhepunkt kommt, an dem Sage von ihrer Vergangenheit eingeholt wird.

Nach dem Ende vermochte ich gleich weiterzulesen und in das Gefühlschaos einzutauchen. Zum Glück, liegt Band 2 schon bereit.

Fazit:
Eine Geschichte, die berührt, ehrlich und romantisch ist. Eine Protagonistin, die mit ihrer Vergangenheit und ihren Ängsten zu kämpfen hat. Ein Gegenpart, der eine verständnisvolle und charmante Art hat, um die Ängste von ihr zu vertreiben. Im Gesamten ergibt das ein schönes Zusammenspiel. Ein angenehmer Schreibstil und liebevoll ausgearbeitete Nebencharakter runden die Geschichte ab.

Bewertung: 4,5/5

Freitag, 12. April 2019

[Rezension] Elias & Laia - In den Fängen der Finsternis

Autorin: Sabaa Tahir

Titel: Elias & Laia - In den Fängen der Finsternis

Verlag: ONE

Seiten: 528

Erscheinungsdatum: 28.02.2019

Preis: 18,00 € (Hardcover)

Klappentext:
"Das Martialenimperium steht am Abgrund: Imperator Marcus überzieht das Land mit dem Blut der Unschuldigen, während Blutgreif Helena diese zu schützen versucht. Weit im Osten weiß Laia, dass sie den Nachtbringer aufhalten muss, und das ohne Elias. Denn Elias ist nun als Seelenfänger an die Zwischenstatt, das Geisterreich, gebunden. Dazu verdammt, einer uralten Macht bedingungslos zu dienen - auch wenn dies bedeutet, die Frau aufzugeben, die er liebt."

Meine Meinung:
Achtung...evtl. Spoiler, da Band 3 einer Reihe!

Die Geschichte um Elias, Laia und auch Helena (dem Blutgreif) geht weiter. Es passiert viel im dritten Band der Reihe, dennoch ist sie noch nicht zu Ende.

Band 3 knüpft direkt an die Geschehnisse in Band 2 an. Da ich Band 2 erst vor kurzem gelesen hatte, war alles noch ziemlich frisch. Aber ich kann mir vorstellen, wenn man diesen schon vor langer Zeit gelesen hat, dass einige Details verloren gegangen sind. Die Geschichte ist ziemlich komplex, aber auch faszinierend. Sie zieht einen in den Bann und man bekommt fast keine Atempause.

Die Geschichte wird aus den Perspektiven der einzelnen Protagonisten Elias, Laia und Helena erzählt. Diese vereint dazu gleichzeitig verschiedene Handlungsorte, wobei die Geschichte hier und da übereinander geht. Man merkt, dass sich Elias, Laia und Helena einen erbitterten Kampf liefern und für sich alleine kämpfen müssen. Sie gewinnen dadurch an Stärke, aber müssen auch mit Verlusten klar kommen. Elisa, der in der Finsternis gefangen ist; Laia, die sich ihrer Magie und dem Nachtbringer stellen muss und Helena, die als Blutgreif das Imperium verteidigen muss. Auch wenn sie alles Mögliche versuchen, der Krieg und ein Kampf werden unaufhaltsam. Dabei werden die Fäden von der Kommandantin und dem Nachtbringer im Untergrund gesponnen. Jeder verfolgt seine Mission. Auch magische Wesen und magische Kräfte nehmen eine größere Rolle ein.

Alles in allem ist es eine geballte Story mit Intrigen, Kämpfen, Verlusten, aber gegenseitigen Vertrauen und einigen unvorhersehbaren Wendungen. Manche Situationen sind von Brutalität nicht ausgenommen und werden auch nicht beschönigt beschrieben. Das Buch lebt von solchen Szenen, die aber im weiteren Verlauf der Geschichte passend dargestellt sind. Daher bleibt in diesem Band kaum Zeit für Romantik, was mich aber nicht sonderlich gestört hat.

Ich konnte wieder in eine faszinierende Welt abtauchen, die die Autorin bildlich sehr schön beschrieben hat. Diesmal ist im Einband auch eine Karte dabei, um noch ein besseres Bild der Welt zu bekommen, in der sich die Protagonisten bewegen.

Die Autorin konnte auch gut, die Gefühle, insbesondere die Verzweiflung und Machtlosigkeit, der Protagonisten vermitteln. Man konnte in manchen Szenen die Ausweglosigkeit und das Unaufhaltsame spüren. Widerum denkt man in anderen Situationen, jetzt wird alles gut, aber dann kommt es weitaus schlimmer. Das finde ich gerade faszinierend an der Geschichte, dass es nicht immer schöne Momente gibt, diese weiter in gefährliche Situationen getragen werden und dadurch die Spannung nicht verloren geht. Dennoch muss man aufpassen, dass kein Detail verloren geht, um im Lesefluss zu bleiben. Die Geschichte ist sehr komplex und an manchen Stellen vielleicht auch etwas überladen. Dennoch hat mir der dritte Band sehr gefallen, da ich die Charaktere sehr mag und auch die magische, fesselnde Welt. Man kann sich gut in der Geschichte verlieren, man fiebert und leidet mit den Protagonisten mit.

Fazit:
Eine faszinierende und spannende Weiterführung der Reihe. Eine Geschichte, die von Intrigen, Brutalität, Kämpfen, aber auch Vertrauen, lebt. Außerdem wird diese durch die wechselnden Perspektiven und gut dargestellten Charakteren schön abgerundet. Die Story ist ziemlich komplex, dennoch hat sie mir sehr gefallen. Ich freue mich schon, auf den vierten Band, in der Hoffnung, nicht allzu lange darauf warten zu müssen.

Bewertung: 4,5/5

Vielen Dank an den ONE-Verlag, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Mittwoch, 10. April 2019

Unboxing: Summer Lessons - Buchbox

Hallöchen,
es wurde mal wieder Zeit für eine Buchbox. Da die Autorin Penny L. Chapman ein neues Buch ("Summer Lessons") herausgebracht hat, gab es in Zusammenarbeit mit Rebecca von Purple Flames eine kleine und große Buchbox zu kaufen. Ich habe mich für die große Buchbox entschieden.:) Ich konnte nicht widerstehen.;)



Ich habe mich außerdem entschieden, das Buch mit der Box zu kaufen, da mich der Klappentext total ansprach und gleich verfallen war. Ich bin schon sehr neugierig auf die Geschichte.

Nun gibt es erst einmal einen Einblick zu den Goodies der Box, die allesamt nützlich sind.



- eine Tasse mit dem Aufdruck des Buchcovers
- ein Notizblock und ein Stift
- ein Duschgel
- einen Beutel mit der Aufschrift "Was nachts geschieht, hat am Tag keine Bedeutung"
- eine Karte mit einem Zitat aus dem Buch
- eine Kerze passend zum Buch gestaltet by Purple Flames
- ein Lesezeichen aus Metall sowie eins aus Papier
- Leseprobe zu Confined 2

Das Herzstück der Box ist das signierte Buch "Summer Lessons" von Penny L. Chapman.



Klappentext:
"Er ist intelligent.
Er ist heiß.
Er ist alles, was ich will.
Und der Vater meiner besten Freundin.

Hunter

Der Plan schien simpel. Sie zieht bei uns ein und spart Geld, bis sie sich etwas Eigenes leisten kann. Doch Stück für Stück schleicht sie sich in meine Gedanken. Es ist nur ein Spiel und trotzdem schlägt mein Herz schneller, wenn wir uns nachts am Pool begegnen. Alles könnte einfach sein, wäre ich nicht der Vater ihrer besten Freundin. Ich darf dich nicht wollen …

Jayden

Ich dachte, sobald meine Mutter auf Entziehungskur ist, wird es leichter. Ich hatte gehofft, die nächsten drei Monate einfach neunzehn sein zu dürfen. Zu feiern, mich mit Freunden zu treffen und für die Uni zu lernen. Ich habe mich geirrt. Ich hätte nicht bei ihm einziehen dürfen. Aber es ist zu spät. Ich habe eine Grenze überschritten, die mein ganzes Leben verändern wird."

Vielen Dank, für die tolle und liebevoll zusammengestellte Box.;) Sie gefällt mir sehr gut. Ich bin gerne wieder für so eine Box zu haben.:)

Liebe Grüße, Apathy

Sonntag, 7. April 2019

[Rezension] On the Come Up

Autorin: Angie Thomas

Titel: On the Come Up

Verlag: cbj

Seiten: 512

Erscheinungsdatum: 04.03.2019

Preis: 18,00 € (Hardcover)

Klappentext:
"Die 16-jährige Bri wünscht sich nichts sehnlicher, als eine berühmte Rapperin zu werden. Als Tochter einer Rap-Legende ist das nicht leicht: Ihr Vater starb, kurz bevor er den großen Durchbruch schaffte, und Bri tritt in riesengroße Fußstapfen. Dann verliert ihre Mutter ihren Job. Plötzlich gehören Essensausgaben, Zahlungsaufforderungen und Kündigungen ebenso zu Bris Alltag wie Reime und Beats. Als sich die unbezahlten Rechnungen stapeln und ihre Familie kurz davor ist, ihre Bleibe zu verlieren, wird klar: Eine berühmte Rapperin zu werden, ist für Bri nicht länger nur ein Wunsch, sondern ein Muss …"

Meine Meinung:

Da ich "The Hate U Give" von Angie Thomas schon mochte, wollte ich auch gerne die Geschichte "On the Come Up" von ihr lesen. Ich durfte diese in einer Leserunde lesen, was mich sehr gefreut hat.

In der Geschichte geht es um die 16-jährige Bri, die mit ihrer Mutter und ihrem Bruder im fiktiven Ghettoviertel Garden Heights lebt. Ihr Traum ist es, eine bekannte Rapperin wie ihr Vater zu werden. Ich fand es sehr schön, dass Angie Thomas die Problematik und den fiktiven Standort (Garden Heights) in dieser Geschichte aus THUG aufgegriffen hat. So tauchte man bereits in eine bekannte Welt ein. Dennoch ist es nicht unbedingt nötig, das Buch THUG zu kennen, da es sich hierbei um eine andere Protagonistin und eine eigene Geschichte handelt. Die Geschichte spielt nach den Geschehnissen von THUG, es wird nur an einigen Stellen erwähnt.

Das Leben von Bri ist nicht gerade einfach, da ihre Familie von Armut betroffen ist und auch mit Rassismus konfrontiert wird. Bri reagiert manchmal impulsiv, aber dabei folgt sie nur ihren Gerechtigkeitssinn, wenn sie mal wieder ungerechtfertigt im Schuldirektoriat antreten muss. Aber sie ist wie auch andere „Schwarze“ der Willkür der Secruity-Leute bei den Kontrollen am Eingang in der Schule ausgesetzt. Ihr Auffangbecken sind ihre Freunde Sonny und Malik, die in ihrem Viertel wohnen und an ihre Schule gehen. Aber auch ihre Tante Pooh ist ein wichtiger Bestandteil in ihrem Leben. Jedoch ist sie nicht gerade gesetzestreu und ist Gangmitglied. Aber durch sie erlangt Bri einen Auftritt bei einem Rap-Battle und es wird auch ein Song in einem Underground-Studio aufgenommen, den sie im Internet veröffentlicht. Dort verarbeitet sie die Geschehnisse in ihrer Schule, aber auch Dinge, die in ihrem Viertel passieren. Nur ihre Stimme kommt nicht bei allen positiv an. Dadurch werden einige Ereignisse ins Rollen gebracht.

Der Schreibstil im Buch ist wieder umgangssprachlich mit Slang gehalten, aber dennoch gibt es einen guten Lesefluss. Am Ende findet man ein Glossar, welches einige Begrifflichkeiten erklärt und hilfreich ist. Außerdem fügt die Autorin die Raptexte von Bri mit in die Geschichte ein, was mir sehr gut gefallen hat, auch wenn sie nicht übersetzt wurden. Aber so wirkt es authentischer. Dennoch hätte ich mir gerne noch etwas mehr von den Texten gewünscht. Zwischendurch geht etwas von dem Rap-Thema verloren. Dafür gab es hier und da auch ein paar romantische Stellen, die in den Geschichtsfluss passte.

Außerdem fand ich es schön, dass die Autorin den Nebencharakter genügend Raum in der Geschichte gelassen hat. So bekommt man einen guten Einblick in ihr Leben. Sonny und Malik haben mir gut gefallen. Aber auch ihr Bruder Trey ist sympathisch, treu und loyal gegenüber seiner Familie. So ergibt alles ein Ganzes und die Charaktere entwickeln sich weiter. Aber auch ihre Mutter Jay entwickelt sich. Durch den Jobverlust hat sie es nicht leicht und versucht ihre bestes.

Am Ende löst sich alles irgendwie auf und gibt Hoffnung für ein positiven Verlauf für das weitere Leben der einzelnen Charaktere. Dennoch ging mir das Ende zu schnell vonstatten. Irgendwie fehlte etwas, es hätte dort gerne noch etwas in die Tiefe gehen können.

Aber die Autorin greift auch wieder gesellschaftskritische Themen auf bzw. ungeschriebene Gesetze, die für "Schwarze" gelten, wenn sie mal außerhalb ihres Viertels unterwegs sind. Dies war realitätsnah dargestellt, aber gleichzeitig auch erschreckend mit welchen Vorurteilen sie täglich kämpfen haben.

Fazit: Für eine Jugendbuch eine schöne und glaubhafte Geschichte, in der es um Armut, Gangs, Vorurteile, Gerechtigkeit, Freundschaft, Familie und auch Liebe geht. Das Ende ging nur ziemlich schnell und zwischendurch ging etwas vom Rap verloren, aber dennoch hat mir Geschichte gut gefallen. Die Autorin hat Themen aufgegriffen, die ins Zeitgeschehen in den USA passen und somit auch uns näher bringen sowie zum Nachdenken anregen.

Bewertung: 4 / 5

Vielen Dank an Lovelybooks und dem cbj-Verlag, für die Bereitstellung des Leserundenexemplars.

Samstag, 6. April 2019

Rückblick auf den März

Hallöchen ihr Lieben,
der März verlief eigentlich für meine Verhältnisse ganz gut, obwohl ich immer gerne mehr lesen würde. Trotz Buchmesse und dass ich oft abends nicht zu Hause war, habe ich einige Bücher gelesen. Daher bin ich ganz zufrieden.;)

Meine gelesenen Bücher im März:



- Writers in New York - Jedes Wort ist für dich von G. S. Lima (E-Book)(Rezension: 4,5/5 - Link)
- Cainstorm Island - Der Gejagte von Marie Golien (Rezension: 4,5/5 - Link)
- So sieht es also aus, wenn ein Glühwürmchen stirbt von Maike Voß (Rezension: 4,5/5 - Link)
- On the Come Up von Angie Thomas (Rezension folgt)
- Elias & Laia 3 - In den Fängen der Finsternis von Sabaa Tahir


Mir haben alle Bücher gut bis sehr gut gefallen. Ein Highlight war wieder mal für mich "Elias & Laia". Band 3 meiner Lieblingsreihe konnte mich auch wieder in den Bann ziehen.

Ein Buch, welches ich bereits im Februar gelesen habe, habe ich noch rezensiert:

- Gold und Schatten - Das erste Buch der Götter von Kira Licht (Rezension: 5/5 - Link)

Im März haben wieder einige Neuzugänge zu mir gefunden, darunter ein Leserunden- und ein Rezensionsexemplar. Weitere Bücher habe ich noch von der Buchmesse mitgenommen, die ich in einem Extrabeitrag zeigen werde.



+ On the Come Up von Angie Thomas
"Die 16-jährige Bri wünscht sich nichts sehnlicher, als eine berühmte Rapperin zu werden. Als Tochter einer Rap-Legende ist das nicht leicht: Ihr Vater starb, kurz bevor er den großen Durchbruch schaffte, und Bri tritt in riesengroße Fußstapfen. Dann verliert ihre Mutter ihren Job. Plötzlich gehören Essensausgaben, Zahlungsaufforderungen und Kündigungen ebenso zu Bris Alltag wie Reime und Beats. Als sich die unbezahlten Rechnungen stapeln und ihre Familie kurz davor ist, ihre Bleibe zu verlieren, wird klar: Eine berühmte Rapperin zu werden, ist für Bri nicht länger nur ein Wunsch, sondern ein Muss …"

+ Elias & Laia - In den Fängen der Finsternis von Sabaa Tahir
"Das Martialenimperium steht am Abgrund: Imperator Marcus überzieht das Land mit dem Blut der Unschuldigen, während Blutgreif Helena diese zu schützen versucht. Weit im Osten weiß Laia, dass sie den Nachtbringer aufhalten muss, und das ohne Elias. Denn Elias ist nun als Seelenfänger an die Zwischenstatt, das Geisterreich, gebunden. Dazu verdammt, einer uralten Macht bedingungslos zu dienen - auch wenn dies bedeutet, die Frau aufzugeben, die er liebt."

Das war mein März. Wie sah er bei euch aus? War er lesereich oder eher nicht?

Liebe Grüße, Apathy