Montag, 15. Juli 2019

[Rezension] Der Kinderflüsterer

Autor: Alex North

Titel: Der Kinderflüsterer

Verlag: Blanvalet

Seiten: 448

Erscheinungsdatum: 29.07.2019 (eBook 01.07.2019)

Preis: 13,00 € (Broschiert)

Klappentext:
"Nach dem plötzlichen Tod seiner geliebten Frau will Tom Kennedy mit seinem kleinen Sohn Jake neu anfangen. Ein neuer Start, ein neues Haus, eine neue Stadt – Featherbank. Doch der beschauliche Ort hat eine düstere Vergangenheit. Vor zwanzig Jahren wurden in Featherbank fünf Kinder entführt und getötet. Der Mörder wurde unter dem Namen »Kinderflüsterer« bekannt und schließlich gefasst. Die alten Geschichten interessieren Tom und Jake nicht. Als jedoch ein kleiner Junge verschwindet, machen Gerüchte die Runde, dass der Täter von damals einen Komplizen gehabt habe. Und Jake beginnt, sich merkwürdig zu benehmen. Er sagt, er höre ein Flüstern an seinem Fenster …"

Meine Meinung:

Das Buch wurde mir auf der Buchmesse beim Bloggertreffen schmackhaft gemacht. Es wurde als Spannungsroman vorgestellt. Um auch mal wieder etwas anderes zu lesen, dachte ich mir, dass ein Thriller nicht schlecht wäre. Spannend können diese ja wirklich sein, aber ob das hier der Fall war?

Der Einstieg gefiel mir, da man gleich erfährt, was in dem kleinen Örtchen Featherbank vor Jahren passiert ist. Der Kinderflüsterer trieb sein Unwesen, entführte und tötete Kinder. Doch auf einmal verschwindet wieder ein Junge. Jedoch sitzt der damalige Täter seine Strafe im Gefängnis ab. Gibt es etwa einen Nachahmungstäter?

Die fieberhafte Suche nach dem Jungen beginnt. Das ruft auch den damaligen Ermittler Willis auf den Plan, der der jetzigen Ermittlerin zur Seite steht. Können Sie den Jungen finden und das Unheil abwenden?

Tom Kennedy und sein Sohn Jake wohnen erst seit kurzem in diesem bescheidenen Örtchen, interessieren sich nicht wirklich für die Vorkommnisse, sondern wollen sich lieber erst einmal an ihr neues zu Hause gewöhnen. Jedoch gehen in dem neuen Haus mysteriöse Dinge vor sich und sie sind näher dem Geschehen als sie dachten.

Bis hierhin fand ich die Geschichte recht spannend. Aber der Autor schweißt immer wieder ab und beschränkt sich auf kaputte Vater-Sohn-Beziehungen und auf nicht stattgefundene Trauerbewältigung. Denn Tom hat seine Frau bzw. Jake seine Mutter verloren. Tom kommt dadurch nicht so richtig mehr an Jake heran. Jedweder Versuch die Nähe zu Jake zu suchen, scheitert irgendwie. Sie blockieren sich gegenseitig.

Aber auch die Ermittlungen gehen nur schleppend voran. Zwar wurde in der Zwischenzeit noch eine grausame Entdeckung gemacht, die mich auch etwas schockieren ließ. Jedoch tappen die Ermittler weiter im Dunkeln.

In Geschichten finde ich eigentlich Perspektivenwechsel immer sehr schön, um in die Gedankenwelt der verschiedenen Protagonisten Einblicke zu gewinnen. Aber hier waren es mir zu viele Wechsel. Teilweise wusste ich manchmal gar nicht, in welcher Perspektive ich mich gerade befinde. Auch wechselt der Autor in die Perspektive von Jake, was ich nicht schlecht fand, aber diese war mir schon zu erwachsen geschrieben.

Ich wusste zwar bis zu letzt nicht, wer der Täter sein könnte. Jedoch fand ich die Auflösung etwas schwach, das Motiv des Täters konnte ich nicht wirklich nachvollziehen. Da fehlten mir ein paar mehr Details.

Außerdem baut der Autor noch paranormale Aspekte mit ein, um den Ganzen noch einen gewissen Nervenkitzel zu geben. In gewissem Maße passte das zusammen. Jedoch ließ sich durchgängig kein roter Faden erkennen, da der Autor immer wieder abschweift, wenn es um die Tätersuche ging.

Im Gesamten konnte mich die Geschichte nicht wirklich überzeugen. Der Anfang war gut und spannend, der Mittelteil eher schwach und zog sich, das Ende steigerte wieder etwas die Spannung, aber war dennoch nicht herausragend.

Fazit: Der Einstieg gefiel mir gut, war auch spannend. Danach flaut es jedoch ab. Durch die vielen Perspektivenwechsel konnte ich die Geschichte nicht immer fließend lesen. Wenn es um die Tätersuche ging, war die Geschichte aufregend zu lesen. Aber das blieb immer wieder auf der Strecke, denn der Autor beschäftigt sich mehr mit Vater-Sohn-Beziehungen und Trauerbewältigung. Nebenbei-Geschichten sind in gewissem Maße nicht schlecht, aber hier war es zu viel. Ein spannendes Buch, wie angepriesen, war es leider nicht für mich.

Bewertung: 2 / 5

Vielen Dank an den Blanvalet-Verag für das Rezensionsexemplar.

Sonntag, 7. Juli 2019

[Rezension] Too Late

Autorin: Colleen Hoover

Titel: Too Late

Verlag: dtv - bold

Seiten: 464

Erscheinungsdatum: 22.03.2019

Preis: 14,90 € (Broschiert)


Klappentext:
"Die Hölle – nichts anderes ist die Beziehung von Sloan zu dem Drogenboss Asa Jackson. Gäbe es nicht ihren kranken Bruder, den Asa finanziell unterstützt, wäre sie von heute auf morgen auf und davon. Für Asa wiederum ist Sloan das Beste, das ihm jemals passiert ist: Sloan ist seine einzige Liebe, eine wahre Obsession, seine allergrößte Leidenschaft, und er ist davon überzeugt, dass es sich umgekehrt genauso verhält. Doch dann taucht der Undercover Cop Carter auf … "

Meine Meinung:

Die Bücher, die ich bisher von Colleen Hoover gelesen habe, konnten mich sehr begeistern. Ob es Too Late auch geschafft hat?
Ich habe schon vorab bei einigen Meinungen gelesen, dass es anders sein soll und auch etwas düsterer als ihre bisherigen Werke. Davon musste ich mich natürlich auch überzeugen.

Schon nach den ersten Zeilen ist man mitten im Geschehen, in der kranken Beziehung zwischen Sloan und Asa. Warum krank? Weil sich Sloan in eine für sie ausweglose Situation begeben hat, da die damaligen Umstände es nicht anders zuließen. Weil Asa ein falsches Frauenbild vermittelt bekommen hat. Man spürt zwar, dass er Sloan wirklich liebt, aber auf eine kranke besitzergreifende Art. Colleen Hoover verdeutlicht dies in einigen Szenen, die nicht zu vergleichen sind mit ihren bisherigen Büchern. Die Szenen bestehen teilweise aus Gewalt und härteren Sexszenen. Colleen Hoover schafft es mich trotzdessen sofort in den Bann zu ziehen. Typische Linien eines Hoovers tauchen auf. Ich konnte die Emotionen und Dramatik spüren. Dies wird auch dadurch untermauert, dass man aus der Perspektive von Sloan, Asa und Carter liest. Man bekommt einen Einblick in das Denken der Protagonisten.
Interessant fand ich dabei die Gedankengänge von Asa, der ein unsympathischer Charakter ist und man ihn auf keinen Fall mögen kann. Aber so erfährt man, warum er so geworden ist. Die Wurzeln dafür liegen in seiner Vergangenheit. Für einen Gangster ist er ziemlich schlau, er durchschaut vieles und deswegen muss man ihn auch fürchten.

Sloan ist ein verzweifelter, aber dennoch auch mutiger Charakter. Man kann verstehen, warum sie so handelt und vieles über sich ergehen lässt. Teilweise hat man Mitleid mit ihr und wünscht ihr einen Ausweg aus dieser toxischen Beziehung.

Carter ist hier der liebevolle und beschützende Gegenpart. Er ist die Hoffnung für Sloan, auch wenn er durch sie fast seinen Job vermasselt. Ich mochte ihn von an Anfang an. Er ist der typische Charakter eines Hoovers.

Colleen Hoover schafft es immer wieder mich auf eine emotionale Reise mitzunehmen. Auch in dieser Geschichte litt ich mit und konnte die Ängste und Zweifel spüren, die Sloan umgaben. Aber auch das Auftauchen von Carter macht es nicht gerade besser. Denn sie dürfen sich nicht verstehen und müssen ihre Zuneigung verstecken. Immer wieder hatte ich Herzklopfen, ob alles auffliegt oder ob sie es heil aus diesen Situationen schaffen.

Die Autorin versteht es, die Gefühle durch die Geschichte zu transportieren, in dem sie in die Tiefe geht, Charaktere mit Ecken und Kanten schafft. Außerdem baut sie noch humorvolle Elemente ein, die in dieser Geschichte etwas tröstliches zu der sonst fast vergeblichen und ausweglosen Situation von Sloan und Carter haben.

Nach dem Fast-Ende kommen noch einige Epiloge und Prologe. Dazu habe ich schon von einigen gelesen, dass sie diese nicht unbedingt mochten oder die Geschichte nicht noch gebraucht hätte. Es war zwar dann nur eine Aneinderreihung und konnte mich nicht mehr auf die emotionale Art erreichen, aber ich finde, dass diese dennoch dazu passten und die Geschichte noch einmal etwas abgerundet haben.

Es ist eine emotionale Achterbahnfahrt mit leichten Thrill-Elementen, mit Gefühlen aus Hass und Wut und mit einer gewissen Ausweglosigkeit und Dramatik, aber auch Hoffnung. Colleen Hoover setzt mit diesen Buch noch einmal eins oben drauf. Sie beweist damit, dass sie auch düsterer und brutaler kann, aber dennoch die Emotionalität, die ihre Bücher sonst haben, nicht auf der Strecke bleibt, man mitleidet/mitfiebert und sogar sowas wie Mitleid mit den 'bösen' Charakter findet.

Für Jedermann bzw. für Zartbesaitete ist dieses Buch wahrscheinlich nicht geeignet, da hier auch etwas härtere Szenen beschrieben werden. In den Jugendbuch-Bereich würde es daher nicht einordnen.

Fazit:
Hoover mal etwas düsterer und härter, aber dennoch packend und fesselnd. Typische Colleen Hoover-Elemente waren auch diesem Buch zu erkennen und auch die emotionale Schreibweise konnte mich wieder in den Bann ziehen. Ein Buch über eine toxische Beziehung und ihrer Ausweglosigkeit, aber auch Hoffnung. Charaktere, die mit Ecken und Kanten und düsteren Vergangengheiten gezeichnet sind, aber dadurch authentisch wirken. Ein wirklich emotionales und dramtischen Buch bis zum ersten Ende. Danach flaut das Emotionale etwas ab, aber dennoch rundet es die Geschichte schön ab.
Ich mag auch dieses Buch von ihr sehr, auch wenn es brutaler ist und etwas thrillerartiges hat.

Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

Dienstag, 2. Juli 2019

Rückblick auf den Juni

Hallöchen ihr Lieben,
heute gibt es wieder meinen Rückblick auf den vergangenen Monat. Es sind wieder vier Bücher geworden, die ich gelesen habe. Trotz Urlaub bin ich nicht zu mehr gekommen. Ein angefangenes Buch nehme ich mit in den neuen Monat.

Meine gelesenen Bücher im Juni:



- Summer Lessons von Penny L. Chapman (Rezension: 5+/5 - Link)
- Vicious Love von L. J. Shen(Rezension: 3,5/5 - Link)
- Save Me von Mona Kasten (Rezension: 3/5 - Link)
- Too Late von Colleen Hoover (Rezension folgt)


Diesen Monat hatte ich wieder ein Hightlight-Buch dabei. "Summer Lessons" von Penny L. Chapman konnte mich mit einer sommerlichen und prickelnden Liebesgeschichte überzeugen. Auch "Too Late" von Colleen Hoover hat mir sehr gut gefallen. Es ist zwar düsterer, aber trotzdem schön zu lesen. Die anderen Bücher konnten mich nicht ganz so begeistern, bei denen fehlte mir hier und da etwas.

Ein Buch, welche ich bereits im Mai gelesen habe, habe ich noch rezensiert:

- The Mister von E. L. James (Rezension: 2/5 - Link)

Die Neuzugänge im Juni sind zum größten Teil selbstgekaufte Bücher. Des Weiteren hat sich zum Ende hin noch ein Rezensionsexemplar auf meiner Büchercouch eingefunden.



+ Too Late von Colleen Hoover
"Die Hölle – nichts anderes ist die Beziehung von Sloan zu dem Drogenboss Asa Jackson. Gäbe es nicht ihren kranken Bruder, den Asa finanziell unterstützt, wäre sie von heute auf morgen auf und davon. Für Asa wiederum ist Sloan das Beste, das ihm jemals passiert ist: Sloan ist seine einzige Liebe, eine wahre Obsession, seine allergrößte Leidenschaft, und er ist davon überzeugt, dass es sich umgekehrt genauso verhält. Doch dann taucht der Undercover Cop Carter auf …"

+ All In - Tausend Augenblicke von Emma Scott
"Kaceys Leben als Rockstar ist ein Tanz auf dem Vulkan, den sie nicht überlebt hätte, wäre Jonah Fletcher nicht in ihr Leben getreten. Ihn zu lieben ist ein Sprung ins Ungewisse, der größtes Glück oder größten Schmerz bringen kann. Doch ganz gleich, was kommt, Kacey weiß, dass sie nicht mehr zurück kann - und dass Jonah es wert ist, alles zu riskieren ..."

+ Her Fear & His Darkness von Sophie L. Gellar
"Er ist ein Biest, ihr Untergang, ihr schlimmster Albtraum und alles, was sie fürchtet. Er lockt die Dämonen ihrer Vergangenheit hervor. Er konfrontiert sie mit ihrer größten Schwäche, ihrer größten Stärke und dem, was ihr Leben zur Hölle macht: Angst. Elizabeth Green will einen Neuanfang, doch sie bekommt mehr. So viel mehr. Ist es Schicksal, auf Parker Baldwin zu treffen oder der Preis, den sie bezahlen muss?"

+ Das Herz aus Eis & Liebe von Renée Ahdieh
"Nachdem der Schwarze Clan aufgeflogen ist und Okami gefangen genommen wurde, hat Mariko keine Wahl mehr. Sie muss Prinz Raiden und ihrem Bruder nach Inako folgen und sich als Braut des Prinzen den Gefahren und Intrigen stellen, die am Hof auf sie lauern. Von nun an sind Klugheit und Umsicht ihre Waffen. Damit will sie die Ränkeschmiede aufdecken und für Gerechtigkeit sorgen. Doch hinter jedem Geheimnis verbirgt sich ein weiteres. Werden Mariko und Okami aus diesem Lügennetz entkommen?"

Wie sah eurer Juni aus? Welche Bücher habt ihr gelesen?

Liebe Grüße, Apathy