Samstag, 30. November 2019

[Rezension] Follow me back

Autorin: A. V. Geiger

Titel: Follow me back

Verlag: LYX

Seiten: 368

Erscheinungsdatum: 30.09.2019

Preis: 12,90 € (Broschiert)

Klappentext:
"Tessa Hart fürchtet sich davor, ihr Zimmer zu verlassen. Ihr einziger Kontakt zur Außenwelt ist ihr Twitter-Account @TessaHeartsEric, auf dem sie sich mit anderen Fans über ihre Liebe zu dem Popstar Eric Thorn austauscht. Was sie nicht ahnt: Der Sänger ist eine der Personen, mit denen sie sich regelmäßig Privatnachrichten schreibt! Eric weiß, dass er Tessa die Wahrheit sagen muss, zumal die junge Frau mit jedem Tag tiefere Gefühle in ihm weckt. Doch als die beiden sich für ihr erstes Treffen verabreden, nimmt plötzlich alles eine gefährliche Wendung ... "

Meine Meinung:

Auf das Buch bin ich bereits in der Vorschau aufmerksam geworden, aber auch durch die positiven Meinungen. Es soll sich nicht unbedingt nur um eine New Adult Geschichte handeln. Davon wollte ich mich selber überzeugen.

Zu allererst stößt man auf ein Polizeivernehmungsprotokoll. Aber dennoch findet man nicht heraus, was passiert ist. Daraufhin wird die Neugierde geweckt, die Geschichte zu ergründen.

In der Geschichte geht es um Tessa, die das Haus nicht mehr verlassen kann, da in der vergangenen Zeit etwas vorgefallen ist. Aber was genau passiert ist, erfährt man erst viel später. Ihr bleibt, damit sie Kontakt zur Außenwelt hat, nur ihr Twitter-Account. Sie ist ein großer Fan des Popstars Eric Thorn.

In der Geschichte lernt man auch Eric kennen. Dabei merkt man, dass er sich gar nicht so wohlfühlt als Popstar und sich für seinen Erfolg eigentlich verkaufen muss. Er würde lieber ein Stück weit normal sein. Um auch mal hinter die Fassade zu blicken, sucht er den Austausch zu einem Fan.

Die Geschichte zog sich anfangs eher etwas. Für mich war es fast schon zu viel Teenie- und Fangehabe gewesen. Aber vielleicht kann ich es in meinem Alter einfach nicht mehr nachvollziehen. Aber die Twitter-Nachrichten waren sehr interessant zu lesen. Man bekommt einen kleinen Einblick, wie sich Tessa und Eric immer näher kommen, aber alles wird jedoch nicht offenbart. Die Zuneigung zwischen den beiden wird immer mehr, aber das konnte mir die Autorin nicht so gut herüberbringen, da es zwischendurch auch einige Zeitpsrünge gab.

Auch wurde ich mit Tessa nicht so ganz warm. Irgendwie bekommt man wenig von ihren Gefühlen mit. Nach einer Weile kann man sich etwas in sie hineinversetzen, wenn man den ganzen Zusammenhang versteht.

Von Eric allerdings hat man einen guten Einblick in sein Handeln und auch in seine Gefühlswelt. Ich konnte ihn gut verstehen.

Der Schreibstil ist recht angenehm und leicht zu lesen. Aber das Emotionale fehlte ich hier mehr oder weniger. Aber durch die Protokolle und die Twitter-Nachrichten war die Geschichte dennoch sehr interessant zu lesen.

Die Geschichte nimmt erst im letzten Drittel richtig an Fahrt auf, als zum ersten Treffen zwischen Tessa und Eric kommen soll. Dann passiert auf einmal so viel und auch unerwartete Szenen werden eingespeist. So langsam wird immer klarer, was die ganzen Vernehmungsprotokolle für eine Bedeutung haben. Die Autorin konnte mich damit gut hinters Licht führen.

Die Geschichte besticht außerdem dadurch, dass es nicht nur um eine reine Liebesgeschichte handelt, sondern diese auch viele Thrill-Elemente enthält. Man könnte sagen, es ist eine Love-Thrill-Story.

Am Ende denkt man, jetzt ist alles geklärt, aber dann wird wieder etwas Schockierendes eingebaut. So endet das Buch mit einem gemeinen Cliffhanger. Daher denke ich, dass ich auch den Folgeband lesen werde.

In "Follow me back" werden Themen, wie mordernes Social-Media-Leben, Fan-Besessenheit, Traumata und Angstzustände, beleuchtet. Die Handlung ist daher vielfältig gestaltet.

Fazit:
Die Geschichte ist anfangs langatmig und zu teeniehaft. Erst im letzten Drittel konnte mich die Story einnehmen. Die Autorin hat gute Ideen, wie mit den Polizeiprotokollen und auch den Twitter-Nachrichten, die jedoch an manchen Stellen zu kurz kamen. Die ganz großen Gefühle zwischen Tessa und Eric konnten die Autorin mir zwar nicht vermitteln, aber dennoch war die Geschichte interessant zu lesen. Es passiert viel drumherum, dass es schon fast in einen Thriller übergeht. Die Handlung ist vielfältig und gibt Einblick in verschiedene Thematiken.

Bewertung: 3+ / 5

Dienstag, 26. November 2019

[Rezension] Bring down the Stars

Autorin: Emma Scott

Titel: Bring down the Stars

Verlag: LYX

Seiten: 400

Erscheinungsdatum: 27.11.2019

Preis: 12,90 € (Broschiert)

Klappentext:
"College-Studentin Autumn ahnt nicht, dass die wunderschönen Gedichte, die ihr der attraktive Connor schickt, von dessen Freund Weston stammen. Und obwohl Autumn sich stark zu Connor hingezogen fühlt, spürt sie auch zu Wes eine unerklärliche, tiefe Verbindung. Während ihre verwirrenden Gefühle Autumn zunehmend in Seelennot bringen, verstricken die beiden Freunde sich immer weiter in ihrer gut gemeinten Täuschung. Und als Connor nach einem Streit mit seiner Familie eine folgenschwere Entscheidung trifft, steht plötzlich noch viel mehr als nur ihre Freundschaft auf dem Spiel ..."

Meine Meinung:

Von der Autorin habe ich bereits den ersten Band der All In-Reihe gelesen. Dieser konnte mich zwar nicht in allen Punkten überzeugen, aber der Klappentext zur ihrer neuen Dilogie sprach mich sofort an. Ich habe mich sehr gefreut, das Buch lesen zu dürfen. Ich erwartete eine hochemotionale Geschichte und die sollte ich auch bekommen.

Schon der Epilog wurde traurig und emotional geschrieben. In diesem geht es um Weston, der schon in jungen Jahren Enttäuschungen erleben musste. Aber in dieser Zeit lernt er auch seinen besten Freund Connor kennen. Sie kommen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten, jedoch unterstützen sie sich gegenseitig. Sie gehen durch dick und dünn. So kommt es auch, dass die beiden auf das gleiche College gehen.

Weston ist ein tiefgründiger Mensch, der seine Worte eher für sich behält oder auf Papier bringt. Auf andere mag er zwar mürrisch wirken, aber tief in seinem inneren steckt viel mehr. Er soll wahrscheinlich als Badboy daherkommen, aber ich habe ihn als wunderbaren Charakter wahrgenommen. Connor dagegen ist von Lockerheit geprägt und hat stets ein Lächeln auf den Lippen. So kommt er auch bei vielen gut an. Ein Sonnenschein, den man gerne als besten Freund hat. Die beiden verbindet eine enge Freundschaft.

Ich habe beide sofort ins Herz geschlossen, da sie auf ihre Art einfach herzlich sind. Aber die Autorin konnte mir auch gut die enge Freundschaft vermitteln.

Auf dem College lernen die beiden Autumn kennen. Wes ist tief beeindruckt von ihr, da sie Worte aus ihm locken kann, die er sonst für sich behält. Autumn fühlt sich jedoch gleich zu Connor hingezogen. Sie will sich aber nicht so schnell auf jemand neues einlassen. Trotzdem lernen sie sich weiterhin kennen. So nimmt die Geschichte ihren Verlauf und die Jungs werden in ein Konstrukt hineingewirbelt, wo sie sich selbst belügen und nicht mehr so schnell hinauskommen.

Autumn ist anfangs eher vorsichtig, aber was auch glaubhaft erscheint. Außerdem ist sie ein tiefgründiger Mensch und will etwas in der Welt bewegen. Auch sie konnte ich in vielen Punkten verstehen und ist passend als Charakter zu den Jungs gestaltet.

Man bekommt auch einen guten Einblick in die Charaktere, da das Buch abwechselnd aus der Sicht von Autumn und Weston geschrieben ist.

Die Geschichte rund um die Protagonisten etwickelt sich nicht zu schnell und so konnte die Autorin die Tragik, die dahinter steckt, sehr schön herausarbeiten. Auch wenn man von außen denkt, warum macht ihr das. Aber wenn man sich wirklich mal in die Lage der Protagonisten versetzt, wie würde man selbst handeln. Ich habe oft mit den Charakteren mitgefiebert und sogar mitgelitten.

Im letzten Drittel konnte man schon ahnen, dass es etwas passieren muss. Ich hatte manchmal schon etwas Angst, was es sein könnte. Aber das so schlimm wird, hätte ich nicht gedacht.

Die ganz große Tragik wartet dann am Ende. Wie kann das Buch nur so enden? Es hat mir fast das Herz zerrissen. Man kann kaum die Tränen zurückhalten. Und dann will man nur eins, wissen wie es weiter geht und das sofort.

Was mir vielleicht bei All In gefehlt hatte, wurde hier sehr gut herübergebracht. Ich konnte die Emotionen und auch den Zwiespalt sowie die Zweifel der einzelnen Charaktere spüren. Die Geschichte geht einfach in die Tiefe. Dies wird untermauert durch die tiefgründigen Gespräche zwischen Autumn und Wes. Aber auch durch die Gedichte von Wes. Einfach sehr schön gestaltet. Emma Scott hat die Charaktere sehr schön herausgearbeitet und sie wirken dadurch natürlich und glaubhaft. Außerdem trägt der emotionale und tiefgründige mit Ideen gespickte Schreibstil zu einem wunderbaren Lesefluss bei.

Eine wirklich herzzerreißende Geschichte, die leider tragisch endet. Dennoch hat mich die Geschichte tief beeindruckt und ich möchte gerne wissen, wie es weitergeht. Ich habe nur das Gefühl, dass die Fortsetzung noch schmerzvoller wird.

Fazit:
Eine emotionsgeladene Geschichte, die in die Tiefe geht. Die gut herausgearbeiteten Charaktere und auch die tiefgründigen Gespräche und Gedichte machen das Buch zu etwas besonderem. Ich bin schon etwas verliebt in die Geschichte, auch in Wes und Connor. Die Geschichte zerreißt einen fast das Herz und am Ende wird es noch nicht mal wieder zusammensetzt. Da kann man nur hoffen, dass das im Folgeband passiert. Ich kann es kaum abwarten.

Bewertung: 5 / 5

Vielen Dank an die Lesejury und dem Lyx-Verlag, für die Bereitstellung des Leserundenexemplars.

Sonntag, 24. November 2019

[Rezension] Palace of Blood

Autorin: C. E. Bernard

Titel: Palace of Blood - Die Königin

Verlag: Penhaligon

Seiten: 320

Erscheinungsdatum: 21.10.2019

Preis: 14,00 € (Broschiert)

Klappentext:
"Der Kampf um den englischen Thron ist entbrannt. Als der entrückte König den Befehl erteilt, Jagd auf seinen eigenen Sohn zu machen, greift die Königin zum Äußersten: Sie lässt ihren Mann ermorden und plant, anstelle des flüchtigen Kronprinzen selbst zu regieren. Robin hingegen wünscht sich nichts mehr, als in Frieden mit der Liebe seines Lebens zusammen zu sein. Mit Rea, der gefürchteten Magdalena. Mit Rea, der zukünftigen Königin. Mit Rea, die zum ersten Mal in ihrem Leben frei sein darf. Doch am Tag ihrer Vermählung wird Rea Opfer eines schrecklichen Anschlags – und der gläserne Palast verwandelt sich an einen Ort des Schreckens, des Verrats und des Blutes. "

Meine Meinung:

Achtung!...Evtl. Spoiler, da Finalband einer Reihe.

Der dritte Band hatte ein ziemlich freies Ende, womit viele Fans unzufrieden waren. Viele forderten einen vierten Band und wurden erhört. Mich hätte es nicht gestört, wenn nach Band 3 Schluss gewesen wäre. Für mich war es, für eine besondere und außergewöhnliche Reihe, ein zwar ungewöhnliches, aber passendes Ende. Dennoch habe ich mich gefreut, noch einmal in die Welt von Rea und auch den Magdalenen einzutauchen. Ich mag bei dieser Reihe einfach das Zusammenspiel der Charaktere und auch den Weltenentwurf.

Zu Anfang gibt es einen kleinen Abriss, was geschehen war. Somit fiel mir der Einstieg nach der langen Pause nicht ganz so schwer.

Rea und Robin stehen kurz bevor in Frieden leben zu können, doch ausgerechnet an ihrem schönsten Tag wird Rea Opfer eines Attentats. Ihr Leben hängt am seidenen Faden. Kann sie gerettet werden? Wer regiert nun das Königreich?

Viele der Charaktere, die ich schon in vorherigen Bänden lieb gewonnen habe, tauchen wieder auf und können mir sogar noch ein Stück mehr ans Herz wachsen, z.B. Blanc und Ninon.

Aber auch einige ‚böse‘ Charaktere spielen wieder eine Rolle, die nicht aufhören können und im Hintergrund ihre Intrigen spinnen.

Den Charakteren wird viel Raum gegeben, sodass nicht nur allein Rea und Robin im Vordergrund stehen. Auch die anderen Charaktere kommen zu Wort, was mir gut gefallen hat.

Rea gibt sich stark und auch Robin versucht sein bestes, um den Frieden herzustellen. Die beiden sind ein tolles Paar. Ich konnte direkt die Liebe zwischen den beiden spüren, auch wenn kaum Zeit für Zweisamkeit bleibt.

Die Autorin baut mit dem Übergang, dem Attentat, der Rettung des Königreichs, dem Kampf für die Freiheit der Magdalenen sowie der Rettung der Feuerschwester langsam einen Spannungsbogen auf. Das Ende ist dahingehend eher ruhig gehalten, da es einen Abriss über die Zukunft der einzelnen Charaktere gibt. So findet die Reihe einen würdigen Abschluss.

Jedoch habe ich mich an einer Stelle gefragt, warum dies mit eingebaut wurde, da dieses dann doch bis zum Ende offen geblieben ist. Aber mehr kann ich dazu nicht verraten. Wer das Buch gelesen hat, wird wahrscheinlich wissen, was ich meine.

Die Autorin konnte mich wieder mit ihrem Schreibstil begeistern. Dieser war anschaulich und auch sehr wortgewandt. Außerdem wurden die Gegenden bildlich beschrieben. Die Mischung aus Dramatik und Romantik sowie auch Emotionalität machten die Geschichte wieder besonders, sodass ich sehr gerne in die Welt rund um Rea und Robin abgetaucht bin.

Ich finde, in diesem Band wird mehr eine Zukunftsaussicht gegeben, was am Ende des dritten Bandes vielleicht gefehlt hat. Daher fiel der Band auch etwas kürzer aus. Aber im Nachhinein gesehen ist es wahrscheinlich doch nicht schlecht, dass es noch einen Einblick in die Zukunft der Charaktere gab.

Fazit:
Es war schön, noch einmal Rea und die anderen wiederzutreffen und in die Welt der Magdalenen abzutauchen. Der Schreibstil sowie die Charaktere konnten mich wieder begeistern. Jedoch fand ich die vorherigen Bände weitaus spannender. Hier wird weiter erzählt, was am Ende des dritten Bandes gefehlt hat; ein Abriss rund um die Zukunft der Charaktere. Somit ist es ein würdiger Abschluss der Reihe.

Bewertung: 4 / 5

Vielen Dank an den Penhaligon-Verlag, für das Rezensionsexemplar.