Montag, 2. August 2021

[Rezension] Play & Pretend

Autorin: Nena Tramountani

Titel: Play & Pretend (Die Soho-Love-Reihe, Band 3)

Verlag: Penguin

Seiten: 464

Erscheinungsdatum: 12.07.2021

Preis: 12,00 € (Broschiert)

Klappentext:
"Auf der Bühne kann Briony alles sein, was sie im echten Leben nicht ist. Die Schauspiel-Studentin liebt es, in fremde Rollen zu schlüpfen, doch kaum jemand kennt den wahren Grund dafür. Nur ihr attraktiver Schauspielkollege Sebastian versucht hartnäckig herauszufinden, was sie im Rampenlicht vergessen will. Ausgerechnet mit ihm muss sie sich auf die Hauptrollen eines Theaterstücks vorbereiten. Der Gedanke, dass sie darin das Liebespaar spielen sollen, lässt Brionys Herz höher schlagen. Sie will sich nicht eingestehen, dass sie Sebastians Nähe genießt – denn gleichzeitig macht er ihr Angst. Besonders in den Momenten, wenn sich sein Blick plötzlich verdunkelt und Briony ahnt, dass sie nicht als Einzige ein Geheimnis verbirgt …"

Meine Meinung:

Achtung...evtl. Spoiler, da Band 3 einer Reihe.

Auf diesen und letzten Band der Soho-Love-Reihe habe ich mich schon sehr gefreut, da es in diesem um Briony geht. Sie war mir schon in den Vorgänger-Bänden sehr sympathisch.

Durch die vorherigen Bände konnte man schon erfahren, dass Briony Schauspielerin werden möchte und gerne auf der Bühne steht, um zu vergessen. Als sie für ein Stück vorsprechen muss, verpatzt sie es beinahe. Sebastian, ebenfalls Schauspielstudent, kommt ihr zur Hilfe. Beide bekommen die Hauptrollen in diesem Theaterstück. Als die beiden sich auf das Stück vorbereiten müssen, kommen sie sich mehr und mehr näher. Aber ist die Nähe gut für beide? Was verbergen die beiden voreinander?

Bei Briony merkt man, dass sie viele Selbstzweifel hat und nicht so richtig aus sich herauskommt, außer auf der Bühne. Auch bei Männern ist sie eher zurückhaltend. Trotzdem konnte ich sie in vielen Punkten verstehen. Sie wirkte für mich sehr authentisch.

Sebastian wirkte nach außen hin ziemlich perfekt und als ein netter junger Mann. Aber dahinter verbirgt sich ebenso ein Geheimnis. Dennoch habe ich ihn schnell in mein Herz geschlossen. Man muss ihn von seiner Art her einfach mögen.

Beide Charaktere haben für mich Ecken und Kanten. Aber dadurch wirkten die beiden sehr authentisch. Die Autorin konnte ihre Ängste und Zweifel gut durch die Geschichte transportieren. Man fühlte immer wieder mit ihnen mit. Ihre Beweggründe konnte man ebenso gut verstehen. Außerdem auch manche Dinge eher für sich zu bewahren, war nachvollziehbar dargestellt. Für mich passen die beiden einfach perfekt zusammen trotz ihrer 'Defizite'. Gerade dadurch bringen sie Verständnis füreinander auf und können sich gegenseitig ergänzen.

Durch die Geschehnisse und gemeinsamen Erlebnisse konnte man immer wieder eine Anziehung spüren. Die beiden verbindet Tiefgründigkeit und Ernsthaftigkeit. Sebastian bringt gegenüber Briony Verständnis, Zuneigung und Akzeptanz auf, die sie zuvor noch bei keinem gespürt hat. Dennoch ist sie anfangs noch etwas zögerlich, aber nach und nach kommt sie mehr aus sich heraus. Bei Sebastian kommt erst ziemlich zum Schluss heraus, was er verbirgt. Dadurch kommt es zum Ende nochmals zu aufregenden Momenten, die mich fesselnd konnten und die ich ergreifend fand.

Diesen Band empfand ich als sehr emotionsreich. In diesem wurden ernsthafte Themen behandelt, die tiefgreifend sind und manchmal auch fast schon zu Tränen rührten. Ich fühlte mich oft sehr gut in dieser Geschichte verstanden. Die Charaktere wurden gefühlvoll beschrieben. Man bekkommt immer mehr Einblick hinter ihre Mauern und man konnte ihre Ängste spüren.

Die Emotionen wurden außerdem sehr schön über den Schreibstil hervorgeholt. Man bekommt abwechselnd Einblicke in die starke Gefühls- und Gedankenwelt von Briony und Sebastian. Ich wollte immer an der Geschichte dran bleiben. Diese war daher auch flüssig und leicht zu lesen.

Bekannte Charaktere aus den Vorgängerbänden wurden auch in diesem Band mit integriert. Somit ist die WG mit ihren Freunden zusammen vereint. Den Zusammenhalt fand ich sehr schön beschrieben. Außerdem lernt man auch die Schwester von Briony kennen. Clover, die zwar für Briony eine wichtige Bezugsperson ist, aber dennoch nicht alles weiß. Die Geschehnisse um sie wurden auch gut in die Geschichte mit einbezogen.

Für mich war es der beste Band der Reihe, da die Autorin aus der Geschichte pure Emotionen, Tiefgründigkeit und Authentizität hervorholen konnte. Die Geschichte war tiefgreifend und ernst. Zudem spielen Leidenschaft, Freundschaft, Zusammenhalt und Krankheiten eine Rolle, die insgesamt sehr gut in der Geschichte miteinander verwoben wurden.

Fazit:
Band 3 konnte mich auf emotionaler Ebene einnehmen und war zudem tiefgreifend gestaltet. Außerdem wurden Briony und Sebastian mit ihren Defiziten authentisch dargestellt. Die beiden sind einfach toll zusammen und konnten mich immer wieder berühren. Ich fühlte mit ihnen mit, fühlte mich verstanden und konnte alles nachvollziehen. Für mich ist es ein sehr schöner Abschluss der Soho-Love-Reihe und somit auch der beste Band.

Bewertung: 5 / 5

Vielen Dank an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar.

Sonntag, 25. Juli 2021

[Rezension] Im Schatten des Sonnenkönigs - Die Gabe

Autorin: E.M. Castellan

Titel: Im Schatten des Sonnenkönigs - Die Gabe

Verlag: cbt

Seiten: 416

Erscheinungsdatum: 12.06.2021

Preis: 13,00 € (Broschiert)

Klappentext:
"1661, am Hof des Sonnenkönigs. Die 17-jährige Henriette D’Angleterre heiratet den Bruder des Sonnenkönigs, eine politische Zweckehe. Dabei verbirgt Henriette ein gefährliches Geheimnis: Sie besitzt Magie – etwas, das in die Hände ihrer Feinde spielen könnte. Zwar ist Louis XIV selbst Magier, aber ein tödlicher Attentäter bedroht das Leben all jener, die eine magische Gabe besitzen. Darf sich Henriette dem unberechenbaren Sonnenkönig anvertrauen?"

Meine Meinung:

Bücher, in denen Magie oder magische Gaben eine Rolle spielen, mag ich gerne. Diese Geschichte klang deshalb genau nach meinem Geschmack, auch wenn sie historisch angehaucht ist. Daher war ich schon neugierig auf die Umsetzung.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Henriette erzählt. So bekommt man gleich einen Einblick in ihr Leben und ihre Verpflichtungen. Denn sie soll den Bruder des Königs heiraten. Außerdem wird das Leben dadurch überschattet, dass es jemand auf diejenigen abgesehen hat, die Magie beherrschen. Auch Henriette besitzt Magie und muss dieses Geheimnis für sich bewahren, damit die Magie nicht in die falschen Hände gerät. Es könnte jemand noch mächtiger werden als er schon ist. Wer steckt dahinter und was verfolgt er für einen Plan?

Ich kam gut in die Geschichte hinein, da mich die fantastischen Elemente und das Magiesystem dahinter einnehmen konnten. Danach kamen immer mehr die historischen Elemente hinzu. Die Beschreibungen vom Hof und den Aktivitäten konnte die Autorin gut herüberbringen und anschaulich gestalten.

Die Charaktere sind zwar interessant gestaltet, aber trotzdem wurde ich nicht mit allen ganz warm.
Henriette entwickelt sich in der Geschichte weiter. Sie wird mit der Zeit mutiger und widerspricht auch manchmal dem König, was als Frau in dieser Zeit eher selten vorkommt. Zudem kommt sie mit ihrer Magie an die Grenzen.
Von Philippe, mit dem Henriette eine Zweckehe eingegangen ist, denkt man anfangs, dass er kein Interesse an der dieser Zweckgemeinschaft hat und auch nicht auf Frauen steht. Aber hinter seinem Verhalten verbirgt sie mehr. Ihn fand ich mit der Zeit dadurch immer interessanter.
Auch König Louis ist anfangs für Henriette nicht so leicht zu durchschauen. Jedoch verfolgt er nur sein Ziel.

In dieser Geschichte spielt auch die Liebe eine Rolle bzw. auch einige Affären oder mehrere Liebesbeziehungen. Die Liebesbeziehung rund um Henriette entwickelt sich langsam und so konnte man die Annäherung und Gefühle zunehmend spüren. Dennoch wurde diese nicht zu emotional beschrieben und die Gefühle gingen schnell wieder verloren. Die Verkettungen am Hof und unter den Personen stehen immer wieder im Vordergrund.

Die Spannung wird zwar dadurch aufgebaut, dass noch eine andere Gefahr bzw. ein Attentäter lauert, der für sich die Magie einnehmen möchte. Dennoch konnte der Spannungsbogen nicht durchgehend gehalten werden, da schnell klar ist, wer sich dahinter verbirgt. Die Gründe kommen nach und nach zum Vorschein.
Auch andere Sachverhalte sind zu schnell klar, sodass mich die Handlungen nicht dauerhaft fesselnd konnten.

Die Idee hinter der Geschichte und den Personen, die es in Wahrheit gab, fand ich interessant. Auch das Magiesystem, was als fantastisches Element zu dieser Zeit hinkommt und die Geschichte somit fiktiv macht, fand ich faszinierend dargestellt.

Die Geschichte ist vom Schreibstil her angenehm zu lesen und auch teilweise anschaulich gestaltet. Nur mit den vielen Namen kam ich manchmal nicht so richtig klar. Ich musste tatsächlich überlegen, wer das und das gleich nochmal war. Außerdem kam ich auch teilweise bei König Louis und Louise durcheinander.

Die Geschichte könnte mit diesem Band auch abgeschlossen sein, da sie mit keinem Cliffhanger endet. Dennoch handelt es sich um einen Auftaktband einer Reihe. Daher bin ich noch am Überlegen, ob ich die Reihe überhaupt weiterverfolge, da mich die Handlungen nicht dauerhaft einnehmen konnten und auch etwas die Spannung fehlte.

Fazit:
Die Geschichte mit dem Magiesystem fand ich faszinierend dargestellt. Dennoch konnten mich nicht alle Handlungen fesseln, da die Spannung fehlte. Die Charaktere waren interessant gestaltet, jedoch fühlte ich mich nicht immer mit ihnen verbunden. Außerdem kam ich manchmal bei den vielen Namen etwas durcheinander. Die Geschichte hat mir von der Grundidee und den Personen, die es in Wirklichkeit gab, gut gefallen.
Hierbei handelt es sich um einen Auftaktband einer Reihe. Jedoch bin ich noch am Überlegen, ob ich die Reihe weiterverfolge. Diesen Band kann man auch alleinstehend lesen, da er nicht mit einem fiesen Cliffhanger endet.
Wer historische Bücher mag und sich auf etwas Magie bzw. fantastische Elemente einlassen möchte, dem kann ich das Buch empfehlen.

Bewertung: 2,5 / 5

Vielen Dank an cbt Verlag für das Rezensionsexemplar.

Sonntag, 18. Juli 2021

[Rezension] Mit dir leuchtet der Ozean

Autorin: Lea Coplin

Titel: Mit dir leuchtet der Ozean

Verlag: dtv

Seiten: 336

Erscheinungsdatum: 18.06.2021

Preis: 12,95 € (Taschenbuch)

Infos vom Verlag: Hier

Klappentext:
"Als Penny auf Fuerteventura landet, um in einem All-inclusive-Club zu arbeiten, ist Milo der Letzte, mit dem sie rechnet. Milo, der kurz mit ihr auf der Schule war, dessen Name nichts als Ärger verhieß und mit dem sie ein verirrter Kuss verbindet. Jetzt ist ausgerechnet die fröhliche Helena, Pennys Zimmergenossin, mit Milo zusammen und Penny kann ihm kaum aus dem Weg gehen. Aber da ist noch immer die Erinnerung an diesen Kuss. Auch Helena merkt, dass da mehr ist, und das schlechte Gewissen ihr gegenüber droht Penny zu ersticken. Doch Gefühle lassen sich nicht steuern. Selbst wenn sie schnurgerade in die Katastrophe führen."

Meine Meinung:

Auf das Buch bin ich durch die dtv-Verlagsgesellschaft aufmerksam geworden. Eine schöne Sommerlektüre mit einem tollen Cover hat man meine Neugier zudem geweckt. Außerdem kannte ich schon ein paar Bücher von der Autorin. Daher war ich neugierig, wie sie die Geschichte umgesetzt hat.

Durch den Prolog wird man an die Geschichte herangeführt, die den Weg für die Gegenwart ebnet. Gerade als Penny auf Fuerteventura in einem Urlaubs-Club gezwungenermaßen anfängt zu arbeiten und auf Milo trifft, werden die Erinnerungen an die Vergangenheit wach. Sie könnten ihren Gefühlen freien Lauf lassen, wenn da nicht noch Helena wäre. Helena und Milo sind zusammen, aber haben sie eine gemeinsame Zukunft?

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Penny und Milo erzählt. Dadurch bekommt man einen Einblick in die Gefühle beider. Die Geschichte ist durch den Schreibstil flüssig und locker gehalten. Zudem gab es auch eine anschauliche Perspektive, die die sommerliche Leichtigkeit und ein Urlaubsfeeling hervorruft.

Penny und Milo fand ich als Charaktere authentisch. Sie sind beide irgendwie noch in ihrer Findungsphase bzw. müssen sie ihre Vergangenheit aufarbeiten, um zu wissen, was sie wirklich wollen. Auch wenn sie beide etwas erlebt haben, was sie prägt, wirkte es nicht zu überzogen. Dennoch ist immer wieder eine leichte Melancholie zu spüren. Sie führten zwar tiefgründige Gespräche und konnten sich gegenseitig verstehen, aber dennoch erfuhr man nicht alles im Detail.
Helena dahingegend ist das Gegenteil, immer gut gelaunt, fröhlich und nett. Aber ich habe ihr das nicht immer ganz abgekauft. Außerdem störten mich manchmal ihre Dialoge, da sie im Präterium sprach.

Trotzdessen dass man zwischen Penny und Milo eine Zuneigung spürt, konnten mich nicht immer die Emotionen erreichen. Manchmal fühlte ich es, aber dann ging es wieder schnell vorbei. Dennoch fand ich die beiden harmonisch zusammen.
Die Atmosphäre ist zwar sommerlich gehalten, aber dennoch war sie auch melancholisch angehaucht. Wiederum war es zu den beiden Charakteren und ihrer Vergangenheit passend dargestellt.

Die Geschichte hat mir gefallen, da sie auch mal woanders spielte. Außerdem sind die Handlungen eher ruhig gehalten und das Kennenlernen bzw. Wiederkennenlernen zwischen Penny und Milo realistisch dargestellt. Es ist eine zarte Annäherung und die Gefühle entwickeln sich langsam. Am Ende gibt es dann noch einen kleinen Showdown, denn Helena spielt auch noch eine Rolle. So wird es dahingehend noch etwas dramatisch und interessant bzw. spannungsvoll.


Fazit:
In der Geschichte mochte ich das sommerliche Setting, aber auch die Darstellung der Charaktere. Penny und Milo harmonieren gut zusammen und man konnte die Anziehung zwischen beiden spüren. Es ist eine ruhig gehaltene Geschichte, die auf manchen Strecken auch melancholisch wirkte. Manchmal konnte mich die Emotionen erreichen, aber wiederum gingen sie stellenweise verloren. Dennoch ist es eine schöne sommerliche Geschichte, die für gute Unterhaltung sorgte.

Bewertung: 4- / 5

Vielen Dank an die dtv Verlagsgesellschaft für das Rezensionsexemplar.