Dienstag, 31. August 2021

[Rezension] Don't leave me

Autorin: Lena Kiefer

Titel: Don't leave me (Band 3)

Verlag: cbj

Seiten: 432

Erscheinungsdatum: 01.03.2021

Preis: 12,90 € (Broschiert)

Klappentext:
"KENZIE und Lyall haben endlich wieder zueinandergefunden. Doch ihr hart erkämpftes Glück droht zu zerbrechen, denn gegen Lyall ist ein ungeheuerlicher Verdacht erhoben worden. Kenzie aber glaubt nicht daran, dass ihre große Liebe ein Mörder sein soll. Auch wenn die Beweise eine andere Sprache sprechen …
LYALL ist verzweifelt. Er steht unter Mordanklage und alles deutet auf ihn als Täter hin. Obwohl Kenzie alles tut, um seine Unschuld zu beweisen, sind seine Gegner immer einen Schritt voraus. Schon bald beginnt Lyall sich zu fragen, ob seine Liebe zu Kenzie überhaupt noch eine Chance hat …"

Meine Meinung:

Achtung!....evtl. Spoiler, da Band 3 bzw. Finalband einer Reihe.

Nach dem Ende von Band 2, der mich sprachlos zurückließ, war ich schon sehr neugierig auf den Abschlussband der Reihe. Endlich bin ich dazu gekommen, diesen zu lesen, um mit Lyall und Kenzie mitzufiebern.

Die Liebe von Lyall und Kenzie wird auf eine harte Probe gestellt, denn Lyall wird des Mordes beschuldigt und kommt ins Gefängnis. Kenzie steht dennoch an seiner Seite, da sie von seiner Unschuld überzeugt ist. Nur die Beweise gegen Lyall erhärten sich immer mehr. Kenzie, Edina und Finlay müssen somit auf eigene Faust handeln. Hat die Liebe zwischen Lyall und Kenzie trotzdem noch eine Chance oder droht sie daran zu zerbrechen?

Ich konnte mich wieder sehr gut in die Protagonisten hineinversetzen. Die Autorin beschreibt sie sehr gefühlvoll und authentisch. Lyall mag ich weiterhin, auch wenn er hier eines grausamen Verbrechen beschuldigt wird. Man merkt, dass er ein bodenständiger Charakter ist und niemanden so etwas antun würde. Er hat meine Sympathie auf seiner Seite. Aber auch Kenzies. Sie steht zu ihm und versucht alles, um ihn von den schlechten Gedanken wegzubringen. Aber natürlich ist es in diesem Fall nicht so einfach.

Lyall und Kenzie harmonieren wieder toll zusammen, auch wenn sich Lyall ab und zu distanziert. Aber ich kann ihn verstehen, weil es eher schlecht für ihn aussieht und er Kenzie nicht so eine Zukunft antun möchte. Dennoch kommt zwischendurch etwas Leidenschaft ins Spiel. Dadurch ist ihre Liebe füreinander und der Zusammenhalt zu spüren.

Zudem merkt man auch wieder, wie zerrüttet die Familie Henderson ist oder welche Regel in dieser gelten. Das Familendrama wird durch den Prozess nochmals untermauert. Somit spielen auch einige andere Charaktere wieder ein Rolle. Finlay und Edina bekommen auch ihren Auftritt. Ich mag sie nach wie vor und sie ergänzen die Geschehnisse sehr gut. Aber auch Kenzies Familie spielt eine kleine Nebenrolle. Man hat sie ebenfalls schon ins Herz geschlossen.

Der Schreibstil ist einfach wieder wunderbar, gefühlvoll und stimmig. Man wird wieder durch die Perspektiven von Kenzie und Lyall durch die Geschichte geleitet. Dieser verleiht der Handlung einen emotionalen Touch und man kann sie dadurch sehr gut in sie hineinfinden.

Das Hauptaugenmerk der Geschichte liegt auf dem Prozess von Lyall. Durch die Beweislage zieht dieser sich etwas Länge, was aber wiederum nachvollziehbar war. Man spürt zwar immer wieder die Zuneigung, die Leidenschaft und das Knistern zwischen Lyall und Kenzie, aber dennoch kommt es hier etwas kürzer als in den vorherigen Bänden.
Zudem begibt sich Kenzie sogar noch in Gefahr, als sie so langsam dem wahren Täter auf die Spur kommen. So wird es zum Ende hin sogar noch dramatisch. Aber auch eine überraschende Wendung hinsichtlich des Täters ergibt sich. Mit diesem hätte ich nicht gerechnet.
So wurde es nochmal richtig aufregend und man kommt hinter das Geheimnis des Verbrechens.
Auch in diesem finalen Band hat die Autorin eine Handlung erschaffen, die fesselnd, tiefgründig und gefühlvoll ist. Man konnte viele Emotionen - Verletzlichkeit, Zweifel, aber auch Zusammenhalt, Leidenschaft und Liebe - spüren.

Fazit:
Der Finalband ist auch wieder gefühlvoll gestaltet. Es spielen sich zudem einige dramatischen Dramen ab, wo man die Zweifel und Verletzlichkeit der Protagonisten spüren konnte. Durch den stimmigen und emotionalen Schreibstil wird man wieder durch die Geschehnisse geleitet. Die Protagonisten und die Nebencharakteren konnten mich wieder für sich gewinnen.
Insgesamt hat mir die Don't love me-Reihe von Lena Kiefer sehr gut gefallen. Lyall und Kenzie harmonieren einfach wunderbar zusammen und man konnte die tiefgreifenden Gefühle der beiden immerzu spüren. Außerdem wurde die Geschichte durch wunderbare Kulissen und gut ausgearbeitete Nebencharaktere untermauert. Aber auch durch Dramen, Intrigen und Leidenschaft wurde die Reihe einnehmend gestaltet.

Bewertung: 5- / 5

Montag, 30. August 2021

[Rezension] Kalt wie Schnee, hart wie Eisen

Autorin: Jenny-Mai Nuyen

Titel: Kalt wie Schnee, hart wie Eisen

Verlag: cbt

Seiten: 400

Erscheinungsdatum: 09.08.2021

Preis: 13,00 € (Broschiert)

Klappentext:
"Vom Vater verstoßen und von der Mutter verraten, wuchs die Königstochter Kanemô fernab des Palasts in einem Kloster auf. Als der Vater stirbt, will der Rebellenführer Heganen sie zur Frau nehmen, um so auf den Thron zu gelangen. Doch Kanemô will die Macht für sich. Durch einen Pakt mit einer mächtigen Hexe gelingt es ihr, Heganen unter ihre Kontrolle zu bringen und als ihre Marionette regieren zu lassen. Dafür verlangt die Hexe ihr Herz. Erst als sich der Rebell Perakín unerklärlicherweise in sie verliebt, beginnt Kanemô zu begreifen, was ihr fehlt. Aber kann sie ihr Herz zurückbekommen?"

Meine Meinung:

Das Buch besticht durch ein wunderschönes Cover. Dieses deutet bereits darauf hin, dass es sich hierbei um eine Fantasy-Geschichte handelt. Der Klappentext macht zudem neugierig auf die Handlung.

Der Anfang gestaltet sich leicht und man wird in eine fantasievolle Welt hineingezogen. Zunächst lernt man Kanemô kennen, wie sie von ihrer Familie verstoßen wurde und weit weg in einem Kloster aufwächst. Aber als ihr Vater umgebracht wird, muss sie sich der Rebellion und den magischen Fähigkeiten in dieser Welt stellen. Dabei verliert sie nicht ihr Herz, sondern auch sich selbst. Aber ist es das alles wert? Wie kann sie wieder zu sich finden?

Das Buch ist in mehrere Teile strukturiert. Im ersten Teil bekommt man die Geschichte aus der Perspektive von Kanemô erzählt. Danach geht aus der Sicht von Laurien weiter. Darüber bin ich etwas gestolpert, da ich nicht gleich wusste, wie das Geschehen zugeordnet werden soll oder wer sie ist. Nach und nach konnte ich aber der Geschichte wieder gut folgen.
Der Schreibstil ist aber ansonsten klar gestaltet, leicht zu lesen und für ein Fantasybuch anschaulich ausgelegt. Dadurch lässt sich das Buch sehr gut lesen.

Die Idee mit Kanemô und den verlorenen Herzen fand ich sehr gut. Auch wenn Kanemô kein Herz mehr hat, wirkte sie nicht eiskalt. Sie tut vieles, um die Lage in den Griff zu bekommen. Trotzdem konnte sie mich nicht ganz für sich gewinnen. Mir fehlte irgendwie das Kämpferische und dass sie noch mehr aus sich herauskommt.
Da man Laurien auch besser kennenlernt, konnte ich mich teilweise besser in sie hineinversetzen. Sie wirkte mit ihrem Makel und ihren Selbstzweifeln authentisch.

Der Anfang der Geschichte gestaltete sich somit vielversprechend. Das Zusammenspiel von Elfen und anderen magischen Wesen in einer fantasievollen Welt hat mir sehr gut gefallen.
Die Handlung flaute nur zwischendurch etwas ab, bevor sie dann wieder Fahrt aufnahm und die Spannung gesteigert wurde.
Zwischendurch bahnt sich auch noch eine kleine Liebesromanze an. Die Gefühle konnte ich bei den beiden aber nicht richtig spüren bzw. nachvollziehen. Hier war ich tatsächlich froh, als sich das ganze doch nochmals in eine andere Richtung entwickelte oder besser gesagt zu einer anderen Person.

Der Showdown wurde ereignisreich gestaltet, sodass alle nochmals aufeinander treffen und die Geschehnisse zusammengeführt werden. Zudem wurde man auch bei einigen Sachen zum Ende hin überrascht.

An sich ist es eine schöne Fantasy-Gesichte, die vor allem mit vielen fantasievollen Elementen und magischen Wesen besticht. Die Fantasy kommt hierbei nicht zu kurz. Mir fehlte nur manchmal etwas die Spannung, sodass ich zwischendurch schon etwas gelangweilt war. Aber durch den guten Lesefluss wurde man trotzdem zügig durch die Geschehnisse geleitet. Ein weiterer Minuspunkt ist, dass ich den Charakteren nicht richtig nahe gekommen bin und mich in manche nicht richtig hineinversetzen konnte. Mir fehlte hier und da etwas, mehr Hintergründe über ihr Handeln, um mit den Charakteren in die Tiefe zu gehen.

Fazit:
Die fantastische Welt mit ihren magischen Wesen hat mir gut gefallen. Der Anfang war daher für mich sehr vielverpsrechend. Nur zwischendurch fehlte mir etwas die Spannung. Mit den Charakteren wurde ich auch nicht ganz warm. Es ist an sich eine schöne Fantasy-Geschichte, trotzdem konnte sie mich nicht ganz für sich einnehmen. Zum Ende hin nimmt die Geschichte aber nochmals an Fahrt auf, sodass man einem aufregenden Showdown gegenübertritt.

Bewertung: 3 / 5

Vielen Dank an den cbt-Verlag für das Rezensionsexemplar.

Sonntag, 22. August 2021

[Rezension] Das Flüstern des Zwielichts

Autorin: C. E. Bernard

Titel: Das Flüstern des Zwielichts (Die Wayfarer-Saga, Band 2)

Verlag: Penhaligon

Seiten: 384

Erscheinungsdatum: 19.07.2021

Preis: 15,00 € (Broschiert)

Klappentext:
"»»Ich erzähle euch eine Geschichte. Sie beginnt an einer alten Straße, im schwindenden Zwielicht. Sie beginnt in der Dämmerung, wenn die Geschichten locken, wenn die Lieder rufen, wenn ein Raunen in der Luft liegt, ohne dass man wüsste, wer dort spricht. Hört genau hin. Wer ist es, der dort wispert?«​
Wanderer Weyd begibt sich mit seinen Gefährten auf die Reise zu den legendären Türmen des Lichts. Seine Waffe gegen die monströsen Schatten ist keine Armee, sondern ein uraltes Lied – doch wird es die Helden schützen? Denn diesmal kann die Bardin Caer ihre Stimme nicht gegen ihre Feinde erheben. Dabei lauert ihnen ein Gegner auf, der finsterer ist als jeder Schatten ... "

Meine Meinung:

Achtung...evtl. Spoiler, da Band 2 einer Reihe.

Schon Band 1 konnte mich in den Bann ziehen. Dieser war anders und faszinierend zugleich. Daher habe ich mich schon sehr auf die Fortsetzung gefreut, um Weyd und seine Gefährten weiterhin zu begleiten.

In Band 1 mussten Wey, Caer und die Anderen den Schatten entkommen. Sie haben einen Weg gefunden, sich diese von Leib zu halten. Dennoch ist die Gefahr noch nicht gebannt. Nicht nur der Baron Lurin ist ihn auf den Fersen, sondern auch noch eine andere Gefahr macht sich breit. Können sie diesen entkommen? Oder sind sie schon unmittelbar der Gefahr ausgesetzt?

Auch in der Fortsetzung wird man wieder durch den außergewöhnlichen und poetischen Schreibstil durch die Geschichte geleitet. Außerdem ist er einnehmend und auch etwas düster gehalten. Zudem ist er passend zu den Geschehnissen gestaltet. Durch die Erzählform konnte man sich immer wieder in die verschiedenen Charaktere hineinversetzen. Das hat mir wieder sehr gut gefallen. Ich konnte durch die Erzählungen den Handlungen gut folgen.

Die Charaktere sind einfallsreich gestaltet. Dennoch erfährt man nicht viel mehr über diese. Trotzdem entwickeln sich einige weiter und es kommen mehr Gefühle hervor. Die Entwicklung zwischen Weyd und Caer hat mir gut gefallen. Zwischendurch konnte man einen kleinen Einblick bekommen, bevor es weiter auf Wanderschaft geht, um die Lichter zu entzünden.

Die Idee der Geschichte finde ich weiterhin faszinierend sowie den Fantasyanteil finde ich ebenfalls gelungen. Jedoch blieb die Geschichte manchmal etwas auf der Strecke, auch wenn sie trotzdem spannend gehalten ist. Es liegt wahrscheinlich daran, dass man die Charaktere größtenteils schon kennt und die Wanderschaft auch etwas etwas langatmig wirkte. Dennoch wurde man in eine düstere Welt hineingezogen und man verschwimmt mit dieser.
Die Gefahren konnte man durch das Lesen spüren. Man ist mitten im Geschehen. Erwartungsvoll lauerte ich mit Weyd und seine Gefährten hinter jeder Wegbiegung mit.

Auch wenn man die Charaktere größtenteils schon kennt, sind sie ein einnehmender Teil der Geschichte. Man muss sie einfach mögen. Bei einem Charakter ergab sich zum Ende hin doch noch eine überraschende Wendung, die ich so nicht erwartet hätte. Er war schon von Anfang anders und außergewöhnlich, aber jeder Charakter hat in dieser Geschichte etwas spezielles an sich. Dennoch konnte mich der Charakter in dieser Hinsicht erstaunen.

Die Welt ist faszinierend gestaltet und wirkt durch die Feinheiten des Erzählsstils schon episch. Man wird auf besondere Weise in eine fantasievolle Geschichte hineingezogen. Diese wirkt zum größten Teil düster und etwas beklemmend. Dennoch wollte ich immer wieder dem Fortlauf der Handlungen folgen, da diese größtenteils einzigartig sind. Daher bin ich auch schon neugierig auf den dritten Teil, wie sich die Wege der einzelnen Charaktere zusammenfinden.

Fazit:
Eine einzigartige und faszinierende Geschichte, die in ihrer Fortsetzung spannungsvoll weitergeführt wird. Dennoch ergab sich zwischendurch etwas Langatmigkeit. Man kennt die Charaktere größtenteils schon, auch wenn sie auf ihre Art speziell gestaltet sind. Bei einem Charakter wurde ich aber doch noch überrascht. Der poetische und außergewöhnliche Schreibstil konnte mich wieder faszinieren und einnehmen. Der Fortlauf der Handlung sowie die Gefahren waren ideenreich, episch und spannend gestaltet. Auf den finalen Band freue ich mich daher schon.

Bewertung: 4 / 5

Vielen Dank an die Penhaligon-Verlag für das Rezensionsexemplar.