Samstag, 6. Januar 2018

[Rezension] Sternenscherben

Autorin: Teresa Kuba

Titel: Sternenscherben

Verlag: Drachenmond

Seiten: 240

Erscheinungsdatum: 12.10.2017

Preis: 12,90 € (Taschenbuch)

Klappentext:
"Mein Name ist Nora Stars und ich gehöre zur Elite des perfekten Systems. Unter meiner Haut sitzt ein Chip, der verhindert, dass ich eine der letzten Städte der Erde verlasse, denn außerhalb leben die Outsider. Wertlose Menschen, die ohne den Schutz der Stadt wahnsinnig wurden. Ausgebildet zur Kämpferin, werde ich alles für das System tun. Aber ich bin anders, denn mein Haar ist nicht blond wie das der meisten Privilegierten, es ist pechschwarz. Und obwohl alle meine Erinnerungen vor meinem 18. Lebensjahr gelöscht wurden, erscheinen in meinen Träumen Bilder aus einem längst vergangenen Leben – einem Leben außerhalb der Stadt. „Bist du ein Wertloser, Darian?“, versuche ich ein letztes Mal, eine Antwort aus ihm herauszubekommen. „Das entscheidet nicht das System, das entscheidest ganz alleine du, ob ich dir etwas wert bin.“"

Meine Meinung:
Der Klappentext sprach mich sofort an. Da ich Dystopien sehr mag, musste das Buch bei mir einziehen und auch sogleich gelesen werden.

Ein gefährliche Strahlung zertörte die Erde. Um sich vor dieser Strahlung zu schützen, leben die Menschen unter einem Netz im perfekten System. Aber nicht jedem ist der Zutritt im perfekten System gewährt. Nur wer privilegiert und dem System treu ergeben ist, genießt den Schutz unter dem Netz. Die Menschen, die es nicht in den inneren Ring des Systems schaffen, leben als Outsider.

Aber auch im perfekten System ist nicht alles perfekt. Die Privilegierten müssen eine harte Ausbildung durchleben und zudem werden ihr Erinnerungen an ein früheres Leben gelöscht. Aber warum kommen bei Nora dennoch Erinnerungen zutage?

Die Autorin beschreibt die Härte des Systems genau. Denn auch Träume und jegliche Gefühle sind verboten. Die Sicherstellung des perfekten System hat oberste Priorität. Die Menschen sollen nur für diese Sache kämpfen.
Dadurch waren für mich die Charaktere nicht immer greifbar und die Emotionen und Regungen blieben auf der Strecke.
Nora ist ziemlich starr und kalt, aber auch ehrgeizig. Sie glaubt stark an das System, was ihre Entscheidungen bzgl. ihrer Zweifel nicht immer einfach macht.
Darian ist dagegen geheimnisvoll. Man findet schnell heraus, dass er etwas verbirgt und anders ist. Auch kommt er Nora immer wieder unerwartet zur Hilfe.
Aber gerade das macht den Geschichtsverlauf spannend. Man möchte gerne herausfinden, wer Darian wirklich ist.

Dennoch war mir manches einfach zu viel. Die Autorin hat sich zu vieler Elemente bedient, u.a. dachte ich an einer Stelle, dass ich in der Arena von Panem bin oder dann in einem Sciene-Fiction-Setting. Am Ende ging es mir auch zu hektisch zu. Alles wurde auf einmal zu schnell abgehandelt. Hier wäre es schöner gewesen, noch mehr auf die Auflösung einzugehen. Nach dem Klappentext hatte ich mir irgendwie etwas anderes erhofft oder gewünscht.

Der Schreibstil war wiederum flüssig und einfallsreich.

Fazit: Die Grundidee des perfekten Systems fand ich gut, aber nicht ganz ausgereift. Viele dystopische Elemente wurden bedient, aber nicht ausführlich beschrieben, was ich schade fand. Durch den Charakter Darian wird die Geschichte dennoch interessant gestaltet.

Bewertung: 3 / 5

Kommentare:

  1. Guten Abend, wobei wenn ich noch ein wenig warte kann ich schon fast guten Morgen sagen :)
    Schade, dass das Buch nicht ganz sooo gut war. Das Cover ist aber toll.
    Immer traurig wenn die Autoren ihr Potenzial von den Büchern nicht ausreizen.
    Naja kann man nichts machen. Trotzdem Danke für Deine ehrliche Meinung.
    Liebe Grüße
    Andrea

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    Antworten
    1. Guten Abend Andrea ;),
      das Cover find ich auch schön.:)
      Es liegt wahrscheinlich daran, dass zu viel Geschehnisse auf zu wenig Seiten waren. Sowas finde ich auch immer schade, wenn das Buch auf einmal zu schnell zu Ende sein muss.
      Danke, für deinen Kommentar.:)

      Liebe Grüße,
      Apathy

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