Mittwoch, 26. Februar 2020

[Rezension] H.O.M.E. - Die Mission

Autorin: Eva Siegmund

Titel: H.O.M.E. - Die Mission

Verlag: cbt

Seiten: 448

Erscheinungsdatum: 11.03.2019

Preis: 13,00 € (Broschiert)

Klappentext:
"Es ist so weit. Die Akademie hat Zoë und ihre Crew auf die Mission geschickt, auf die sie so lange und akribisch vorbereitet wurden. Doch die Vorzeichen könnten schlechter nicht sein: Zoë weiß inzwischen, welche finsteren Motive ihre Ausbilder antreiben und wie sehr sie getäuscht wurde. Auch das lange ersehnte Wiedersehen mit Jonah wird von der Anwesenheit seines Rivalen Kip überschattet und als die Crew am Ziel ihrer Mission ankommt, scheint ihr Scheitern vorprogrammiert. "

Meine Meinung:

Achtung...evtl Spoiler, da Band 2 einer Dilogie!

Der Auftaktband rund um die dystopische Welt im rauhen Berlin konnte mich überzeugen. Nach dem Ende war ich schon neugierig auf die Fortsetzung.

Die Geschichte spielt sich nun nicht mehr in Berlin ab, sondern auf einem Raumschiff, wo Zöe erwacht. Es geht mit weiteren Mitstreitern auf den Planeten Keto, wo sie einen neuen Lebensraum erschaffen sollen. Denn in Berlin ist nichts mehr so wie es einmal war.
Auf diese Mission wurden die Kapitätin Zöe und ihre Crew schon lange von der Akademie vorbereitet. Jedoch sind sie weniger als gedacht auf den Raumschiff. Zudem befinden sich auch der Bruder von Zöe und Kip auf dem Raumschiff. Wie wird das Wiedersehen mit Jonah sein? Kann ein neuer Lebensraum auf dem Planeten geschaffen werden? Welche Gefahren lauern?

Es ist schon eine Weile her als ich Band 1 gelesen habe. Somit hatte ich einige Erinnerungslücken. Dennoch hat die Autorin es geschafft, dass ich schnell wieder an die Geschichte gefesselt war. Der Schreibstil ist einfach unglaublich spannend, schnell und locker.

Die Story nimmt am Anfang einen kleinen Science-Fiction-Charakter ein, da sich das Geschehen auf das Raumschiff beschränkt. Zöe muss sich mit den Gegebenheiten vertraut machen, denn anfangs ist sie noch auf sich allein gestellt. Die anderen Gefährten befinden sich noch im Schlaf. Als sie dann auf dem Planeten Keto landen und die anderen erwachen, nimmt die Handlung einen zunehmend spannenderen Verlauf ein. Die Autorin lässt den Planeten Keto real erscheinen. Ich konnte mir die Natur und auch die außergewöhnlichen Tiere und Pflanzen sehr gut vorstellen. Stetig war ich am bildlich gehaltenen Geschehen dabei. Es spielte sich wie in einem Reality-Film ab.

Es gibt zudem auch noch zwischen den Protagonisten einige Probleme, die der Geschichte noch mehr Spannung geben sollen. Zöe ist trotzdem noch auf sich allein gestellt, weil ihr Handeln oftmals hinterfragt wird. Auch von Jonah, der ihr eigentlich vertrauen müsste. Zudem erfährt man noch einiges über die Gedankenwelt von Jonah durch seine Logbucheinträge. Die Idee fand ich zwar nicht schlecht, aber die Einträge waren mir teils etwas zu kindisch und bockig. Klar, ist Jonah gekränkt und fühlt sich hintergangen von Zöe. Aber einiges hätte vielleicht auch schon eher durch ein Gespräch oder Vertrauen geklärt werden können.

Die Dreiecksgeschichte deutete sich schon an, aber dennoch nimmt sie nicht überhand. Es löst sich dann doch alles noch gut auf, auch wenn Kip in diesem Band eher nebenbei läuft. Auch einige andere Charaktere nehmen eher kleinere Rollen ein. Manchmal hätte ich moch noch mehr Details bei einigen gewünscht.

Wie schon in Band 1 fand ich auch in diesem gut, dass die Autorin wieder zwischen Realität und Fiktion spielt. Vieles wirkte real, doch am Ende bekommt die Geschichte einen fiktionalen Hauch.

Tja, mit dem Ende kann man zufrieden sein oder nicht. Einerseits hatte ich es schon ein bisschen geahnt, dass das Buch so enden könnte. Aber ich wäre auch ohne diesem zufrieden gewesen, da die ganzen Handlungen so noch glaubhafter gewesen wären. Denn die Thematiken (wie Ressourcenknappheit, Krieg, Zerstörung und auch die Suche nach einem Lebensraum), die die Autorin in dieser Dystopie behandelt, sind immer wieder präsent und regen zum Nachdenken an.

Fazit:
Auch in diesem Band konnte mich die Autorin wieder mit ihren spannenden Schreibstil fesseln. Außerdem hat mir die bildhafte Vorstellung des Planeten Keto sehr gut gefallen. Dennoch hatte die Geschichte ein paar Schwächen, da auf manche Charaktere weniger eingegangen wurde als erhofft. Auch das Ende war nicht so ganz zufriedenstellend. Aber ich könnte mir vorstellen, dass andere es wiederum genial finden.

Bewertung: 4- / 5

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