Sonntag, 14. Januar 2018

[Rezension] Game of Hearts

Autoren: Geneva Lee

Titel: Game of Hearts (Love-Vegas Saga, Band 1)

Verlag: Blanvalet

Seiten: 288

Erscheinungsdatum: 18.12.2017

Preis: 9,99 € (Taschenbuch)

Klappentext:
"Als Emma Southerly auf einer exklusiven Party, auf der sie eigentlich weder sein will noch erwünscht ist, den attraktiven, geheimnisvollen Jamie trifft, klopft ihr Herz vom ersten Augenblick an einen Takt schneller. Wer ist dieser Mann mit dem raubtierhaften Charme, und warum fühlt sie sich so zu ihm hingezogen? Trotz aller Bedenken verbringt sie eine leidenschaftliche Nacht mit ihm, die sie so schnell nicht vergessen wird – auch, weil es am nächsten Morgen in Las Vegas nur ein Thema gibt: Eine Leiche wurde gefunden – und Jamie ist der Hauptverdächtige. Aber er war doch die ganze Nacht bei ihr, oder etwa nicht?"

Meine Meinung:
"Game of Hearts" ist der erste Band der Love-Vegas-Reihe von der Autorin Geneva Lee. Die Royal-Reihe von ihr habe ich auch zum Teil gelesen. Deswegen war ich schon gespannt auf den neuen Reihenauftakt, der mit etwas Crime gepaart ist.

In der Geschichte geht es um die junge Emma Southerly die alleine mit ihrem Vater lebt. Das Verhältnis ist eher schwierig. Um für Ablenkung zu sorgen, überredet ihre beste Freundin Josie sie auf eine Party mitzunehmen, die ausgerechnet bei Monroe West, ihrer Erzrivalin, stattfindet. Nachdem sie von der Party gehen muss, lernt sie den äußerst attraktiven Jamie kennen. Trotz ihrer Bedenken, fühlt sie sich zu ihm hingezogen und verbringt eine Nacht mit ihm. Aber am Morgen danach, ist alles anders...jemand wurde umgebracht und ausgerechnet Jamie ist der Hauptverdächtige. Dann erfährt sie auch noch, dass Jamie ein West ist. Kann sie ihm vertrauen und ihre Bedenken über Bord werfen?

Das Cover des Buches ist mit dem Glitzer schön gestaltet. Es ist passend zur Geschichte und spiegelt den Glamour von Las Vegas wieder.

Die Protagonisten sind noch recht jung. Ich hätte wie in ihrer anderen Reihe erwartet, dass die Protagonisten älter sind. Deshalb ist die Leidenschaft hier etwas zurückhaltender dargestellt.

Emma stammt aus einfachen Verhältnissen und muss in ihren jungen Jahren schon viel Verantwortung tragen, denn ihre Schwester starb bei einen Unfall und ihre Eltern leben getrennt. Dennoch ist sie ziemlich tough und lässt sich nicht unterkriegen. Das macht sie sympathisch.
Jamie hingegen gehört zu den Reichen und Schönen. Er weiß, was er will. Das macht er auch ziemlich schnell klar. Damit wirkt er sehr beschützend, aber auch ziemlich besitzergreifend. Aber sogleich hat er auch eine unnahbare Seite, womit Emma auch klar kommen muss.

Die Spannung der Story lässt etwas auf sich Warten, dafür schreitet die Liebesgeschichte schnell voran.
An manchen Stellen musste ich schmunzeln, weil Emma kein Date mit Jamie möchte, aber dennoch viel Zeit mit ihm verbringt. So kommt es doch, dass sie schnell zusammenkommen.
Die Suche nach dem Mörder stellt sich dadurch eher in den Hintergrund, was ich zum Teil etwas störend fand.
Das Buch ist leicht und flüsssig geschrieben. Es ist ein unterhaltsamer Roman für zwischendurch, der mit einer großen Portion Liebe und ein bisschen Crimi daherkommt.

Am Ende bekommt man sogar noch einen kleinen Überraschungsmoment, was die Spannung steigern lässt. Die Auflösung bekomme ich hoffentlich in der Fortsetzung.

Fazit:
Diese Buch ist ein guter Auftakt der Love-Vegas-Reihe, der mit unterhaltsame Lesenstunden bereitete. Auch wenn mir hier etwas Spannung fehlte, freue ich mich schon auf die Fortsetzung "Game of Passion".

Bewertung: 4 / 5

Vielen Dank an den Blanvalet-Verlag für das Rezensionsexemplar.

Samstag, 13. Januar 2018

[Rezension] Bird & Sword

Autorin: Amy Harmon

Titel: Bird & Sword

Verlag: LYX

Seiten: 400

Erscheinungsdatum: 26.10.2017

Preis: 15,00 € (Broschiert)

Klappentext:
"Ein Mädchen ohne Stimme.
Ein König in Ketten.
Ein Fluch, der sie vereint.

Mit fünf Jahren musste Lark mit ansehen, wie ihre Mutter vor ihren Augen hingerichtet wurde. Mit dem letzten Atemzug nahm sie ihrer Tochter die Stimme und die Macht der Worte. Denn Magie ist eine Todsünde in Jeru. Dreizehn Jahre später erscheint der junge König Tiras am Hof von Larks Vater, um diesen an seine Treuepflicht im Krieg zu erinnern. Er nimmt die stumme junge Frau als Geisel mit sich. Zunächst fürchtet Lark den König, doch sie merkt schnell, dass Tiras ebenso wenig frei ist wie sie und dass die Liebe womöglich die einzige Waffe ist, die ihrer beider Ketten sprengen kann - "

Meine Meinung:
Durch eine Blogtour und durch die positiven Meinungen bin ich auf das Buch aufmerksam geworden. In einer Buchbox war dann das Buch enthalten, was mich sehr gefreut hat.

In der Geschichte geht es um Lark und den König Tiras. Außerdem spielt die Magie in dem Buch eine große Rolle. Aber eigentlich sollte diese schon längst ausgerottet worden sein. Auch Lark besitzt magische Kräfte. Jedoch nahm ihre Mutter bevor sie getötet wurde, zum Schutz ihr die Worte. Als der König von Jeru sie mitnimmt, weil ihr Vater seiner Treuepflicht im bevorstehenden Krieg nicht nachgekommen ist, hat sie zunächst Angst. Doch findet sie einen neuen Weg sich zu verständigen, sogar mit der Hilfe des Königs. Er kann sie verstehen. Jedoch müssen sie sich weitere Gefahren von außerhalb stellen, die das Königreich zerstören könnten. Finden sie gemeinsam einen Weg?

Ich sag einfach mal 'wow'. So eine tolle Geschichte. Die Geschichte war richtig fesselnd. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Die Erzählweise war sehr bildreich und emotional. Es gab einen sehr guten Lesefluss. Man findet sich schnell in Jeru wieder und möchte nicht so schnell wieder verschwinden.

Die Autorin transportiert nicht nur die Magie der Worte in diesem Buch, sondern auch das Zusammenspiel von Fantasie und Leidenschaft. Es faszinierte mich, dass sie soviel Gefühl in die Geschichte hineinbringt. Es war irgendwie was anderes, als was ich bisher gelesen habe.
Die Protagonisten sind mit viel Leidenschaft gestaltet. Man fiebert richtig mit ihnen mit. Lark hat mir auf Anhieb gut gefallen. Trotz ihrer Stummheit ist sie eine bemerkenswerte junge Frau, mit viel Stärke und mit vielen Worte, die sie in sich trägt.
Tiras ist der junge König, der für sein Volk stark sein muss, obwohl er ein Geheimnis mit sich trägt. Er wirkte auf mich auch sehr sympathisch.
Auch die Nebencharaktere sind gut gezeichnet und geben der Geschichten einen angenehmen Fluss.

Die fantasievolle Welt und die herzzerreisende Lovestory haben mich sehr fasziniert. Auch die magischen Gaben und magischen Wesen konnten mich überzeugen. Die Autorin hat es geschafft, mich mit ihrer Geschichte umzuhauen. Es ist ein wahres Highlight.

Die Geschichte ist ins sich abgeschlossen. Im Folgeband geht es um einen anderen Charakter. Ich freue mich auch schon sehr auf "Queen & Blood".

Fazit:
Die Autorin hat eine fantasievolle, magische, berührende, emotionale und leidenschaftliche Geschichte geschaffen, die mich in ihren Bann zog. Der Weltenentwurf und die magischen Elemente, derer sich die Autorin bedient, konnten mich überzeugen. Und dies in Einklang mit Gefühl und Leidenschaft zu bringen, konnten mich vollends begeistern. Für mich eine klare Leseempfehlung.

Bewertung: 5 / 5

Samstag, 6. Januar 2018

[Rezension] Sternenscherben

Autorin: Teresa Kuba

Titel: Sternenscherben

Verlag: Drachenmond

Seiten: 240

Erscheinungsdatum: 12.10.2017

Preis: 12,90 € (Taschenbuch)

Klappentext:
"Mein Name ist Nora Stars und ich gehöre zur Elite des perfekten Systems. Unter meiner Haut sitzt ein Chip, der verhindert, dass ich eine der letzten Städte der Erde verlasse, denn außerhalb leben die Outsider. Wertlose Menschen, die ohne den Schutz der Stadt wahnsinnig wurden. Ausgebildet zur Kämpferin, werde ich alles für das System tun. Aber ich bin anders, denn mein Haar ist nicht blond wie das der meisten Privilegierten, es ist pechschwarz. Und obwohl alle meine Erinnerungen vor meinem 18. Lebensjahr gelöscht wurden, erscheinen in meinen Träumen Bilder aus einem längst vergangenen Leben – einem Leben außerhalb der Stadt. „Bist du ein Wertloser, Darian?“, versuche ich ein letztes Mal, eine Antwort aus ihm herauszubekommen. „Das entscheidet nicht das System, das entscheidest ganz alleine du, ob ich dir etwas wert bin.“"

Meine Meinung:
Der Klappentext sprach mich sofort an. Da ich Dystopien sehr mag, musste das Buch bei mir einziehen und auch sogleich gelesen werden.

Ein gefährliche Strahlung zertörte die Erde. Um sich vor dieser Strahlung zu schützen, leben die Menschen unter einem Netz im perfekten System. Aber nicht jedem ist der Zutritt im perfekten System gewährt. Nur wer privilegiert und dem System treu ergeben ist, genießt den Schutz unter dem Netz. Die Menschen, die es nicht in den inneren Ring des Systems schaffen, leben als Outsider.

Aber auch im perfekten System ist nicht alles perfekt. Die Privilegierten müssen eine harte Ausbildung durchleben und zudem werden ihr Erinnerungen an ein früheres Leben gelöscht. Aber warum kommen bei Nora dennoch Erinnerungen zutage?

Die Autorin beschreibt die Härte des Systems genau. Denn auch Träume und jegliche Gefühle sind verboten. Die Sicherstellung des perfekten System hat oberste Priorität. Die Menschen sollen nur für diese Sache kämpfen.
Dadurch waren für mich die Charaktere nicht immer greifbar und die Emotionen und Regungen blieben auf der Strecke.
Nora ist ziemlich starr und kalt, aber auch ehrgeizig. Sie glaubt stark an das System, was ihre Entscheidungen bzgl. ihrer Zweifel nicht immer einfach macht.
Darian ist dagegen geheimnisvoll. Man findet schnell heraus, dass er etwas verbirgt und anders ist. Auch kommt er Nora immer wieder unerwartet zur Hilfe.
Aber gerade das macht den Geschichtsverlauf spannend. Man möchte gerne herausfinden, wer Darian wirklich ist.

Dennoch war mir manches einfach zu viel. Die Autorin hat sich zu vieler Elemente bedient, u.a. dachte ich an einer Stelle, dass ich in der Arena von Panem bin oder dann in einem Sciene-Fiction-Setting. Am Ende ging es mir auch zu hektisch zu. Alles wurde auf einmal zu schnell abgehandelt. Hier wäre es schöner gewesen, noch mehr auf die Auflösung einzugehen. Nach dem Klappentext hatte ich mir irgendwie etwas anderes erhofft oder gewünscht.

Der Schreibstil war wiederum flüssig und einfallsreich.

Fazit: Die Grundidee des perfekten Systems fand ich gut, aber nicht ganz ausgereift. Viele dystopische Elemente wurden bedient, aber nicht ausführlich beschrieben, was ich schade fand. Durch den Charakter Darian wird die Geschichte dennoch interessant gestaltet.

Bewertung: 3 / 5