Samstag, 12. November 2022

[Rezension] The Lost Crown - Wer die Nacht malt

Werbung - Leserundenexemplar

Autorin: Jennifer Benkau

Titel: The Lost Crown - Wer die Nacht malt

Verlag: Ravensburger

Seiten: 512

Erscheinungsdatum: 10.10.2022

Preis: 19,99 € (Hardcover)

Klappentext:
"Nachtschwarz ist der Wald, in dem die junge Schmiedin Kaya von Räubern entführt wird. Totenbleich ist der verwundete Anführer Mirulay, der Kayas Hilfe braucht. Blutrot ist ihre Angst, dass sie einem Mann in die Falle gegangen ist, der nicht nur mit ihren Gefühlen spielt, sondern auch ihr größtes Geheimnis für seine Zwecke nutzen wird. Denn Kaya beherrscht die Gabe, Magie zu malen. Mirulay verfügt jedoch über eine ganz andere Magie, die Kayas Sinne betört und die Macht hat, Königreiche zu stürzen."

Meine Meinung:

Bisher hatte ich noch kein Buch von der Autorin gelesen. Da ich aber schon viel positives zu ihren Büchern gehört habe und der Klappentext einfach super klang, war ich neugierig auf die Geschichte. Daher habe ich mich gefreut, dass ich mit an der Leserunde teilnehmen durfte.

Ich konnte mich gut in die Geschichte hineinfinden, in der es um Kaya geht, die als Schmiedin anstelle ihres Vaters von Amisa nach Eshrian reist. Mit dabei ist ihr bester Freund Nevan, der Pferdeheiler ist. Auf den Weg dorthin werden sie überfallen und entführt. Der Anführer der Räuber, Mirulay, wird jedoch verwundet und Kaya kann ihn mit ihrer Gabe, die sie immer in Amisa unterdrücken musste, heilen. In Eshrian und mit Mirulay kommt sie mehr und mehr hinter das Geheimnis ihrer Gabe. Aber auch Mirulay hat seinen eigenen Kampf zu bestreiten.

Kaya fand ich gleich sympathisch und mir hat ihre Gabe gut gefallen. Sie versucht zu helfen, aber sagt auch, was sie denkt. Außerdem kommt mehr über ihre Gabe zum Vorschein und dadurch ist bei ihr eine gute Entwicklung zu sehen.
Von Mirualay erfährt man nach und nach mehr, da der Handlungsstrang aus seiner Vergangenheit vieles offenbart. Man merkt, dass er schon vieles durchmachen musste und für ihn alles auch nicht so leicht ist, was in der Welt vor sich geht. Dadurch wirkte er auch schon etwas reifer, aber auch etwas unnahbar, andererseits auch wieder anziehend.

Der Weltenaufbau konnte mich überzeugen. Außerdem sind die Städte auch kulturell unterschiedlich. Das wurde auch schön in der Geschichte hervorgebracht und hat mir gut gefallen.

Der Schreibstil in der Geschichte war locker gehalten. Manchmal bin ich zwar über ein paar Ausdrücke oder Sätze gestolpert, aber es ergab sich ansonsten ein stimmiger Lesefluss. Außerdem war die bildliche Sprache schön zu lesen. Ich konnte mir die Orte gut vor Augen führen.

Mit der Zeit nähern sich Kaya und Miru immer mehr an. Dennoch spielen sich auch widersprüchliche Gefühle bei ihnen ein. Das macht es an manchen Stellen reizend, aber manchmal waren mir dann die Emotionen doch zu wenig und ich konnte die Gefühle zwischen ihnen nicht immer spüren. Manches wurde dann aber auch wieder intensiv hervorgebracht und man konnte in den Situationen mitfühlen.

Insgesamt haben mir die magischen Gaben, von denen man immer mehr erfährt, gefallen. Die Magie zu malen finde ich sehr interessant und macht die Geschichte faszinierend. Aber auch die verschiedenen Völker und Wesen sind spannend gestaltet. Dadurch ergeben sich ereignisreiche und auch gefährliche Situationen. Diese wurde insgesamt sehr gut dargestellt.

Die Geschichte hat mir zum Ende hin nochmals sehr gut gefallen. Es werden einige Dinge noch mehr hervorgeholt und man bekommt noch einiges zu den Charakten offenbart, was auch noch einmal für eine überraschende Wendung sorgte.

Fazit:
Der Auftakt der Dilogie hat mir insgesamt gut gefallen. Die Idee Magie zu malen fand ich sehr interessant und faszinierend. Die Protagonisten Kaya und Miru waren mir sympathisch und mir hat die Annäherung zwischen ihnen gefallen. Jedoch konnte ich nicht immer die Emotionen an den richtigen Stellen zwischen ihnen spüren. Die verschiedenen Handlungsstränge, in dem man auch mehr über Mirulay erfährt, haben mir gut gefallen. Am Ende wurde die Geschichte nochmals intensiver und überraschender. Daher kann man auch schon neugierig auf die Fortsetzung sein, wie es mit Kaya und Miru weitergeht.

Bewertung: 4/5

Vielen Dank an Lovelybooks und Ravensburger Buchverlag für das Leserundenexemplar.

Dienstag, 8. November 2022

[Rezension] Das Reich der Vampire

Autor: Jay Kristoff

Titel: Das Reich der Vampire: A Tale of Blood and Darkness

Verlag: Fischer Tor

Seiten: 1.024

Erscheinungsdatum: 29.06.2022

Preis: 26,00 € (Hardcover)

Klappentext:
"Vor 27 Jahren ging die Sonne unter – und seitdem sind die Armeen der Vampire auf dem Vormarsch. Stück für Stück haben sie ihr ewiges Reich ausgedehnt und den Menschen den Boden streitig gemacht, bis nur noch an wenigen Orten ein unbeschwertes Leben möglich ist. Kleine Inseln des Lichts in einem Meer aus ewiger Finsternis.
Als der junge Gabriel de León sein Heimatdorf verlassen muss, führt ihn sein Weg nach San Michon, zum Orden der Silberwächter, einer heiligen Bruderschaft, die das Reich und die Kirche gegen den Ansturm der Bestien verteidigt. Und noch ahnt er nicht, dass er zur größten Legende des Ordens werden wird – und zur letzten Hoffnung einer sterbenden Welt. "

Meine Meinung:

Von Jay Krsitoff habe ich bereits die Lotuskrieg-Reihe gelesen und war sehr begeistert von seiner Art zu schreiben. Daher konnte ich auch nicht an den Auftaktband seiner neuen Reihe vorbei. Da es in diesem um Vampire geht, war es sowieso ein Muss. Die Aufmachung des Buches sowie das Innenleben mit der Karte und den Illustrationen gefallen mir auch richtig gut. Aber das Buch mit seinen über 1.000 Seiten stellte mich trotzdem vor eine Herausforderung.

Der Einstieg in die Geschichte fiel nicht ganz so leicht, da ich die gewählte Erzählform so nicht erwartet hätte. Die Geschichte gleicht eher einen Interview und ich musste mich erst einmal in die Welt hineinfinden. Der Protagonist Gabriel, der in Gefangenschaft ist, erzählt seine Geschichte einem Geschichtenschreiber. So begibt man sich auf verschiedene Zeitebenen seines Lebens. Dabei gibt es verschiedene Handlungsstränge. Er erzählt davon, wie er zum Orden der Silberwächter kam und was er dort erlebt hat, aber auch wie sich der Kampf mit den Ewigen König gestaltet hat. Dabei spielt auch eine Rolle, den Vampiren die Welt nicht zu überlassen und somit den Untergang der Welt zu verhindern.

Auf den verschiedenen Stationen lernt man Gabriel gut kennen. Zunächst eher unbedeutend sticht der er später aus den Orden der Silberwächter hervor. Er kann sich schlecht an Regeln halten, aber dennoch scheut er nicht den Kampf mit den Vampiren. Dabei lauern bei ihm auch ungeahnte Kräfte, die ihm behilflich sind. Aber dabei muss er den Ursprung seiner Linie auf die Spur kommen. Gabriel ist ein sehr interessanter Charakter und hat mir mit seiner Art sehr gefallen.
Aber auch andere Charaktere machen die Geschichte spannend. Manche Charaktere, die man anfangs noch nicht wirklich mag, können dann doch noch überraschen und gewinnen an Sympathie. Somit sind die Charaktere auch vielfältig und abwechslungsreich gezeichnet.

Jay Kristoff konnte sehr schön die düstere Stimmung in dieser tristen Vampirwelt hervorholen und auch die Auswegslosigkeit in manchen Situationen. Die Vampirwelt ist zudem bildgewaltig und einnehmend gestaltet.
Ingesamt ist der Schreibstil komplex und detailreich ausgestattet. Somit muss man teilweise aufmerksam und konzentriert lesen. Manches ist vielleicht auch etwas zu ausführlich dargestellt, aber dennoch gibt es auch einen spannenden Lesefluss. So fiebert man oft mit Gabriel mit und bekommt das gesamte Ausmaß der düsteren Atmosphäre zu spüren.
Aber auch die Sprache von Jay Kristoff ist in dieser Geschichte derber und ordinär, aber dennoch passend für die Charaktere. Dabei entstehen auch unterhaltsame und fast schon humorvolle Dialoge.

Wenn man sich erst einmal in die Welt hineingefunden hat, bekommt man eine aufregende, aber auch brutale Vampirwelt geboten. Jay Kristoff schreckt daher auch nicht vor einigen Verlusten zurück. Die verschiedenen Handlungsstränge machen die Geschichte zu einem großen Ganzen, sind irgendwie miteinander verwoben, aber dennoch bekommt man noch nicht das ganze Ausmaß geboten. Denn aus Gabriels Leben fehlen noch einige Stationen, die auch auf eine ereignisreiche Fortsetzung hoffen lassen.

Fazit:
Als ich mich in dieser düsteren und tristen Vampirwelt zurechtgefunden hatte, konnte ich mit den Protagonist Gabriel mitfiebern. Er ist ein sehr interessanter Charakter, der mir mit seiner Art gefallen hat, auch wenn sie eher derb ist. Man begleitet ihn auf verschiedenen Stationen seines Leben. So ergeben sich verschiedene und spannende Handlungsstränge. Manches wurde vielleicht auch zu ausführlich dargestellt. Die Vampirwelt ist komplex und bildgewaltig dargestellt. Dennoch erfährt man noch nicht das ganze Ausmaß der Geschichte. Daher freue ich mich schon auf eine ereignisreiche Fortsetzung.

Bewertung: 4 / 5

Freitag, 4. November 2022

Rückblick auf den Oktober

Hallöchen ihr Lieben,
im Oktober lief es wieder besser mit dem Lesen. Durch mehrere Leserunden bin ich gut vorangekommen mit den Büchern und konnte auch ein Buch mit über 1.000 Seiten lesen. Insgesamt habe ich sechs Bücher gelesen. Es waren einige tolle Bücher dabei.
So kann es jetzt auch im November weitergehen.;)

Meine gelesenen Bücher im Oktober:



- Infinitas - Fluch aus Glut und Asche von Marina Neumeier (Rezension: 3/5 - Link)
- Ash und die Welt der Schatten von Gesa Schwartz(Rezension: 5/5 - Link)
- Ich bin dein Schicksal - Dusk & Dawn 1 von Kira Licht (Rezension: 4-/5 - Link)
- Die Schneekönigin - Kristalle aus Eis und Blut von C.E. Bernard (Rezension: 4+/5 - Link)
- Das Reich der Vampire von Jay Kristoff (Rezension folgt)
- The Lost Crown - Wer die Nacht malt von Jennifer Benkau (Rezension folgt)


Bei "Infinitas" hat mir die Grundidee gefallen und auch das italienische Setting. Aber die Handlungen zogen sich etwas und verloren sich in den Gedankengängen der Protagonisten.
Mit "Ash und die Welt der Schatten" hat Gesa Schwartz wieder einen fantasievolle Geschichte geschaffen, die jung und alt Spaß macht zu lesen. Die spannenden Abenteuer in der Schattenwelt und die wunderbaren Charaktere konnten mich überzeugen.
Bei "Ich bin dein Schicksal" wurde eine ideenreiche und fantasievolle Geschichte rund um die Welt der Noctua geschaffen. Die Liebesgeschichte konnte mich nicht ganz so überzeugen, aber sorgte am Ende noch einmal für eine Überraschung, was neugierig auf die Fortsetzung machen lässt.
Die Märchenadaption "Die Schneekönigin" bietet eine eisige und düstere Atmosphäre. Die Geschichte war anfangs eher ruhig, aber durch die Protagonistin, die sich auf den Weg zum Palast der Schneekönigin macht, wurde es zunehmend spannender. Am Ende wurde man sogar auch noch etwas überrascht.
"Das Reich der Vampire" mit seinen 1.000 Seiten hat mir insgesamt gut gefallen. Anfangs musste man sich erst einmal etwas hineinfinden, manches war etwas zu ausführlich. Aber die Charaktere waren vielfältig und durch die verschiedenen zeitlichen Stationen von Gabriel ergibt die Geschichte ein spannendes Konstrukt in der düsteren Vampirwelt.
Bei "The Lost Crown" hat mir die Idee, die Magie zu malen, sehr gefallen. Nur die Emotionen zwischen den Protagonisten Miru und Kaya konnte ich nicht immer richtig spüren, aber trotzdem hat mir die Annäherung zwischen ihnen gefallen. Das Ende macht außerdem neugierig auf die Fortsetzung.

Im Oktober gab es mal verhältnismäßig weniger Neuzugänge, was dem SuB auch mal gut tut. Darunter war ein selbstgekauftes Buch, dann noch Rezensions- und Leserundenexemplare.



+ Schattenthron - Bringerin des Lichts (Band 1) von Beril Kehribar
Klappentext von Band 1:
"Kaaya hat keine Vergangenheit, keine Erinnerungen, keine Familie. Nichts außer Arian, der sie einst von den Straßen geholt und bei sich aufgenommen hat. Doch bevor sie ihrem besten Freund sagen kann, was sie wirklich für ihn empfindet, wird seine Seele von einem Schattenelfen gestohlen und er bleibt als Hülle zurück. Um ihn zu retten, reist die 18-Jährige ins Reich der Schatten, wo sie sich inmitten eines uralten Krieges wiederfindet. Das, was Kaaya dort über sich erfährt, bringt alles ins Wanken, an das sie bisher geglaubt hat. Sie muss erkennen, dass sie niemandem mehr vertrauen kann, nicht einmal sich selbst und ihren eigenen Gefühlen – gerade wenn es um den mysteriösen Kronprinzen Ilias geht, der seine ganz persönliche Mission verfolgt …"

+ Die Schneekönigin - Kristalle aus Eis und Blut von C.E. Bernard
"Jeder kennt ihre Geschichte: Weit im hohen Norden lebt die Schneekönigin in ihrem kalten Palast. Sie ist ein Monster, das Kinder entführt und Eiskristalle in ihre Herzen treibt. Doch ich glaube nicht daran. Im Gegenteil: Ich will, dass die Schneekönigin mein Kind rettet! Denn die Gunst des Winters und seiner eisigen Stürme gehört meinem Reich seit Generationen. Erst als am Tag der Winterwende ein geheimnisvoller Luchs auftauchte, sandte die Schneekönigin mir ihren Zorn. Doch ich werde ihre drei Prüfungen bestehen und meinen Sohn retten. Sogar, wenn ich dabei selbst zu Eis erstarren werde ... "

+ The other Side of the Sky - Die Göttin und der Prinz von Amie Kaufman und Meagon Spooner
"Über den Wolken von Alciel schweben glänzende Himmelsstädte. In den Schatten darunter aber existiert eine dunklere Welt mit uralten Tempeln und dem Glauben an Magie. Doch keines der beiden Reiche weiß von dem anderen. Als Prinz North mit seinem Flugzeug abstürzt, ist das für Nimh kein technisches Versagen, sondern die Bestätigung einer Prophezeiung. Nimh ist die wiedergeborene Göttin ihrer Welt, die ihr darbendes Volk retten will. North glaubt nicht an Zauber, aber er muss einen Weg zurück finden zu seiner Seite des Himmels. Zögernd gehen die beiden ein Bündnis ein, das schnell zu mehr wird. Ihre Schicksale sind miteinander verwoben, aber ihre Nähe ist verboten, denn als lebende Göttin darf Nimh von keinem Menschen berührt werden."

+ The Lost Crown - Wer die Nacht malt von Jennifer Benkau
"Nachtschwarz ist der Wald, in dem die junge Schmiedin Kaya von Räubern entführt wird. Totenbleich ist der verwundete Anführer Mirulay, der Kayas Hilfe braucht. Blutrot ist ihre Angst, dass sie einem Mann in die Falle gegangen ist, der nicht nur mit ihren Gefühlen spielt, sondern auch ihr größtes Geheimnis für seine Zwecke nutzen wird. Denn Kaya beherrscht die Gabe, Magie zu malen. Mirulay verfügt jedoch über eine ganz andere Magie, die Kayas Sinne betört und die Macht hat, Königreiche zu stürzen."

Wie verlief der Oktober bei euch? Wie viele Bücher habt ihr gelesen und war ein Highlight dabei?

Liebe Grüße, Apathy