Donnerstag, 30. Januar 2020

[Rezension] Soul Mates - Ruf der Dunkelheit

Autorin: Bianca Iosivoni

Titel: Soul Mates - Ruf der Dunkelheit (Band 2)

Verlag: Ravensburger

Seiten: 416

Erscheinungsdatum: 18.04.2018

Preis: 14,00 € (Taschenbuch)

Klappentext:
"Er sieht das Dunkle in ihrer Schönheit. Sie sieht das Schöne in seiner Dunkelheit. Zwei Seelen - für immer verbunden. Doch im Kampf zwischen Licht und Schatten bedeutet ihre Liebe den Tod.

Rayne und Colt sind Seelenpartner - und ihre Liebe bringt sie in größte Gefahr. Denn Lauren, die Anführerin der Dunkelseelen, hat Rayne auf ihre Seite gezogen und versucht auf jede erdenkliche Weise, ihren Willen zu brechen. Doch Colt kämpft weiterhin für die Lichtseelen und würde alles dafür tun, um Rayne zurückzugewinnen."

Meine Meinung:

Achtung...evtl. Spoiler, da Band 2 einer Dilogie!

Nachdem mich der erste Band magisch angezogen hat, wollte ich gerne wissen, wie die Geschichte weitergeht bzw. endet.

Die Geschichte knüpft an die Geschehnisse in Band 1 an. Rayne ist nun bei den Dunkelseelen gefangen und Lauren will sie unbedingt auf deren Seite ziehen. Aber dennoch muss sie sich beweisen, auf welcher Seite sie wirklich steht. Aber das ist nicht so einfach, denn auch bei den Dunkelseelen hat sie Verbündete, die sie noch einfach so zurücklassen möchte. Können die Lichtseelen und Rayne es schaffen, Lauren aufzuhalten? Wie geht es mit Colt und Rayne weiter?

Durch die Geschichte wird man wieder mit dem magischen und fantasievollen Schreibstil von Bianca begleitet. Das Geschehen wird mit Kampfszenen untermauert, die immer wieder spannend dargestellt sind. Man fiebert mit den Lichtseelen mit. Zudem sind Verluste mit inbegriffen, die man leider verschmerzen muss. Aber dann ist auch noch die Anziehung zwischen Rayne und Colt, die prickelnd gestaltet ist. Man spürt auch den Zwiespalt, den Rayne mit sich trägt, da sie sich zu den Lichtseelen hingezogen fühlt, aber auch Freunde bei den Dunkelseelen hat.
Es ist durchaus eine fantasievolle Geschichten mit einem magischen Setting, die tempo- und actionreich gestaltet ist. Aber manchmal auch schon etwas zu überladen wirkte, denn die Kampfszenen nehmen eine größere Präsenz ein.

Auch in der Fortsetzung hat mir gefallen, dasss die Liebesgeschichte nicht im Vordergrund steht. Man kann zwar immer mal wieder die Anziehung zwischen Rayne und Colt spüren, aber dennoch ist Lauren aufzuhalten wichtiger. Dies gestaltet sich nicht einfach, da sie unsterblich zu sein scheint.

Jedoch empfand ich Band 2 einen Tick schwächer, da nicht wie erhofft auf die Nebencharaktere eingegangen wurde. Sie waren einfach da und ein nettes Beiwerk, obwohl ich sie schon sehr mochte. Insbesondere ein Nebencharakter taucht plötzlich aus dem Nichts auf und man erfährt kaum etwas über ihn. Da hätte ich mir manches doch etwas ausführlicher gewünscht. Es folgt zudem Kampf auf Kampf, was einerseits sehr spannend war, aber auch anderseits auch kaum eine Pause zuließ. Da Ende wird dann auch ziemlich schnell abgehandelt und bleibt dann auch noch etwas offen. Da hätte ich mir doch die ein oder andere Erklärung mehr gewünscht.

Dennoch hat mir auch in diesem Band Colt wieder sehr gut gefallen. Rayne gewinnt zudem immer mehr an Stärke und ist ihrem Seelenpartner ebenbürtig. Das Band zwischen ihnen ist einfach zauberhaft.

Eine Geschichte über Licht- und Dunkelseelen sowie Seelenpartner, die mich trotz einiger Kritikpunkte in ihren Bann ziehen konnte.

Fazit:
Es ist einer guter Abschluss der Dilogie. Die Autorin konnte mich mit ihren Schreibstil und mit der fantasievollen Welt überzeugen. Die Geschichte war actionreich, aber manchmal auch etwas zu überladen. Zum Ende hin bleiben auch einige Fragen offen. Dennoch konnte ich mich der Geschichte kaum entziehen, da ich Colt, die Lichtseelen und die Idee mit den Seelenpartnern sehr mochte.

Bewertung: 4 / 5

Dienstag, 21. Januar 2020

[Rezension] Die Welt nach der Flut

Autorin: Kassandra Montag

Titel: Die Welt nach der Flut

Verlag: HarperCollins

Seiten: 512

Erscheinungsdatum: 17.12.2019

Preis: 20,00 € (Broschiert)

Klappentext:
"Vor sechs Jahren musste die damals hochschwangere Myra hilflos zusehen, wie ihr Mann ihre älteste Tochter Row kidnappte und mit einem Boot über die dunklen Fluten davonfuhr. Sie hatte keine Chance, sie einzuholen. Denn die Erde ist nicht mehr, wie sie einst war: Seit der großen Klimakatastrophe gibt es kein Festland mehr, lediglich Archipele, die ehemaligen Bergregionen, auf die sich die verbliebenen Menschen gerettet haben. Doch nun bekommt Myra eine einmalige Chance: Mit ihrer jüngsten Tochter darf sie auf einem Boot mitreisen. Eine Chance auf eine Zukunft, auf ein neues Leben. Doch sie hat Row niemals vergessen, und als sie auf der Reise Hinweise auf den Aufenthaltsort ihres Kindes bekommt, bringt sie die Crew dazu, den Kurs zu ändern. Eine dramatische Entscheidung mit der sie nicht nur ihr eigenes Leben, sondern das aller auf dem Boot in große Gefahr bringt."

Meine Meinung:

Das Buch hörte sich nach einer guten Dystopie an. Ein Zukunftsszenario im Zuge des Klimawandels, welches denkbar ist.

Ganze Teile der Welt sind überflutet. Es gibt nur noch einige Küsten, die bewohnbar sind und wo Handel betrieben wird. Andere leben auf Schiffen oder Booten, wie Myra und ihre Tochter Pearl. Myra ist gut im Fischen. Um notwendige Lebensmittel oder andere Sachen aufzutreiben, begibt sie sich an verschiedene Handelspunkte. Eines Tages erhält sie den Hinweis, dass ihre zweite Tochter Row noch lebt und sich im Valley befindet, welches aber schwer zu erreichen ist. Row wurde damals von ihrem Vater entführt. Es beginnt eine abenteuerliche Reise, auf dieser sich Myra und ihre Tochter Pearl sogar einem anderen Schiff anschließen können. Mit dieser Mannschaft versuchen sie ins Valley aufzubrechen. Aber es lauern nicht nur Gefahren durch das stürmische Wetter, sondern auch durch Piratenschiffe, die andere Schiffe plündern.

Die Geschichte wird aus Myra’s Sicht erzählt. Die Autorin baut auch immer wieder Rückblenden ein, in denen Myra erzählt, wie das Leben früher und die Anfangszeit der Flut war, wie sie mit ihrer Tochter Pearl überlebt hat. Außerdem begleitet man sie auf ihrem täglichen Überlebenskampf auf dem Meer und die Gefahren, die immer wieder bestehen können. Es wird alles sehr detailreich beschrieben, sodass es auch manchmal etwas langatmig in den Beschreibungen wirkte. Dennoch konnte mir die Autorin die Schwere und Last des Schicksals vermitteln. Es ist eine drückende und abenteuerliche Stimmung, was typisch für eine Dystopie spricht.

Mit Myra kam ich anfangs noch ganz gut klar. Sie hat es nun mal nicht leicht und ist auf ihrer Tochter und sich allein gestellt. Dafür meistert sie alles sehr gut. Jedoch verändert sich alles, als sie auf das andere Schiff kommen. Sie ist teilweise recht stur und fordert ihre Bedürfnisse ein. Ja, sie möchte ihre andere Tochter unbedingt finden, aber dafür setzt sie andere Menschen schlimmen Gefahren aus. Selbst ihre Tochter Pearl fühlt sich zurückgesetzt. Aber wahrscheinlich handelt man so, wenn man eine Chance sieht, jemand geliebten wiederzufinden. Deswegen bin ich etwas im Zwiespalt mit ihr, einerseits kann ich sie verstehen, aber andererseits handelt sie egoistisch und stößt andere teilweise vor den Kopf. Man hat währenddessen nur die Hoffnung, dass am Ende alles gut geht.

Von den anderen Charakteren, die im Laufe der Geschichte hinzukommen, erfährt man bruchstückweise ihre Schicksale, die auch berühren. Dennoch war ich den Charakteren nie ganz nahe, aber das lag wahrscheinlich an der drückenden Stimmung und den vorherrschenden Gefahren, um die sie sich kümmern mussten.

Durch den leichten und abenteuerlichen Schreibstil kam man gut durch die Geschichte hindurch. Dennoch gab es Phasen, wo mir etwas fehlte und es dadurch etwas langatmig wirkte. An sich ist es eine glaubhafte Geschichte, da der Klimawandel und die daraus resultierenden Konsequenzen wahr werden könnten. Aber auch der Mut, den eine Mutter aufbringen muss, um ihre Tochter zu beschützen und die andere zurückzuholen, wird hier aufgezeigt. Dabei sind der Mutterliebe keine Grenzen gesetzt.

Fazit:
Ein dystopische Geschichte, die glaubhaft dargestellt ist. Es geht ums tägliche Überleben auf dem Meer, um Mutterliebe, Mut, Zusammenhalt und Stärke. Es wurde vieles sehr detailreich beschrieben, was aber manchmal dazu führte, dass die Story etwas zu langatmig wirkte. Die drückende Stimmung und die Schwere der Schicksale konnte die Autorin gut herausarbeiten, jedoch war ich der Geschichte nie emotional ganz nahe.

Bewertung: 3,5 / 5

Vielen Dank an den HarperCollins-Verlag, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Mittwoch, 15. Januar 2020

[Rezension] Der unsterbliche Tag - Zwölf Uhr

Autorin: Jay Moon

Titel: Der unsterbliche Tag - Zwölf Uhr

Verlag: Independently published

Seiten: 200

Erscheinungsdatum: 01.07.2019

Preis: 4,99 € (E-Book); 9,99 € (Taschenbuch)

Klappentext:
"Was würdest du tun, wenn du einen Tag lang unsterblich wärst?
Wie konnte jemand so wunderschön aussehen und gleichzeitig so schreckliche Dinge tun?»Der Tag ist nocht nicht vorbei.« – SHOUTA NAGASAKI"

Meine Meinung:

Achtung...evtl. Spoiler, da Band 2 einer Reihe.

Bereits die erste Episode konnte mich begeistern. Ich war schon sehr gespannt, wie jeder seine Aufgaben meistert. Ich durfte bei der Leserunde zur zweiten Episode teilnehmen. Ich habe mich sehr gefreut. Vielen Dank an die Autorin.

Die skurrile Sensations-Reality-Show geht weiter. Moderiert wird das ganze wieder von Cody - The Cook. Man begleitet die Teilnehmer der Show, die ihren unsterblichen Tag erleben, bei ihren nächsten Aufgaben. Diese haben es ganz schön in sich. Sie sind teilweise erschreckend, eklig und einfach nur krass. Manchmal muss man auch ganz schön tief Luft holen. Natürlich bleibt am Ende die Frage, wer kann die meisten Stimmen für sich gewinnen?

Die Charaktere übertreffen sich fast schon selbst. Hier werden auch noch ein paar Handlungen eingebaut, die man nicht so vorhergesehen hat und manche Charaktere in ein anderes Licht rücken lässt. Aber besonders hat mir die Entwicklung von Whitt gefallen.

Auch in dieser Episode konnte mich der derbe und sarkastische Schreibstil überzeugen. Dies wird auch nur durch humorvolle und überdrehte Dialoge untermauert. Aber dadurch wirkt die Geschichte sehr belebend.

Die Story mit den kurzen Kapiteln ist wieder temporeich gestaltet. Es kommt keine Langeweile auf und man kommt gut im Geschehen mit. Die Handlung ist durchgehend spannend. Der Ideenreichtum mit den Aufgaben, den die Autorin eingebaut hat, finde ich besonders gelungen.

Ich bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht und was sich die Autorin noch für Aufgaben für die Kandidaten einfallen lässt. Dennoch spielt bei jeder Aufgabe auch die Angst mit, dass einem der Kandidaten doch noch etwas passieren könnte.

Hinter der Story steckt nicht nur Sarkasmus und Skurrilität, sondern auch Ernsthaftigkeit und Achtung. Teils ist es übertrieben dargestellt, aber es spiegelt auch eine gewisse Glaubwürdigkeit wider.

Fazit:
Es geht spannend, wahnwitzig und temporeich weiter. Der Ideenreichtum der Autorin hat mir sehr gefallen, die Umsetzung ist einfach gelungen. Sarkasmus, aber auch Ernsthaftigkeit stecken hinter dem Ganzen. Die Geschichte wird belebt durch die verschiedenen Charaktere.

Bewertung: 5-/5