Montag, 10. Juni 2019

[Rezension] Vicious Love

Autorin: L. J. Shen

Titel: Vicious Love (Sinners of Saint 1)

Verlag: LYX

Seiten: 448

Erscheinungsdatum: 27.04.2018

Preis: 12,90 € (Broschiert)

Klappentext:
"Emilia LeBlanc traut ihren Augen nicht, als sie nach zehn Jahren zum ersten Mal wieder Baron "Vicious" Spencer gegenübersteht. Vicious, der ihr das Leben einst zur Hölle gemacht hat. Vicious, der nie nett, immer furchtbar zu ihr war. Vicious, der sie ans andere Ende der USA und weg von ihrer Familie getrieben hat. Vicious, der einzige Mann, den sie je geliebt hat. Inzwischen ist er ein erfolgreicher Anwalt und leitet mit seinen drei besten Freunden ein Multi-Milliarden-Dollar-Unternehmen. Emilia, die es kaum schafft, sich und ihre kranke Schwester über die Runden zu bringen, weiß, dass Vicious der letzte Mann ist, den sie jetzt in ihrem Leben gebrauchen kann. Und doch kann sie sich wie damals schon einfach nicht von ihm fernhalten ... "

Meine Meinung:

Durch die vielen positiven Meinungen und durch andere Blogger, bin ich auf das Buch aufmerksam geworden. Es klang so furchtbar interessant, sodass ich die Geschichte unbedingt lesen wollte.

Was soll ich sagen? Das Buch lässt mich irgendwie etwas zwiegespalten zurück. Zu einem lag es an den Charakteren und zum anderen an der derben Aussprache, die die Autorin hier benutzt. Aber andererseits muss man das ihr wieder zugute heißen, weil es dann doch anders ist als die bisherigen Bücher im New Adult-Bereich. Es wird nichts verweichlicht. Es ist Liebe und Hass zugleich…aber auch Skepsis, Schock und Gefallen gleichzeitig.

Vicious Spencer und Emilia LeBlanc kennen sich schon seit ihren Jugendjahren, als Emilia und ihre Eltern in die Dienstbotenwohnung von den Spencers ziehen. Es bleibt nicht aus, dass die beiden sich immer wieder über den Weg laufen. Aber alles, was Emilia von Vicious entgegen bekommt, ist Hass. Soviel Hass, dass er sogar schafft, Emilia von diesem Ort zu vergraulen. Nach zehn Jahren treffen sie sich zufällig wieder. Es scheint so, als hätte Vicious sich nicht verändert. Für seine Pläne spannt er Emilia ein und stellt sie als Assistentin in seiner Anwaltskanzlei, die er mit seinen früheren Kumpels leitet, ein. Emilia benötigt dringend das Geld, da ihre kleine Schwester Rosie krank ist und Medikamente braucht. Trotz aller Unbehagen tritt Emilia den Job an. Kann sie den Rüpel Vicious zähmen? Kann aus Hass Liebe werden oder war diese sogar schon immer da?

Man muss es so sagen, wie es ist, Vicious ist ein richtiger Kotzbrocken, skrupellos, emotionslos und nutzt Leute für seine Pläne aus. Viel schlimmer als ein Bad Boy. Man kann zu anfangs gar nicht verstehen, was Emilia an ihm findet. Doch hinter seiner eiskalten Fassade, lauert doch etwas mehr. Selbst Emilia lernt die Seite hinter diese Fassade erst später kennen. Emilia ist dahingehend der glanzvolle Gegenpart zu ihm. Sie ist aufopferungsvoll, liebenswürdig, künstlerisch begabt, aber auch manchmal etwas naiv, insbesondere in Bezug auf Vicious.

Zusammen würde ich die Beiden so beschreiben: Sie ist die Farbe in seiner Finsternis.

Einige Nebencharaktere lernt man kennen, insbesondere die Kumpels von Vicious. Zusammen die HotHols genannt. Sie nehmen sich alle nicht viel.
Rosie ist dahingehen ein netter Nebencharakter. Bei ihr freue ich mich noch etwas mehr im nächsten Band zu erfahren.

Die Autorin baut einige Rückblenden in die Geschichte ein, um zu verstehen, was in der Vergangenheit passiert ist. So ist es durchaus eine komplexe Geschichte, die ein gutes Fundament ergibt. Der Schreibstil ist zwar teilweise flüssig, aber doch etwas gewöhnungsbedürftig, was die Aussprache mancher Wörter betraf. Dies war wiederum passend zum Charakter Vicious.

Im Nachhinein denke ich doch, dass mir die Geschichte ganz gut gefallen hat. Da sie mir doch etwas anderes bot. Außerdem gibt die Autorin der Liebesgeschichte viel Raum und Zeit. Auch wo sich Emilia und Vicious nach Jahren wiedertreffen, sind sie nicht gleich ein Herz und eine Seele. Es gibt viele Neckereien und auch wieder Enttäuschungen. Jedoch öffnet sich Vicious langsam und lässt hinter seine Fassade blicken, aber auch nicht zu viel. Er ist und bleibt der Kotzbrocken an der Oberfläche. Nebenher passieren auch noch einige Sachen, die der Geschichte einen guten Fluss geben und wo auch einige Auflösungen aus der Vergangenheit einhergehen. Das letzte Drittel des Buches hat mir daher am besten gefallen, da man Vicious besser kennenlernt und ihn dann auch etwas verstehen kann.

Fazit:

Es ist eine Geschichte, die man hasst, die man liebt und irgendwas dazwischen. Das besondere hier ist eher, dass es irgendwie anders abgelaufen ist als ich bisher gelesen habe und nichts verweichlicht dargestellt wurde. Dennoch bin ich zwiegespalten, anfangs war ich skeptisch, dann war irgendwie schockiert, aber auch mit voller Gefallen dabei. Ich denke, dass ich die Reihe weiter verfolgen werde, da ich gerne mehr von Rosie und den anderen HotHols lesen möchte.

Bewertung: 3,5 / 5

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