Samstag, 9. Oktober 2021

[Rezension] Ferryman - Die Grenzgänger

Autorin: Claire McFall

Titel: Ferryman - Die Grenzgänger

Verlag: Arctis

Seiten: 336

Erscheinungsdatum: 24.07.2020

Preis: 19,00 € (Hardcover)

Klappentext:
"Tristan und Dylan sind dem Jenseits entkommen, doch das Schicksal hat für sie einen anderen Weg vorgesehen: Dylan hätte bei dem Zugunglück ums Leben kommen sollen und Tristan sollte noch immer ein Ferryman sein, ein Unsterblicher. Doch jetzt, in der Welt der Sterblichen, müssen sie die Konsequenzen tragen. Sie entdecken, dass offenbar etwas Stärkeres als Liebe sie miteinander verbindet – ihre Seelen. Wird Dylans und Tristans Liebe stark genug sein und werden sie allen Gefahren trotzen können, die sie von nun an im Diesseits erwarten?"

Meine Meinung:

Achtung!...evtl. Spoiler, da Band 2 einer Reihe.

Da mir Band 1 gut gefallen hatte und ich gerne wissen wollte, wie es mit Tristan weitergeht, musste ich auch Band 2 lesen.

Dylan und Tristan haben es aus dem Niemandsland geschafft. Dennoch gibt es weiterhin Hindernisse zu überwinden, da das ungewollte Zurückkommen, was eigentlich nicht hätte sein sollen, Spuren hinterlässt. Sie müssen für ihr Dasein in der realen Welt kämpfen. Können sie es gemeinsam schaffen?

Zu dem Handlungsstrang zu Dylan und Tristan fügt sich noch ein anderer hinzu. Denn Susanna, auch eine Seelenfahrerin, möchte Tristan in die normale Welt folgen. Dabei muss sie sich mit ihrer verstorbenen Seele Jack arrangieren und einen Weg finden.

Die Geschehnisse spielen sich nun in der normalen Welt ab und nicht mehr im rauhen Niemandsland. Mir haben auch die Szenen in dieser Welt gefallen, da es auch einige Gefahren gibt, gegen die sie ankämpfen müssen. Somit wurde hier auch eine gewisse Spannung aufrechterhalten.

Im ersten Band lebte die Geschichte fast nur von Tristan und Dylan. Im zweiten Band komme noch weitere Charaktere hinzu. Somit wird für noch mehr Handlung in der Geschichte gesorgt.

Was mich aber im zweiten Band gestört hat, war Dylan. Klar, sie ist noch ein Teenager, aber ihr kindisches Verhalten gegenüber Tristan hat mir des öfteren die Augen rollen lassen. An Tristans Stelle hätte ich manchmal eher das Weite gesucht oder wäre freiwillig ins Niemandsland zurückgekehrt. Sie ist stur und eifersüchtig und lässt Tristan keinen Schritt alleine tun. Im ersten Band war das Liebesgedusel genau richtig, aber hier war es einfach zu viel.

Den zweiten Band fand ich ingesamt etwas schwächer. Obwohl dieser viel Spannung und Action und auch mit den weiteren Handlungsstrang mehr Story bietet, konnte ich mit Dylans Verhalten einfach nichts anfangen. Dafür hat mir Tristan umso mehr gefallen, denn er ist fürsorglich und hat eine ruhige Art.

Der Schreibstil hat mir wieder gut gefallen, da er bildhaft und fließend gestaltet wurde. Er bot einen angenehmen Lesefluss.

Eigentlich wäre die Geschichte nun abgeschlossen, aber dennoch ist da immer noch Susanna. Ich bin daher gespannt, in welche Richtung sich die Geschichte im dritten Band weiterentwickelt und ob Tristan etwas dagegen tun kann.

Fazit:
Die Fortsetzung war von der Idee wieder gelungen. Mit den weiteren Handlungsstrang kommt noch etwas mehr Spannung hinzu. Dennoch konnte der zweite Band nicht ganz mit dem ersten mithalten. Das lag fast ausschließlich an Dylan, da sie mich mit ihren kindischen und eifersüchtigen Verhalten oft den Kopf schütteln ließ. Dafür hat mir Tristan umso besser gefallen. Dennoch bin ich neugierig, wie sich die Geschichte in Hinblick auf Susanna weiterentwickelt.

Bewertung: 3+ / 5

Sonntag, 3. Oktober 2021

Rückblick auf den September

Hallöchen ihr Lieben,
wow, im September habe ich sehr viel gelesen. Insgesamt sind es es sechs Bücher gewesen. Mal etwas mehr als sonst. So kann es doch weitergehen.;) Ich bin schon schon gespannt auf den Oktober. Aber erst einmal gibt es einen Rücklick auf den September mit den gelesenen Büchern und den Neuzugängen.

Meine gelesenen Bücher im September:



- New Hope - Das Gold der Sterne von Rose Bloom (Rezension: 3+/5 - Link)
- Das Reich der Asche - Realm Breaker 1 von Victoria Aveyard (Rezension: 3-/5 - Link)
- Euphoria City von Anika Beer (Rezension: 4/5 - Link)
- Wenn Donner und Licht sich berühren von Brittainy C. Cherry (Rezension: 5-/5 - Link)
- Ophelia Nachtgesang - Die dunkle Fee von Gesa Schwartz (Rezension: 4+/5 - Link)
- Ferryman - Die Grenzgänger von Claire McFall (Rezension folgt)

Im September habe ich zwei Bücher gelesen, die mir besonders gut gefallen haben. "Wenn Donner und Licht sich berühren" war eine emotional berührende Geschichte und "Ophelia Nachtgesang" war eine düstere und magische Geschichte, die Spaß gemacht hat zu lesen. "Euphoria City" hat mir mit dem Spiel, welches in eine andere Welt eintaucht, gut gefallen. "New Hope" mit dem Kleinstadtflair war auch gut, nur die Emotionalität hat mir hier etwas gefehlt. "Das Reich der Asche" war mit seiner komplexen Welt leider etwas langatmig. Die Fortsetzung von "Ferryman" hat mir auch gut gefallen, aber es kommt den ersten Band nicht ganz nahe.

Ein Buch, welches ich bereits im August gelesen habe, habe ich noch rezensiert:

- Underworld Chronicles - Verflucht von Jackie May (Rezension: 4/5 - Link)


Im September gab es auch wieder einige Neuzugänge. Dabei war ein Buch aus einer Buchbox, zwei Rezensionsexemplare und zwei bestellte Bücher mit besonderem Buchschnitt.



+ Crave von Tracy Wolff
"Nach dem Unfalltod ihrer Eltern verschlägt es Grace buchstäblich ins kalte Exil: die Wildnis von Alaska, wo ihr Onkel ein Internat leitet, in dem es nicht mit rechten Dingen zugeht. Und die Schüler sind nicht weniger mysteriös, allen voran Jaxon Vega, zu dem Grace sich auf unerklärliche Weise hingezogen fühlt – trotz aller Warnungen, dass sie in seiner Nähe nicht sicher ist. Doch Jaxon hat seinen Ruf nicht umsonst: Je näher sie und der unwiderstehliche Bad Boy einander kommen, desto größer wird die Gefahr für Grace. Offensichtlich hat jemand es auf sie abgesehen …"

+ Euphoria City von Anika Beer
"Nora verbringt so viel Zeit in Euphoria wie nur möglich. Vor ein paar Jahren ist sie zum ersten Mal eingetaucht in die Welt zwischen Realität und Traum: ein Spiel, in dem alles möglich ist. Doch so golden die Welt dort glänzt, so gefährlich ist das Spiel. Seit sie ihren Bruder dadurch verloren hat, sucht Nora einen Weg, Euphoria abzuschalten. Ein rätselhafter Hinweis führt sie zu Sami, einem schmächtigen Jungen, der so gar nichts von lebensgefährlichen Abenteuern hält. Und Nora ist nicht die Einzige, die ihn entdeckt hat …"

+ Ophelia Nachtgesang - Die dunkle Fee von Gesa Schwartz
"Ophelia ist eine Dunkle Fee, die verstorbene Seelen ins Totenreich führt. Leider geht dabei so manches schief: Mal verliert sie die Seelen, mal lockt sie mit ihrem Gesang die falschen an. Der Schwarze Zirkel gibt ihr eine letzte Chance: Sie soll den 93-jährigen Augustus Pinlin ins Totenreich begleiten. Allerdings ist Augustus ein begnadeter Magier. Und so passiert es, dass dieser einen Großteil von Ophelias magischen Fähigkeiten an sich nimmt. Und da der Alte noch eine Rechnung offen hat, bietet er ihr einen Deal an: Ophelia hilft ihm und bekommt im Gegenzug ihre magischen Kräfte zurück. Und so beginnt ein Abenteuer, das sie sich in ihren kühnsten Träumen nicht hätte ausdenken können ..."

+ Plötzlich Fee-Reihe von Julie Kagawa
"Schon immer hatte Meghan das Gefühl, dass irgendetwas in ihrem Leben nicht stimmt. Aber als sie an ihrem sechzehnten Geburtstag einen geheimnisvollen Jungen entdeckt, der sie aus der Ferne beobachtet, muss sie erkennen, dass ein besonderes Schicksal auf sie wartet. Doch nie hätte sie geahnt, was wirklich dahintersteckt: Sie ist die Tochter des sagenumwobenen Feenkönigs, und nun gerät sie zwischen die Fronten eines magischen Krieges. Wie weit ist Meghan bereit zu gehen, um ihre Freunde, ihre Familie und ihre Liebe zu retten?"

+ Plötzlich Rebell von Julie Kagawa
"Er ist so berühmt wie berüchtigt in der Welt der Feen: Robin Goodfellow, auch bekannt unter dem Namen Puck. Trotz allem, wofür ihn Feen und Menschen gehalten haben – Ruhestörer, Verräter, Narr oder auch Rabe –, ist Puck zuallererst eines: der treue Gefährte von Königin Meghan und ihrem Prinzgemahl Ash. Und als eine neue Bedrohung das Feenreich heimsucht, begibt sich Puck auf die gefährlichsten Reise seines Lebens …"

Wie war der September bei euch? War er auch so lesereich wie bei mir?

Liebe Grüße, Apathy

Freitag, 1. Oktober 2021

[Rezension] Wenn Donner und Licht sich berühren

Autorin: Brittainy C. Cherry

Titel: Wenn Donner und Licht sich berühren

Verlag: LYX

Seiten: 384

Erscheinungsdatum: 29.04.2019

Preis: 12,90 € (Broschiert)

Klappentext:
"Sich in Jasmine Greene zu verlieben, fühlte sich an wie ein warmer Sommerregen. Leicht und unbeschreiblich schön. Aber als wir uns Jahre später wieder gegenüberstehen, ist von dem Sommerregen nichts mehr übrig. Stattdessen sehe ich in ihren Augen einen tosenden Sturm. Wie lange tobt er schon dort? Wie lange hat er sich schon in ihrer Seele zusammengebraut? Ihr Herz ist für immer gebrochen, und ich hasse mich dafür, dass ich es jetzt erst bemerke - wo es vielleicht schon zu spät ist."

Meine Meinung:

Von der Autorin habe ich bisher noch kein Buch gelesen, aber schon so viele positive Meinungen dazu gehört. Daher wurde es nun mal Zeit ein Buch von ihr zu lesen. Der Klappentext klang schon sehr berührend. Daher war ich schon neugierig auf die Geschichte.

Die ersten Seiten beschreibt die Protagonistin Jasmine, wie sie ihr Leben führt. Gerade an die neue Highschool gekommen, bekommt sie mit, wie ein Junge gehänselt wird. Dabei handelt es sich um den schüchternen Elliot. Schnell merkt Jasmine, dass hinter dem zurückhaltenden Elliot ein liebenswerter Junge steckt. Außerdem verbindet sie die Leidenschaft zur Musik. Tiefe freundschaftliche Gefühle keimen auf, die sich sogar langsam zur Liebe hin entwickeln. Jedoch passiert ein großes Unglück, was beide auseinanderreißt. Jahre später treffen sie sich wieder. Hat ihre Liebe dennoch eine Chance?

Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. Im ersten Teil wird das zarte Kennenlernen von Jasmine und Elliot beschrieben bis es zum großen Knall kommt. Im zweiten Teil wird das Wiedersehen beschrieben, wo beide mit ihrem eigenen Schmerz konfrontiert werden.

Beide Protagonisten haben mir von Anfang gut gefallen. Die Autorin konnte sie sehr gut beschreiben. Jasmine ist zwar an der Schule ein beliebtes Mädchen, aber dennoch ist sie nicht abgehoben und will nichts mit den Protzern an der Schule zu tun haben. Sie blickt lieber hinter die Fassade der Menschen und gibt sich mit denen ab, die ihr gut tun. Außerdem hat sie mit ihrer Mutter auch kein leichtes Leben, aber dafür ist ihr Stiefvater ihr mehr eine Stütze.
Elliot ist zwar schüchtern, aber dennoch steht er für die Menschen ein, die er liebt. Mit seinem Handicap hat er es jedoch nicht leicht und wird dadurch auch des öfteren an der Schule gehänselt.
Genau durch diese Charakterzüge verbindet die beiden etwas, sodass daraus mehr entsteht. Eine tiefe Verbundenheit, die man immer noch spürt als sie sich Jahre wieder treffen.

Einige Nebencharaktere konnten mich auch begeistern, wie z.B. TJ, Ray oder auch Elliots Mutter. Sie sind auch liebenswerte Charaktere, die der Geschichte noch mehr Feinfühligkeit geben.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr einnehmend und gefühlsinsentiv. Man konnte immer wieder die starken Empfindungen und Zweifel der Protagonisten spüren. Es herrscht eine gefühlsbetonte Stimmung in dieser Geschichte vor.
Außerdem bekommt man die Geschichte aus den Perspektiven von Jasmine und Elliot erzählt, sodass man ein Teil von ihren Gefühlen und Gedanken wird.

Zum Anfang dachte ich noch so, was soll schon großartig passieren. Das Kennerlernen wird zart beschrieben und man lernt beide Charaktere intensiv kennen. Bis der große Knall kommt und mich die Autorin sprachlos zurückließ, sodass ich meine Tränen kaum unterdrücken konnte. Die Geschichte wird dadurch immer intensiver und emotionaler. Man bekommt den ganzen Schmerz der beiden Protagonisten zu spüren. Beide haben mit einer Art Schmerz zu kämpfen, die sie auffrisst.

In dieser Geschichte bekommt man auch die Leidenschaft für Musik der einzelen Charaktere vermittelt. Diese wird gut mit in die Geschehnisse eingebaut. Außerdem wird man mit Dramatik, Verlust und Trauer konfrontiert, die man immer wieder auf emotionaler Ebene zu spüren bekommt.

Ich kann somit sagen, dass ich auch von Brittainy C. Cherry infiziert wurde und gerne noch weitere Bücher von ihr lesen möchte.

Fazit:
Die Liebesgeschichte konnte mich emotional einnehmen. Die Geschichte beginnt zart und wird immer intensiver bishin zur Fassungs- und Sprachlosigkeit. Die Protagonisten Jasmine und Elliot sind zwei liebenswerte Charaktere, die jedoch mit schmerzliche Erlebnissen konfrontiert werden. Man wird ein Teil dieser Dramatik, des Verlustes und der Trauer. Durch den emotionalen und einnehmenden Schreibstil bekommt man diese Empfindungen immer wieder zu spüren.

Bewertung: 5- / 5